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25.08.2021 | 09:40

Nach Nordex und Traumhaus: aifinyo gewinnt Maschmeyer-Fonds als Investor

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Bildquelle: pixabay.com

Trotz Sommerpause scheinen Investoren bei Kapitalerhöhungen gerne zuzugreifen. Nachdem zuletzt unter anderem Nordex und Traumhaus Kapital zu Wachstumsfinanzierung eingesammelt haben, hat jetzt aifinyo nachgelegt und dabei einen namhaften Investor an Bord geholt. Carsten Maschmeyer, einer der bekanntesten deutschen Unternehmer und Investoren, investiert mehr als 5 Mio. EUR in das B2B-FinTech. Die vom Milliardär – auch bekannt aus der VOX-Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ – gegründete Vermögensverwaltung Paladin hat die Aktien aus der aktuellen Kapitalerhöhung vollständig erworben und hält ab sofort einen Anteil von 5,35% an aifinyo.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: AIFINYO AG INH O.N. | DE000A2G8XP9 , HYPOPORT SE NA O.N. | DE0005493365 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , TRAUMHAUS AG INH O.N. | DE000A2NB7S2

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Inhaltsverzeichnis:


    AIFINYO erschließt Milliardenmarkt

    Das Unternehmen aus Dresden ist in der Vergangenheit mit 20 bis 50% pro Jahr gewachsen und sollte dies auch in den kommenden Jahren schaffen können. Analysten raten zum Kauf und sehen bis zu 50% Kurspotenzial für die aifinyo-Aktie (ISIN DE000A2G8XP9). Mögliche Outsourcing-Deals mit Banken – wie es Hypoport in der Baufinanzierung gelungen ist – und Payment-Lizenzen sorgen für zusätzliches Potenzial.

    Als B2B-FinTech bietet aifinyo kleinen und mittelständischen Unternehmen – so genannten KMUs – eine in Deutschland einzigartige Onlineplattform rund um die Themen Finanzierung, Zahlung und Abwicklung von Rechnungen. Damit spricht aifinyo allein in Deutschland ein Kundenuniversum von rund 4 Mio. Gewerbe- und Firmenkunden (KMUs) an. Wenn diese im Jahr durchschnittlich rund 2.000 EUR für Kontoführung und Finanzierungen ausgeben, liegt das Marktvolumen bei rund 8 Mrd. EUR. Zur Einordnung: aifinyo hat im ersten Halbjahr 2021 mit ca. 1.100 Kunden netto rund 4 Mio. EUR umgesetzt.

    Analysten sehen bis zu 50% Kurspotenzial

    Von den Zukunftsperspektiven sind auch Analysten überzeugt. Nach starken Q2-Zahlen hat SMC Research das Kursziel für die aifinyo-Aktie von 48 EUR auf 50 EUR angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Derzeit notiert die Aktie erst bei rund 30 EUR. Die Experten schätzen, dass der Brutto-Umsatz bis 2024 auf rund 78 Mio. EUR zulegen wird. Da aifinyo wesentliche Investitionen in die Online-Plattform bereits getätigt hat, soll das EBIT überproportional bis auf 10 Mio. EUR klettern. Ähnlich optimistisch sind die Analysten von Warburg. Sie erwarten einen Umsatzanstieg bis 2023 auf rund 76 Mio. EUR und ein EBIT von 8,8 Mio. EUR. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 100 Mio. EUR wird aifinyo damit aktuell mit dem 10- bis 11-fachen EBIT auf Basis 2023 bewertet – nicht zu viel für ein schnell und profitabel wachsendes FinTech dessen Wettbewerber längst nicht profitabel sind. Das Kursziel von Warburg liegt bei 40 EUR.

    Nordex sammelt 389 Millionen ein

    Nordex (ISIN: DE000A0D6554) hatte im Juli eine Kapitalerhöhung in Höhe von 586,15 Mio. EUR durchgeführt. Davon stammten 389,57 Mio. EUR aus einer Barkapitalerhöhung. Weitere 196,58 Mio. EUR aus einer Sacheinlage für die Einbringung von Acciona. "Wir danken unseren Aktionären und unseren Hausbanken für ihr Vertrauen in Nordex. Als führender globaler Turbinenhersteller mit einer robusten Bilanz und dem erfolgreichen Delta4000-Produktportfolio sind wir gut aufgestellt, um das profitable Wachstum der Nordex Group weiter zu forcieren", sagt José Luis Blanco, CEO der Nordex Group. Der Windenergie-Konzern spürt die Auswirkungen der Pandemie durch Verwerfungen an den Rohstoff- und Logistikmärkten. Im ersten Halbjahr 2021 hatte Nordex den Umsatz immerhin von 2,0 Mrd. EUR auf 2,7 Mrd. EUR gesteigert. Auf EBITDA-Basis hat das Unternehmen aus Hamburg 68,4 Mio. EUR Gewinn erzielt nach 70,8 Mio. EUR Verlust im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust wurde zwar reduziert, blieb mit 64 Mio. EUR jedoch deutlich rot. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt: Der Umsatz soll zwischen 4,7 Mrd. EUR und 5,2 Milliarden EUR liegen. Dabei soll eine positive EBITDA-Marge zwischen 4,0 % und 5,5 % erzielt werden.

    Traumhaus will mit mindestens 15 bis 20% wachsen

    Ebenfalls auf Wachstumskurs ist die Traumhaus AG (ISIN: DE000A2NB7S2). Zur Finanzierung der Expansion hat das Immobilienunternehmen 170.312 neue Aktien ausgegeben und damit 2,91 Mio. EUR eingesammelt. Vorstandsvorsitzender Otfried Sinner: "Wir sind mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Auch in Zeiten der Covid-19-Pandemie zeigt sich, dass Traumhaus mit der Spezialisierung auf serielles Bauen gut aufgestellt ist. Eine gute und solide Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 sowie die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 belegen das. Der von Traumhaus bereits gesicherte umfangreiche Grundstücksbestand wird in den kommenden Jahren zu jährlichen Umsatzsteigerungen von durchschnittlich mindestens 15 bis 20% führen.“ Das Unternehmen erwartet, dass sich der Markt im Bauträgergeschäft mittelfristig weiter konsolidieren und von großen umsatzstarken Unternehmen bestimmt wird. Aus der Konsolidierung will man als Gewinner hervorgehen.


    Nordex, aifinyo und Traumhaus haben frische Mittel zu Wachstumsfinanzierung eingesammelt. Jetzt müssen sie zeigen, dass sie das Kapital wertsteigend einsetzen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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