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07.09.2022 | 05:08

FuelCell Energy, dynaCERT, Linde - Tenbagger-Chancen im Wasserstoffsektor

  • Wasserstoff
  • Energiewende
  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Das Ziel, Unabhängigkeit von russischem Öl und Gas zu erlangen, drängt die Politik zu zukunftsweisenden Alternativlösungen. Zwischen Kanada und Deutschland wurde Ende August ein Abkommen geschlossen, das für die Wasserstoffbranche einen Quantensprung bedeutet. Wasserstoff gilt als Schlüsselelement im Verkehrssektor für das Erreichen der Klimaziele. Im Moment befinden sich noch viele Unternehmen im Korrekturmodus. Dadurch ergeben sich langfristig attraktive Chancen auf überproportionale Kursgewinne.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: LINDE PLC EO 0_001 | IE00BZ12WP82 , FUELCELL ENERGY DL-_0001 | US35952H6018 , DYNACERT INC. | CA26780A1084

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Inhaltsverzeichnis:


    FuelCell Energy – Riesiges Rebound-Potenzial

    Der NASDAQ-Titel FuelCell Energy, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie, könnte nach einem jahrelangen Ausverkauf auf derzeitigem Niveau im Bereich von 4 USD eine langfristige Trendwende einläuten. FuelCell Energy bietet seinen Kunden umfassende, schlüsselfertige Lösungen, die von der Planung und Installation eines Projekts bis hin zum langfristigen Betrieb und zur Wartung des Brennstoffzellensystems reichen.

    Die weltweite Flotte von SureSource-Kraftwerken erstreckt sich über drei Kontinente und ist mit Millionen von Megawatt an ultra-sauberer Energieerzeugung branchenführend. Die Technologie des Unternehmens ist die einzige auf der Welt, die in der Lage ist, sowohl Kohlenstoff aus einer externen Quelle abzuscheiden und gleichzeitig Strom zu erzeugen, als auch Wasserstoff, Strom und Wasser gleichzeitig zu produzieren.

    Das in Danbury, Conneticut niedergelassene Unternehmen mit der europäischen Fertigung in Taufkirchen in Deutschland veröffentlicht am 8. September die Zahlen zum dritten Quartal. Sollten diese positiv ausfallen, könnte dies den Start einer starken Aufwärtswelle bedeuten. Mit dem Bruch des Abwärtstrends beginnend im Februar 2021 und dem gleichzeitigen Überschreiten der 200-Tagelinie läge aus charttechnischer Sicht das nächste Kursziel erst bei rund 10,00 USD.

    dynaCERT – Das Ziel vor Augen

    Es dauerte lange für viele Anleger, die auf die innovative Technologie von dynaCERT gesetzt hatten. Zu lange. Neben der Corona-Pandemie sorgte ein ständiges Stühlerücken im Management für diverse Verspätungen, die den Roll-out und die endgültige Kommerzialisierung der Hydragen-Technologie behinderten. Die Folge war ein stetiger Wertverlust der Aktie, seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie verlor die Aktie rund 90% auf einen Tiefststand von 0,075 CAD.

    Doch seit vergangenem Monat könnte man den Eindruck gewinnen, als würde nun die Erfolgsgeschichte endlich durchstarten. Nicht nur der Aktienkurs konnte sich innerhalb eines Monats fast verdreifachen, auch im für das Unternehmen extrem wichtigen „Verified Carbon Standard-Programm von Verra“ geht es endlich in die entscheidende Runde.

    So gab dynaCERT in einer Unternehmensmeldung zu Protokoll, dass der Chief Program Development and Innovation Officer von Verra ein Abkommen mit Earthood Services Private Limited unterzeichnet habe, um unabhängige Verifizierungsdienstleistungen in Zusammenhang mit dem Antrag von dynaCERT im Rahmen des Verified Carbon Standard- Programms zu erbringen. Bisher konnten zwischen dynCERT und Verra mehrere Schritte hinsichtlich der Emissionszertifikatinitiativen durchlaufen werden. Die nächsten Schritte sind, dass Verra einen zugelassenen Validierer mit der Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der „Methodenvalidierung" gemäß den im Abkommen und den VCS-Bestimmungen festgelegten Bedingungen beauftragt.

    Im Moment sind die Parteien dynaCERT, Earthood, Verra und der Berater von dynaCERT, International Environmental Partners Limited dabei, das VCS-Verfahren abzuschließen, damit die Emissionszertifikate von dynaCERT den „Verified Carbon Standard“ von Verra erreichen, was einen enorm wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte der Kanadier bedeuten würde. Ein Erhalt des Verra-Siegels könnte zudem für größere Kunden die Tür öffnen.

    Wer mehr wissen will: dynaCERT CEO Payne ist auf dem virtuellen Event "International Investment Forum (IIF)" live zu sehen. Eine Teilnahme ist kostenfrei via Zoom möglich.

    Linde PLC - Höchste Eisenbahn

    Ungemütlich könnte es in den kommenden Tagen für die Aktionäre des DAX-Mitglieds Linde werden. Aufgrund der Chartkonstellation, der Wert steht kurz vor dem Test des seit Ende 2029 ausgebildeten Aufwärtstrends bei 274,45 GBP, könnte es bei einem Bruch nach unten zu einer größeren Verkaufswelle kommen, die im ersten Schritt bis auf ein Niveau von 247,35 GBP führen könnte. Trotz eines möglichen Rückschlags konnte sich der Industriekonzern mit Sitz im irischen Dublin und operativer Zentrale im britischen Guildford mit einem Minus von bis dato 10% seit Jahresanfang gegenüber der Konkurrenz gut behaupten. Ein starkes Kaufsignal würde entstehen, sollte der Wert das dreifach getestete Allzeit-Hoch im Bereich von 315 GBP durchbrechen.

    Kerngeschäft von Linde sind Gase und Prozessanlagen, die Gase gewinnen oder herstellen. Linde ist im Bereich Industriegase Weltmarktführer vor dem französischen Konkurrenten Air Liquide. Zudem verfügt das Unternehmen über die weltweit größte Kapazität und das größte Verteilungssystem für Flüssigwasserstoff. Im immer wichtiger werdenden H2-Sektor leistete Linde Pionierarbeit. So wurde Ende des vergangenen Monats die weltweit erste Wasserstoff-Betankungsanlage für Personenzüge in Bremervörde in Deutschland eingeweiht.

    Die Wasserstoff-Betankungsanlage, die Linde gebaut hat, besitzt und betreibt, wird 14 wasserstoffbetriebene Personenzüge betanken, so dass jeder Zug mit einer einzigen Betankung 1.000 km emissionsfrei fahren kann. Die Anlage hat eine Gesamtkapazität von rund 1.600 kg Wasserstoff pro Tag und ist damit eine der größten jemals gebauten Wasserstoffbetankungsanlagen. Die neuen Wasserstoffzüge sollen die bestehenden dieselbetriebenen Züge ersetzen.


    Wasserstoff ist ein Schlüsselelement in der Dekarbonisierung des Verkehrs und wird von der Politik nach dem Angriffskrieg Russlands noch einmal deutlich stärker subventioniert. Die Aktien aus diesem Segment befinden sich noch immer in der Korrekturschleife, könnten jedoch langfristig zu einer Wasserstoffwelle 2.0. ansetzen. FuelCell Energy besitzt großes Rebound-Potenzial, bei dynaCERT könnte die Zusage von Verra als Katalysator wirken. Die Aktie von Linde gehört bei einer Wasserstoffrallye zu den Standardinvestments.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise ist der Bedarf an praktikablen Lösungen und Systemen zur Emissionsreduzierung größer denn je. Ein Bereich, der einen großen Einfluss auf die Emissionen hat, ist der Güterverkehr. Mit der steigenden Nachfrage nach Gütertransporten steigt auch die Menge der Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen. Dies hat nicht nur schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt, sondern beeinträchtigt auch die Nachhaltigkeit der Güterverkehrsbranche. Es stellt sich also die Frage, welche Art von Antriebssystem sich im Güterverkehr durchsetzen wird. Wird es der Elektroantrieb sein oder der Wasserstoffantrieb mit seinen Brennstoffzellen? Wir sehen uns drei Unternehmen an, die auf unterschiedliche Antriebe setzen.

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    Wasserstoff ist in Bezug auf die Energiewende ein zentraler Baustein und gilt als Schlüssel einer erfolgreichen Dekarbonisierung der Wirtschaft und des Verkehrssektors. Trotz der Förderprogramme der Politik für Wasserstoffstrategien weltweit und den positiven Zukunftsaussichten, stecken die an der Börse notierten Unternehmen weiterhin in der Korrektur. Dabei könnte der endgültige Durchbruch noch Jahrzehnte dauern. Von der langwierigen Umsetzung profitieren dagegen Brückentechnologien, die per sofort in verschiedensten Branchen einsetzbar sind.

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