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13.12.2021 | 05:10

BYD, Manganese X Energy, Daimler – Enorme Nachfrage bei Tesla, BYD und Nio

  • Elektromobilität
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die temporäre Inflation ist Geschichte und wurde vom FED-Chef Jerome Powell höchstpersönlich zu Grabe getragen. Bei seinem Auftritt vor dem US-Kongress in der vergangenen Woche sei nun die Zeit gekommen, das Wort „vorübergehend“ aus dem Vokabular der Währungshüter zu streichen. Mit einer Inflation von 6,8% im November und dem stärksten Anstieg der US-Teuerungsrate seit knapp 40 Jahren geht selbst der größte Optimist von einem dauerhaften Zustand steigender Preise aus. Schuld daran sind unter anderem Rohstoffe, wie zum Beispiel Kupfer, die aufgrund der Energiewende einen weiteren Anstieg verbuchen dürften.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: MANGANESE X ENERGY | CA5626783008 , BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , DAIMLER AG NA O.N. | DE0007100000

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Inhaltsverzeichnis:


    Alles wird knapper

    Bereits vor Monaten waren wir in Hinblick auf eine kurze, knackige Inflationserhöhung, die sich ab dem Frühjahr 2022 wieder abkühlen soll, mehr als skeptisch. Corona hin oder her. Die Unterbrechungen der Versorgungsketten behindern die Erholung der Weltwirtschaft erheblich. Die Engpässe, von Rohstoffen bis zu Halbleitern, und den Endprodukten, die von ihnen abhängen, werden eher noch dramatischer, als dass sie sich erholen. Unternehmen sitzen auf vollen Auftragsbüchern, bekommen allerdings die benötigten Rohstoffe, wenn überhaupt, zu horrenden Preisen, was wiederum auf die Marge drückt. Hinzu kommt das weiter kritische Verhältnis zwischen China und dem Rest der Welt. Bei essenziellen Rohstoffen zum Erreichen der Klimaziele wie Lithium, Seltene Erden oder Mangan ist die Abhängigkeit mit bis zu 80% vom Reich der Mitte erdrückend.

    Der Westen ist gefordert

    Der Aufbau von neuen Produktionsstätten dauert bis zu 10 Jahre. Die westlichen Industrienationen sind gefordert, um die Abhängigkeit von China zumindest mittelfristig abzufedern. Bereits im Februar des laufenden Jahres wurde von der US-Regierung eine Verordnung erlassen, wonach die Sicherung aller nordamerikanischen Lieferketten für sämtliche Materialien von strategischer Bedeutung erfolgen soll. Dazu gehört auch das Übergangsmetall Mangan, das als Schlüsselelement bei der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien benötigt wird. Der Preis für Manganflocken ist in den letzten zwölf Monaten regelrecht explodiert und ist so hoch wie seit 2010 nicht mehr.

    Einziger Player in Nordamerika

    Die Nachfrage steigt, ein Angebot ist dagegen kaum vorhanden. Diesen weißen Flecken will Manganese X Energy besetzen und zum einzigen nordamerikanischen Mangan-Produzenten aufsteigen. In New Brunswick, rund 10km von der US-Grenze entfernt, liegt das zu 100% im Besitz befindliche 1.407 Hektar große Konzessionsgebiet Battery Hill. Aus historischen Arbeiten werden dort Bändererz-Formationen vermutet, die zusammengerechnet die größte Manganquelle in Nordamerika mit ungefähr 194 Mio.t beinhalten könnten.

    Die erste Mineralressourcenschätzung für das Projekt Battery Hill wurde im Juli veröffentlicht und weist 34,86 Mio. t nachgewiesene und angedeutete Mineralressourcen mit einem Mangangehalt von 6,42% sowie 25,91 Mio. t vermutete Mineralressourcen mit einem Mangangehalt von 6,66 % aus. Durch die Definition des Bestandes von nachgewiesenen und angedeuteten Mineralressourcen wollen die Kanadier 2022 zügig auf eine erste wirtschaftliche Berechnung hinarbeiten. Nach der PEA, die im ersten Halbjahr 2022 erfolgen soll, will das Management schnellstens zum Erstellen einer Vormachbarkeitsstudie übergehen, welche die Schaffung von Reserven beinhaltet. Bis dorthin sollen gezielt weitere Bohrprogramme durchgeführt werden.

    Neben dem einzigartigen Battery Hill-Projekt verfügen die Kanadier zusätzlich über eine Graphit-Liegenschaft sowie das Peter Lake Nickel-Kobalt-Projekt. Mit dem Tochterunternehmen Disruptive Battery liegt zudem noch ein weiteres, nicht dem Stammgeschäft zugeordnetes Asset im Portfolio von Manganese X Energy. Das Unternehmen besitzt durch das Alleinstellungsmerkmal als einziger Player Nordamerikas großes Entwicklungspotenzial.

    Auf nach Schottland

    Bekannt ist das chinesische Technologieunternehmen BYD vor allem für seine Elektroautomobile. Nebenbei läuft die globale Auslieferung von Elektrobussen, die ebenfalls auf der Blade-Batterietechnologie basieren, munter weiter. Neben Aufträgen aus den USA und Spanien wurden in Zusammenarbeit mit dem britischen Bushersteller Alexander Dennis Limited weitere Busse, diesmal nach Schottland, verkauft.

    Insgesamt 12 Batterie-elektrische Doppeldecker des Typs Enviro400EV wurden nach Dundee an den Busbetreiber Xplore Dundee geliefert. Die Fahrzeuge sind je 10,8m lang, ihre Reichweite wird auf rund 257 km geschätzt. Die britische Regierung fördert die Transformation des öffentlichen Nahverkehrs auf Busse mit alternativen Antrieben enorm und will in naher Zukunft 4.000 neue in Großbritannien gebaute Batterie- und Wasserstoffbusse auf die britischen Straßen bringen.

    Erfolgreiche Abspaltung

    Kurz zusammengezuckt dürften Ende der vergangenen Woche einige Daimler-Anleger sein, lag der Aktienkurs doch rund 15% gegenüber dem Vortag im Minus. Ausschlaggebend war jedoch kein Preissturz, sondern der erfolgreiche Spin-off der Tochter Daimler Truck. Aktionäre von Daimler haben für zwei Daimler-Papiere eine Aktie von Daimler Truck erhalten. Die Mutter bleibt auch nach dem IPO weiterhin Großaktionär mit einer Quote von 35%.

    Die Analysten der kanadischen Investmentbank RBC wiederholten nach der Abspaltung der Lkw-Sparte ihr Outperform-Rating. Das bisherige Kursziel lag bei 108 EUR.


    Die Inflation steigt weiter auf Rekordniveau und das Wort „vorübergehend“ wird aus dem Wortschatz der FED gebannt. Durch die Energiewende ist die Nachfrage nach den benötigten Rohstoffen enorm. Manganese X Energy als einziger zukünftiger Mangan-Produzent dürfte von der Entwicklung profitieren. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen dürfte auch BYD und Daimler weiterhin volle Auftragsbücher bescheren.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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