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18.07.2023 | 05:10

Freyr Battery, Manuka Resources, Nio – Die Profiteure der Batterierevolution

  • Batterie
  • Elektromobilität
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Zukunft der Batterien verspricht eine Revolution in der Energiespeicherung. Fortschritte in der Technologie ermöglichen effiziente Speichersysteme, die eine nachhaltige Integration erneuerbarer Energien fördern. Die Batterien von morgen werden eine zentrale Rolle bei der Transformation unserer Energieinfrastruktur spielen. Nach der Korrektur in den vergangenen Monaten ergeben sich sowohl bei Herstellern als auch bei Produzenten der benötigten Rohstoffe langfristig aussichtsreiche Möglichkeiten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Freyr Battery | LU2360697374 , Manuka Resources Limited | AU0000090292 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061

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Inhaltsverzeichnis:


    Freyr Battery – Rückenwind durch die EU

    Mit einem Kursplus von über 3 % auf 9,55 USD startete der Entwickler von Batterien und Batteriezellen für die Elektromobilität, Energiespeichersysteme sowie Schiffs- und Luftfahrtanwendungen, in die neue Handelswoche. Damit kämpft das in Luxemburg niedergelassene Unternehmen mit dem Überspringen der 200-Tagelinie bei aktuell 9,66 USD. Sollte dieser Widerstand und der Höchstkurs der vergangenen Woche bei 10,10 USD überwunden werden, ruft bereits das Jahreshoch vom Januar bei 11,16 USD.

    Der Grund für den Aufschwung war die Zusage einer Förderung über 100 Mio. EUR durch die Europäische Union für die Entwicklung des Giga Arctic-Projekts in Norwegen. Die Summe wird über den EU-Innovationsfonds ausgereicht, der die regionale Produktion von Batterielösungen subventioniert. Die Giga Arctic-Anlage soll ein Volumen von 29 GWh produzieren. Dabei soll der Betrieb komplett mit erneuerbarer Wasserkraft erfolgen.

    Neben dem Errichten der Fabrik in Norwegen hat Freyr die potenzielle Errichtung einer industriellen Batteriezellenproduktion in den Vereinigten Staaten und in Finnland bekanntgegeben. Freyr plant, bis 2025 eine Batteriezellenkapazität von 50 GWh und bis 2028 eine jährliche Kapazität von 100 GWh sowie bis 2030 eine jährliche Kapazität von 200 GWh zu etablieren.

    Positiv gestimmt sind weiterhin die auf Refinitiv befragten Analysten. Demnach liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten bei 14,00 USD.

    Manuka Resources – Stetig steigender Cash Flow

    Es ist schon paradox. Während Manuka Resources bei seinen Gold- und Silberlagerstätten gut voran kommt und mit dem South-Taranaki-Bight-Vanadium-Projekt sogar das Potenzial besitzt, einer der größten Lieferanten für grüne Technologien weltweit zu werden, korrigierte der Aktienkurs des jüngsten Gold- und Silberproduzenten Australiens seit Dezember des vergangenen Jahres um über 70 % auf aktuell 0,057 AUD. Seit Anfang Mai befindet sich die Aktie im Seitwärtstrend und dürfte bei Verlassen des kurzfristigen Abwärtstrends bei 0,063 AUD ihre Bodenbildung abschließen.

    Mit der Mt. Boppy-Mine nennt Manuka Resources eine der historisch reichsten Goldminen Australiens sein Eigen. Auf der Liegenschaft im Cobar-Basin-Becken wurden in der Vergangenheit 500.000 Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von einer halben Unze pro Tonne Erz produziert. Kürzlich wurde die Produktion wieder aufgenommen, mit dem Ziel, in den nächsten 4 Jahren 20.000 bis 25.000 Unzen Gold p. a. zu schürfen. Für dieses Geschäftsjahr schätzt das Unternehmen zirka 10.000 Unzen Gold zu produzieren. Zudem soll die Ressourcenschätzung von Mt. Boppy weiter ausgebaut werden. Auch bei den Projekten McKinnons Mine und Pipeline Ridge wird die Exploration fortgesetzt. Die Finanzierung hat sich Manuka bereits durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2,4 Mio. AUD gesichert. Zudem wiesen die Australier einen Cash-Bestand in Höhe von 5,2 Mio. AUD zum Ende des ersten Quartals auf.

    Neben der Mt. Boppy-Mine besitzen die Australier mit dem Wonawinta-Silber-Projekt eine Lagerstätte, die eine Mineralressourcenschätzung von 51 Mio. Unzen aufweist, wodurch diese zu einem der der größten Silberproduzenten Australiens zählt.

    Ein dickes Ass im Ärmel besitzt Manuka Resources zudem mit dem South-Taranaki-Bight-Projekt, welches Vanadium, das für Großanwendungen der Industrie benötigt wird, enthält. Im Vergleich zu ihren Lithium-Ionen-Kollegen sind Batterien auf Vanadium-Basis bekannt dafür, deutlich weniger Energie zu verlieren. Diese Eigenschaft macht sie zu einer bevorzugten Wahl für Solar- oder Windkraftanlagen. Das aussichtsreiche Projekt hat bereits eine Bergbaulizenz für die Förderung von 5 Mio. t pro Jahr erhalten, wobei eine anfängliche Minenlebensdauer von 20 Jahren geplant ist. Unter der Annahme einer Produktionsrate von 5 Mio. t VTM-Konzentrat pro Jahr, gemäß der BFS1-Studie, würde die jährliche Konzentrat-Produktion 25.000 t Vanadiumoxid umfassen. Dies würde bedeuten, dass Manuka Resources für rund 15 % der weltweiten Produktion verantwortlich wäre.

    Nio – Potenzial erschöpft

    Wenig Potenzial sieht der Analystenkonsens dagegen in der Aktie des Elektroautobauers Nio. Insgesamt 31 Finanzexperten wurden befragt. Dabei lag das Votum laut Refinitiv neunmal auf „Strong buy“, zwölfmal auf „Buy“ sowie zehnmal auf „Hold“. Das durchschnittliche Kursziel belief sich auf 10,90 USD, was nur marginal über dem aktuellen Kurs von 10,44 USD liegt. Aus charttechnischen Gesichtspunkten kämpft die Nio-Aktie mit dem Halten der 20-Tagelinie bei 10,20 USD. Ein Rutsch unter die Unterstützung könnte die seit Juni laufende Erholung erst einmal beenden und den Kurs zurück in die Zone und damit in den Bereich von 9 USD befördern.

    Neue Impulse könnte das chinesische Unternehmen ab Donnerstag erhalten. Hier findet der dritte firmeneigene Nio Power Day statt. Beim drei Tage lang stattfindenden Event will das Unternehmen in Peking ein umfassendes Bild des neuesten Power-Up-Layout-Plans, der Produkttechnologie und der Dienstleistungen von Nio Power präsentieren. Erwartet wird von Seiten der Analysten und Investoren, dass Details über das 150-kWh-Semi-Solid-State-Batteriepaket eines der Hauptthemen der Veranstaltung sein werden.

    Bereits Ende Mai kündigte William Li, Gründer, Vorsitzender und CEO von Nio, bei der Vorstellung des neuen ES6 an, dass der 150-kWh-Semi-Solid-State-Akkupack im Juli verfügbar sein wird. Bereits Anfang dieses Monats wurden Bedienungsanleitungen für seine Fahrzeuge aktualisiert, um das 150-kWh Battery Pack aufnehmen zu können.


    Getragen von einer EU-Förderung über 100 Mio. EUR könnte Freyr Battery neue Jahreshochs erklimmen. Bei Nio erwartet die Anlegergemeinde Neuigkeiten anlässlich des 3. Nio Power Days. Durch den Start der Produktion auf Mt. Bobby fließt Manuka Resources zukünftig ein deutlich höherer Cash Flow zu.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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