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30.06.2021 | 04:30

Verdoppler-Chancen für 2022: TUI, Lufthansa, Silver Viper

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Bildquelle: pixabay.com

Das wird noch einmal richtig spannend. Die Reisesaison ist bereits voll im Gange, die Auslastung der Hotels steigt und auch die Luftfahrtunternehmen freuen sich über eine hohe Auslastung. Doch wie lange halten die Nachholeffekte an? Die Auflagen sind immer noch belastend. So müssen Reisende nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet grundsätzlich bereits bei Einreise einen negativen Testnachweis mit sich führen und im Falle der Beanspruchung eines Beförderers diesem den Nachweis zum Zwecke der Beförderung vorlegen. Das macht Reisegast nicht so einfach mit. Schon zeigen sich auch erste Länder wieder auf der schwarzen Liste des Robert-Koch-Instituts: Portugal und Großbritannien. Das alles könnte spätestens im Herbst, wenn die Temperaturen purzeln, wieder zum Problem werden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283341029

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Inhaltsverzeichnis:


    TUI – Noch lange nicht über dem Berg

    Bei TUI ist die Kasse bereits wieder leer, denn die letztjährige Notfallanleihe zur Überbrückung der Corona-Krise ist noch einmal aufgestockt worden. Die Delta-Variante und Regierungspläne, die für TUI wichtigen englischen Touristen "auszusperren", sind nun wieder ein Belastungsfaktor für die Aktie. Im Ergebnis wird das Nominalvolumen von 400 Mio. EUR um neue Wandelschuldverschreibungen über einen Nennbetrag von 190 Mio. EUR erweitert. Mit dem Wandelrecht hofft TUI, die nun rückzahlbaren Teile der Finanzierung letztlich doch in Eigenkapital wandeln zu können.

    Die Konditionen bleiben gleich: Die Wandelanleihe mit 4,5%-Coupon soll bis zum 16. April 2028 laufen und mit einer Prämie zwischen 25 und 30% in neue Aktien des TUI-Konzerns gewandelt werden können. Bei der abendlichen Auktion war sogar eine kleine Überzeichnung möglich, so dass TUI nun über 200 Mio. EUR an neuen Mitteln verfügen kann.

    Der Reisekonzern ist nach dem über weite Strecken ausgefallenen Geschäft seit Mitte 2020 darauf angewiesen, dass mehr Geld durch Buchungen in die Kasse kommt - parallel dazu besorgt sich TUI ergänzende Mittel von Investoren. So soll auch die tatsächliche Inanspruchnahme der milliardenschweren Staatskredite auf das Nötige begrenzt und die Rückzahlung der daraus genutzten Tranchen eingeleitet werden. Der aktuelle Ausblick hat die Anleger nicht überzeugen können. Die TUI fiel jüngst auf 4,25 EUR zurück, sollte die 4 EUR-Marke im aktuellen Umfeld dennoch halten können.

    Lufthansa – Die Reisewelle rollt, die Bilanz stottert

    Wer sich mit TUI beschäftigt, hat sicher auch Airlines im Visier, denn das erste Halbjahr ist nun fast beendet - und die Stimmung bei den Luftfahrtgiganten ist immer noch frostig. Belastend ist nicht nur der Urlaubssektor. Denn der Wegfall der vielen Geschäftsreisen dürfte nicht nur temporär sein. Zoom & Co. haben gezeigt, dass es in der Geschäftswelt auch anders funktioniert. Der Wunsch nach persönlichen Treffen ist in der Pandemie zwar deutlich gewachsen, trotzdem dominieren immer noch Hindernisse mit Reiseauflagen und Testbestimmungen. Vielerorts sind die Formalien völlig unklar, wenn es blöd läuft, kommt man aus einem Mutanten-Gebiet und muss doch für 14 Tage in Quarantäne. Das kann sich heute beruflich niemand mehr leisten.

    Aktuellen Analystenschätzungen zufolge dürfte der MDAX-Konzern im laufenden Jahr einen weiteren Verlust in Milliardenhöhe einfahren. So rechnen die Experten damit, dass der Umsatz der Kranich-Airline zwar in 2021 von 13,6 auf 17,3 Mrd. Euro klettern wird, das bereinigte EBITDA dürfte nach einem satten Minus von 2,9 Mrd. EUR in 2020 aber immer noch mit etwa 150 Mio. EUR im Minus landen. Unter dem Strich droht sogar ein Nettoverlust von 2,3 Mrd. EUR, denn zu den weggefallenen Strecken gesellen sich nun auch Sonder-Abschreibungen. Im absoluten Corona-Ausnahme-Jahr 2020 lag der Fehlbetrag mit 6,7 Mrd. EUR allerdings noch viel höher und sicherlich kurz vor der absoluten Belastungsgrenze.

    Es darf aktuell spekuliert werden, wie die Lufthansa und andere Fluggesellschaften mit der „Neuen Normalität“ im Reiseumfeld umgehen werden, denn letztlich muss der abstinente Fluggast mit kreativen Mitteln an den Flugschalter geholt werden. Mit Regularienwut und weiteren Einschränkungen, z.B. beim Hand- und Freigepäck oder Ähnlichem, wird man keine Erfolge landen.

    Summa summarum bleibt das Marktumfeld sehr schwierig und die Charts der Airlines unter Druck. Bald wird wieder nach dem Buchwert der LHA-Aktie gefragt werden – aber dieser steht wegen anhaltender Verluste natürlich auch nur auf dem Papier. Abwarten – und unter 8,50 EUR zugreifen!

    Silver Viper – Die erste Resource kann nun bestimmt werden

    Fernab von jeglichen Reisebeschränkungen macht die kanadische Silver Viper weiter mit der Ressourcenbestimmung in La Virginia. Dabei spielt die aktuelle Situation um die Pandemie nur eine Rolle, wenn die Arbeiten im Projekt wieder unterbrochen werden müssten, dies ist aber aktuell nicht der Fall. Aktuell wurde ein technischer Report nach dem Standard NI 43-101 eingereicht. Der Bericht wurde für die Silver Viper Minerals Corp. von Arseneau Consulting Services Inc. erstellt und kann unter dem Emittentenprofil des Unternehmens eingesehen werden.

    La Virginia befindet sich in Mexico 220 Kilometer nordöstlich von Hermosillo und beherbergt eine aussichtsreiche Edelmetallmineralisierung im epithermalen Stil. Die Gold- und Silbermineralisierung kommt innerhalb von Brekzien, Adern und Stockworks vor, die in erster Linie von andesitischem Vulkangestein beherbergt werden. Silver Vipers Erkundungsprogramm identifizierte wichtige Ziele und Trends, die nun näher untersucht werden können. Die gesamte Projektfläche umfasst eine Größe von 6.882 Hektar, es wurden insgesamt 100 Bohrlöcher mit einer Gesamtzahl von 27.021m auf der Liegenschaft erfolgreich abgeschlossen.
    Silver Viper ist auch im Besitz aller aktuellen und historischen Diamantbohrkerne und Probenpakete, die seit 2010 auf dem Grundstück gewonnen wurden. Man konnte die Richtigkeit der historischen Daten durch Diamantbohrungen in zehn Kernlöchern bei Las Huatas, Con Virginia und der nördlichen Erweiterung der Zielgebiete El Oriental bestätigen.

    Die Silver Viper-Aktie macht sich trotz ständiger Angriffe auf den Gold- und Silberpreis sehr gut. Sie konnte sich im Bewertungsband 0,50 bis 0,65 CAD etablieren und repräsentiert damit einen Börsenwert von 45 Mio. CAD. Die guten Meldungen aus Mexico dürften u.E. noch einige Zeit anhalten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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