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14.01.2022 | 05:10

BYD, Yorkton Ventures, BMW – Ein teurer Boom

  • Elektromobilität
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Jahreszahlen der Elektroautomobilbauer sind raus und zeigen sowohl bei BYD als auch BMW ein rasantes Wachstum. Trotz Pandemie und dem Mangel an Halbleitern, konnten die Autobauer die Auslieferungen teilweise verdoppeln. Auch für das Jahr 2022 erwartet die Branche einen anhalten Boom der E-Mobilität. Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller prognostiziert für Elektrofahrzeuge 2022 in Deutschland rund 850.000 Neuzulassungen. Neben den Absatzzahlen wachsen allerdings auch die Preise für die benötigten Rohstoffe. Allein das für die Batterien essenzielle Lithium konnte sich seit Juni des vergangenen Jahres mehr als verdreifachen und markiert aktuell fast täglich neue Höchststände.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , BAY.MOTOREN WERKE VZO | DE0005190037 , Yorkton Ventures Inc. | CA9872111096

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Inhaltsverzeichnis:


    Extrem knappe Güter

    Wenig passierte am Lithiummarkt in den vergangenen Jahren. Weder flossen Investitionen in die Branche, noch stiegen die Preise, obwohl das Zeitalter der Elektromobilität längst begonnen hatte. Einzig China positionierte sich seit längerer Zeit, um die eigene Versorgung mit batteriefähigem Lithium sicherzustellen. Das Reich der Mitte ist für 80 % der weltweiten Rohstoffraffination, 77% der weltweiten Zellkapazität und 60 % der weltweiten Komponentenherstellung verantwortlich.

    Durch die explodierenden Absatzzahlen der Elektroautobauer wird die Lithium- Nachfrage das Angebot spätestens 2022 deutlich übersteigen. Durch das knappe Angebot steigt der Lithium-Preis seit dem vergangenen Sommer in ungeahnte Höhen. An der New York Commodities Exchange Comex kostet ein Futur-Kontrakt aktuell 36,75 USD, über 200% mehr als vor 9 Monaten.

    Auf zwei Beinen

    Außerhalb Chinas existieren die größten Vorkommen im sogenannten „Lithium-Dreieck“ zwischen Bolivien, Argentinien und Chile. Dagegen befinden sich in Nordamerika wenige aussichtsreiche Projekte. Diese Lücke will die börsennotierte Yorkton Ventures schließen. Das Unternehmen, das einen Börsenwert von aktuell 8,28 Mio. EUR aufweist und neben Toronto auch in Frankfurt gelistet ist, setzt dabei auf 2 Säulen: Gold und Lithium.

    Geleitet wird das Unternehmen vom Geologen Andrew Lee Smith, der über 25 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Exploration, Erschließung und dem Betrieb von nordamerikanischen und afrikanischen Grund- und Edelmetallbergbauprojekten besitzt. Bei Thema Gold fokussiert sich das Unternehmen neben einer Lagerstätte in Quebec auf zwei aussichtsreiche Assets in Neufundland. So hält Yorkton Ventures eine 100%ige Beteiligung am Projekt Parkview, das 450 Hektar umfasst und auf New World Island liegt.

    Dieses Projekt grenzt an die Fairbanks Claims von Ethos Gold Corp. Darüber hinaus hält Yorkton auch eine 100%ige Beteiligung am Projekt Knights-Melange, das sich über 5.550 Hektar in der Nähe der Queensway-Entdeckung durch die New Found Gold Corp. in Neufundland erstreckt. Das dritte Projekt in Quebec, das Bellechasse-Timmins Gold Grundstück enthält eine historische Mineralressource von 171.000 Unzen Gold mit einem Durchschnittsgehalt von 1,83 g/t Gold in der angezeigten Kategorie und weitere 95.000 Unzen mit einem Durchschnittsgehalt von 1,36 g/t Gold in der abgeleiteten Kategorie sowie die VMS-Lagerstätte Champagne und das Goldvorkommen Beland.

    Speziell für die Projekte in Neufundland wurde Goldspot Discoveries Corp. beauftragt, seine firmeneigene Technologie der künstlichen Intelligenz einzusetzen, um die Exploration der Projekte von Yorkton zu beschleunigen. Goldspot ist ein führendes Technologiedienstleistungsunternehmen, das maschinelles Lernen einsetzt, um den Mineralentdeckungsprozess zu verändern. Goldspot entwickelt künstliche Intelligenz in der Mineralexploration, um das Kapitalrisiko zu verringern.

    Auf Shopping-Tour

    Enorm aufgestockt wurde in den vergangenen Wochen das Lithium-Portfolio von Yorkton. Ende des vergangenen Jahres konnte eine Gruppe von drei nicht zusammenhängenden Lithiumgrundstücken, Key Lithium, Amisk West Lithium und Amisk East Lithium, die zusammen als Projekt Cyr-Kapiwak bekannt sind, im Gebiet James Bay in Quebec erworben werden. Das Lithiumprojekt besteht aus 42 Mineral-Claims mit einer Gesamtfläche von 22,20 qkm. Die Key Lithium Liegenschaft grenzt an die James Bay Lithium Minen Liegenschaft von Galaxy Lithium Inc. an und ist weniger als 3km vom James Bay Lithium Minen Projekt entfernt.

    Zudem wurde kürzlich der Erwerb des Projekts Sirmac East in der Region James Bay in Quebec bekanntgegeben. Das Akquisitionsziel besteht aus zwölf Mineralschürfrechten mit einer Gesamtfläche von 656ha. Das Projekt grenzt an das Konzessionsgebiet Sirmac von Vision Lithium, Sirmac-Clapier von Winsome Resources sowie an das Goldprojekt Troilus von Troilus Gold an und gilt als äußerst vielversprechend für Lithium, das in spodumenhaltigen Pegmatiten vorkommt, wobei mindestens zwei historische Lithiumvorkommen mit Sirmac Lithium und Clapier Lithium im westlichen Teil der Region kartiert wurden.


    Die Absatzzahlen der Autobauer wie BYD und BMW zeigen weiterhin ein starkes Wachstum und können sogar der Halbleiterkrise trotzen. Die hohe Nachfrage nach Elektroautomobilen treibt den Lithiumpreis. Dagegen ist das Angebot knapp. Yorkton Ventures hat sich durch mehrere Akquisitionen aussichtsreiche Liegenschaften gesichert.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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