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01.06.2023 | 04:44

Heizungs-Chaos in Berlin! Palantir, Defense Metals, Borussia Dortmund – Nutzen Regierungen eigentlich Künstliche Intelligenz wie ChatGPT?

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Bildquelle: pixabay.com

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wesentlicher Treiber für die digitale Transformation unserer Gesellschaft. Einige Technologien gibt es bereits seit über 50 Jahren, doch Fortschritte bei der Rechenleistung sowie die Verfügbarkeit großer Datenmengen und neue Algorithmen, haben in den letzten Jahren zu bahnbrechenden Durchbrüchen in der KI geführt. Auch wenn KI in unserem Alltag erst langsam präsent wird, dürften neue Anwendungen in der Zukunft enorme Veränderungen mit sich bringen. Entscheidungsprozesse können z. B. stark digital unterstützt werden, da heutige Rechner eine Wissenshistorie von hunderten von Jahren innerhalb weniger Sekunden durchforsten können. Steigt deshalb aber zwingend auch die Ergebnisqualität?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , BORUSSIA DORTMUND | DE0005493092

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Inhaltsverzeichnis:


    Frederick Kozak, President and CEO, Auxico Resources Canada Inc.
    "[...] Unser Ziel ist es, bald zwischen 500 und 1.000 Tonnen pro Monat zu exportieren. Das könnte für uns einen Cashflow zwischen 500.000 und 1 Million CAD bedeuten. [...]" Frederick Kozak, President and CEO, Auxico Resources Canada Inc.

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    Palantir Technologies – Sensible Daten für Regierungen

    Palantir Technologies Inc. ist ein US-amerikanischer Anbieter von Software und Dienstleistungen, der auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert ist. Neben Big Data interessierte die Investorengemeinde zuletzt die geheimen Algorithmen, mit denen das Unternehmen große Datenmengen durchforstet und Analogien so interpretiert, dass in der Folge strategische Planungsprozesse unterstützt werden. Regierungen beauftragen wissenschaftliche Analysen zu beobachtbaren Verhaltensweisen in der Bevölkerung, Trends in der Gesellschaft oder geopolitische Entwicklungen, um sie in Entscheidungsprozessen strategisch nutzen zu können.

    Palantir Technologies und das Ministerium für digitale Transformation der Ukraine haben nun eine Partnerschaft bekannt gegeben, die es ermöglichen wird, dass Technologien des Unternehmens die Verteidigung und den Wiederaufbau des Landes nach der Invasion durch Russland unterstützen. Eine aktuelle Absichtserklärung macht den Weg frei für eine Zusammenarbeit in kritischen Bereichen wie der Katalogisierung und Begutachtung von Schäden an Gebäuden, Infrastruktur sowie der Nutzung von Software zur Optimierung der Maßnahmen zum Wiederaufbau.

    Im Fokus steht die Verbesserung der digitalen Fähigkeiten für staatliche Dienste, die der Verteidigung und dem Wiederaufbau der Ukraine dienen, Förderung von digitalen Innovationen und die zukünftige Re-Integration der Ukraine in die internationalen Märkte. Man wird das Land bei seinem Ziel unterstützen, eine digitale Führungsrolle in Europa zu übernehmen. In Kooperation mit den ukrainischen Streitkräften wird Palantir zum Austausch von Daten und Erfahrungen beitragen, die die Implementierung weltweit führender Technologien unterstützen. Alex Karp, CEO bei Palantir, hat als erster westlicher CEO nach Ausbruch des Krieges Präsident Zelenskyy in der Ukraine besucht. Zu den ersten Kunden des 2004 gegründeten Unternehmens gehörten Bundesbehörden wie z. B. die Nachrichtendienstgemeinschaft der Vereinigten Staaten (USIC). Die PLTR-Aktie ist mit Plus 65 % im 12-Monatsvergleich einer der meistbeachtesten Aktien im Megatrend KI. Mit einer Marktkapitalisierung von 28,8 Mrd. USD werden die erwarteten Umsätze in 2024e von ca. 2,6 Mrd. USD mit dem Faktor 11 bewertet. Die Aktie ist gefragt, aber alles andere als günstig.

    Der vorliegende 12-Monatschart zeigt die Beliebtheit der KI-Aktien Palantir und Nvidia, aber auch das Aufholpotenzial von Defense Metals für die nächsten 12 bis 24 Monate. Quelle: Refinitiv Eikon 31.05.2023

    Defense Metals – Großinvestoren investieren in strategische Metalle

    Wer den Zugang zu strategischen Metallen nicht gänzlich von der Beziehung zu China abhängig machen möchte, muss in der westlichen Hemisphäre auf die Suche nach neuen Liegenschaften gehen, denn aktuell ist das Reich der Mitte der Mehrheitsbesitzer dieser Elemente. Mit den schwelenden Konflikten in Russland und einer westlichen Einmischung in Taiwan könnte es zu einem jähen Exportstopp für die wichtigen Seltenen Erden kommen. Sie sind essentiell für die Produktion von Energieanlagen und andere Hightech-Produkte für die Modernisierung unserer Gesellschaft.

    Nordamerika und Europa haben die aktuelle Herausforderung erkannt und bedeutende Metalle auf die Liste wichtiger Materialien gesetzt. Damit ist der politische Druck vorhanden, neue Liegenschaften zu entwickeln. Das in British Columbia ansässige Explorationsunternehmen Defense Metals (DEFN) ist Besitzer des Wicheeda Rare Earth Projekts und wird als einer der zukünftigen Förderer gehandelt. Der institutionelle Investor RCF Opportunities Fund II beteiligte sich im Rahmen der letzten Platzierung mit 6,6 Mio. CAD und erhielt dafür 25.552.380 Stammaktien, was ca. 9,9 % der ausstehenden Aktien entspricht. Insgesamt wurden 12,5 Mio. CAD eingeworben. Auch der Experte John Robins von der Discovery Group, der als strategischer Berater für das Unternehmens tätig ist, beteiligte sich wesentlich an der Kapitalerhöhung. Craig Taylor, CEO von Defense Metals, kommentierte: "Wir freuen uns sehr, RCF Opps II als Hauptaktionär begrüßen zu dürfen. Wir glauben, dass das Wicheeda Light Rare Earth Elements Projekt das beste Seltene Erden Projekt in Kanada und eines der besten sich entwickelnden REE Projekte weltweit ist."

    Gute News für Defense Metals, denn damit sind die nächsten operativen Schritte bis 2024 gut durchfinanziert. Die DEFN-Aktie pendelt derzeit knapp um den Platzierungspreis von 0,26 CAD, damit ist die REE-Liegenschaft mit etwa 63 Mio. CAD bewertet. In der letzten PEA-Studie wurde ein Nettobarwert von 517 Mio. CAD berechnet, das schafft ordentlich Phantasie für interessierte Investoren.

    Borussia Dortmund – Die KI-Bots lagen eher richtig

    Es war eine große Wette – und sie ging schief. Wer für Borussia Dortmund auf Meisterschaft getippt hatte, konnte mit dem schlechten Saisonstart noch gute Quoten einfahren. Aber egal ob man eine 8 zu 1 oder 1,2 zu 1-Wette am Samstag zugunsten des BVB platziert hatte, der Einsatz ging baden. Ebenso abgestürzt ist wieder der BVB-Aktienkurs, der seit Jahresanfang bis zum letzten Freitag gut 80 % zulegen konnte.

    Für die Dortmunder ist die 33. Meisterschaft des FCB Bayern ein Desaster. Wieder einmal war man knapp dran. Besser konnten die Karten im eigenen Stadion gegen den auf Rang 8. platzierten FSV Mainz nicht stehen. Wenn man letzte Woche die bekannte KI-Plattform ChatGPT zum Ausgang der Bundesliga 2022/23 befragt hätte, wäre das Ergebnis zu über 70 % für den FC Bayern ausgefallen, denn hier zählt die Historie bis zum Datenstand 2021.

    Die Borussia Dortmund-Aktie geht nun mit einem Kursverlust von 30 % in die Sommerpause, sie korrigiert von rund 5,9 auf 4,1 EUR. Der Verein wird derzeit mit etwa 473 Mio. EUR an der Börse bewertet, nach 3 Jahren in Folge mit operativen Verlusten zwischen 84 und 101 Mio. EUR erwarten die Analysten auf der Plattform Refinitiv Eikon in 2023 zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis. In der Schluss-Euphorie sollte das Geschäft mit Merchandising und Fanartikeln eigentlich auch einen kleinen Gewinn ermöglichen. Die Aktie ist eine Wette auf zukünftige Titel des BVB, der Zyklus der Investoren dürfte also nach der Sommerpause wieder starten. Vorher ist Konsolidierung angesagt.


    Daten sind heutzutage genauso gefragt, wie strategische Metalle. Wer in der HighTech- oder GreenTech-Industrie vorne dabei sein will, braucht aber beides: Zugang zu Rohstoffen und die nötigen Informationen über Trends in der Gesetzgebung und der öffentlichen Meinung. Künstliche Intelligenz kann helfen, in gewissen Situationen wird sie aber auch scheitern. Palantir ist weit gelaufen, Borussia Dortmund wieder am Boden der Tatsachen. Defense Metals bleibt ein Top-Pick für den Bereich Strategische Metalle.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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