Menü schließen




15.09.2021 | 05:45

JinkoSolar, Defense Metals, Daimler – Nachhaltigkeit nur mit Seltenen Erden

  • Solaranlagen
  • Stromspeicher
  • Batterie
  • Akku
  • E-Mobilität
  • JinkoSolar
  • Defense Metals
  • Daimler
Bildquelle: pixabay.com

In nahezu allen neuen Technologien, wie Smartphones, E-Autos, etc. befinden sich Seltene Erden. Hauptlieferant dafür ist China. Seltene Erden kommen zwar öfter vor, als man denkt, doch wirtschaftlich rentabel ist der Abbau nur selten. Somit besitzt China eine Art Monopolstellung. Mit dem sich anbahnenden Handelsstreit zwischen den USA und China wird immer mehr Leuten klar, dass sich die westlichen Länder um alternative Zugänge zu Seltenen Erden bemühen sollten. Falls China die Exporte begrenzt, würde das schnell zu Engpässen führen. Akkus bzw. Batterien würden schnell rar werden. Aufgrund der Nachhaltigkeitsthemen kann man den erhöhten Bedarf bereits jetzt an den gestiegenen Preisen für die Seltenen Erden ablesen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , DAIMLER AG NA O.N. | DE0007100000

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG
    "[...] Silumina Anodes® ist ein keramisch beschichtetes Graphit/Silizium-Anodenverbundmaterial, das wir in Schwarze Pumpe, Sachsen, produzieren wollen. Hier wollen wir Herstellern von Batterien für E-Autos eine Anwendungsbereite Drop-In Technologie liefern, die günstig, leistungsstark und sicher ist. [...]" Uwe Ahrens, Direktor, Altech Advanced Materials AG

    Zum Interview

     

    JinkoSolar – Zahlen im Blick

    In Deutschland kommt es immer wieder vor, dass man nicht weiß, wohin mit dem gewonnenen Sonnenstrom. Er wird teilweise sogar an Nachbarländer verschenkt, um das Netz nicht zu überlasten. Abhilfe könnten Stromspeicher sein, die den Strom zwischenspeichern, um ihn bei Bedarf abzugeben. Es gibt bereits verschiedene Projekte in Deutschland bei denen viele, zum Teil gebrauchte E-Auto Akkus zu einem 10 Megawatt Stromspeicher zusammengeschlossen wurden. So verlängert sich nicht nur die Lebensdauer der Akkus, sondern wenn die Akkus ihren Dienst getan haben, kann man die enthaltenen Seltenen Erden zusätzlich recyceln.

    Diesen Trend hat das Unternehmen erkannt und am 2. September eine Kooperation mit dem Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology bekanntgegeben, bei der es auch vor allem um Stromspeicherung gehen soll. JinkoSolar stellt heute die Zahlen für das zweite Quartal vor, die mit Spannung erwartet werden. Zuletzt gab es gute Nachrichten rund um den Konzern, so wurde beispielsweise ein Abkommen mit drei Konkurrenten getroffen, in dem sich auf Standards bei den M10-Wafern verständigt wurde. Die Hoffnung ist, dass Standardisierungen auf lange Sicht die Margen erhöhen kann.

    Mit dem Bericht des US Energieministeriums gibt es Hoffnung, dass die USA deutlich mehr als geplant in erneuerbare Energien, vor allem Solarenergie, investieren wird. Die Aktie war zuletzt sehr volatil, hat aktuell einen kleinen Abwärtstrend ausgebildet. Ein Schlusskurs oberhalb von 56 USD könnte eine mögliche Trendwende einläuten. Kurse unterhalb von 35,64 USD würden den Abwärtstrend beschleunigen. Als Anleger sollte man die heutigen Zahlen abwarten.

    Defense Metals – neues Bohrprogramm gestartet

    Physisch kann man schlecht in Seltene Erden investieren. Eine der Möglichkeiten ist es, Aktien von einem Seltene Erden Produzenten zu kaufen. Defense Metals besitzt nachgewiesene Seltene Erden auf ihrem 17qkm großen Wicheeda Rare Earth Projekt, ist aber noch nicht in Produktion. Aus den letzten Bohrergebnissen kann man folgende Daten ziehen: Die Mineralvorkommen umfassen rund 4,9 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 3,02 % LREO (Leichtes Seltene Erden-Oxid) sowie eine abgeleitete Mineralressource von 12,1 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 2,52 % LREE (leichte Seltene Erden).

    Seit dem 8. September hat das Unternehmen die nächste Phase des Bohrprogramms begonnen. Dabei wird auf den letzten Bohrergebnissen aufgebaut und die Planung umfasst 32 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von bis zu 5.000m. Mit den Ergebnissen aus diesen Diamantbohrungen erwartet das Unternehmen die Ressourcen zu erweitern um eine der führenden Lagerstätten in Nordamerika zu werden. CEO Craig Taylor sagte: „Sofern die vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erfolgreich ist, sind wir gut aufgestellt, um die weiteren fortgeschrittenen Wirtschaftlichkeitsberechnungen in Angriff zu nehmen.“

    Von Unternehmensseite geht man offensichtlich von sehr positiven Bohrergebnissen aus, denn man hat bereits am 10. August eine Absichtserklärung mit Sinosteel Equipment & Engineering unterschrieben mit dem Ziel der Durchführung von Verarbeitungstests und Planung und Entwicklung einer möglichen Verarbeitungsanlage. Somit ist das Management auf alles vorbereitet. Die Aktie läuft seit etwa zwei Monaten seitwärts. Mit den neuen Bohrergebnissen könnte Schub in die Aktie kommen.

    Daimler – hohe Rentabilität

    Die Internationale Automobilausstellung liegt hinter Daimler und auch wenn nicht alle vorgestellten Modelle die Automobilliebhaber überzeugten, so zeigt sich das Unternehmen gut vorbereitet auf die Mobilitätswende. Immer mehr Modelle werden elektrifiziert. Das Nadelöhr sind neben dem Chipmangel die Batterien. Um diesem Umstand zu begegnen will Entwicklungsvorstand Schäfer in naher Zukunft Pläne für Batteriefabriken in Europa vorlegen. Mit wem eine Partnerschaft angestrebt wird, ließ er offen.

    Die Zahlen des zweiten Quartals waren überzeugend. Es wurden im Vorjahresvergleich 29% mehr PKWs abgesetzt und so konnte der Umsatz von 18,9 Mrd. EUR auf 28,2 Mrd. EUR gesteigert werden. Das EBIT lag bei über 3,4 Mrd. EUR nach einem Verlust von 1,1 Mrd. EUR im zweiten Quartal des letzten Jahres. Die Rendite lag bei stolzen 12,2%. Diese zweistellige Rentabilität sieht CEO Källenius auch in Zukunft, auch wenn die E-Autos aktuell noch nicht so rentabel sind wie die Verbrenner.

    Für dieses Jahr wird keine Entspannung mehr beim Chipmangel erwartet. Das dürfte die Erwartungen für das kommende Quartalsergebnis senken. Die Aktie hat von 80,41 EUR ausgehend konsolidiert. Die Marke des 200er gleitenden Durchschnitts konnte verteidigt werden und dabei wurde ein doppelter Boden ausgebildet, was als bullish zu werten ist. Die nächste Widerstandszone fängt bei 76 EUR an. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 1,8%.


    Auch wenn vielen Menschen Seltene Erden nicht viel sagen, stecken sie doch in allen möglichen fortschrittlichen Technologien. Für Nachschub muss also gesorgt werden. JinkoSolar wird sicherlich nicht von der Versorgung abgeschnitten, denn das Unternehmen sitzt sozusagen an der Quelle in China. Defense Metals könnte bei positiven Bohrergebnissen bald zum Produzenten werden. Diesen Wert sollte man genau beobachten. Daimler will sich seine eigenen Batterien sichern und mit einem oder mehreren Partnern Fabriken bauen. Solange Seltene Erden in Akkus stecken, sollte dieses Thema auch bei Daimler im Fokus stehen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 28.08.2025 | 03:45

    Nvidia-Zahlen - geht die Hausse weiter? Spannung bieten auch Rheinmetall, Almonty und BYD!

    • Rüstungsindustrie
    • Defense-Aktien
    • kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • E-Mobilität

    Heute werden die Nvidia-Zahlen das Börsengeschehen dominieren. Im Windschatten der 3.000 %-Aktie gibt es natürlich auch andere Protagonisten wie Rheinmetall oder BYD, die in den letzten 3 Jahren auch Vervielfacher produzierten. Beide Unternehmen hatten gute Zahlen gemeldet, aber selbst ein Aktiensplit bei BYD half nicht, die Korrektur nach unten zu verhindern. Almonty Industries hatte sich über ein NASDAQ-Listing 90 Mio. USD in die Kasse geholt und sah sich dann Leerverkäufern ausgesetzt, die jetzt aber ins Zittern geraten. Denn die Konsolidierung scheint vorüber und der Minenstart in Südkorea ist greifbar. Die Börse ist also keine Einbahnstraße, denn immer mehr bestimmen KI-Algos das Handelsgeschehen und versuchen unbedarfte Investoren durch kurzfristige Bewegungen in die falsche Richtung zu jagen. Gut dem, der klaren Kopf bewahrt. Hier ein paar Ideen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 21.07.2025 | 04:45

    150 % mit Gold, Achtung bei Rüstung! BYD, AJN Resources, droht Renk und Steyr der Absturz?

    • Gold
    • Rohstoffe
    • E-Mobilität
    • Rüstung
    • Defense-Aktien

    Die Börse bereitet derzeit Licht und Schatten. Während Rüstung und Defense die Performanceliste klar anführen, stehen auch die Edelmetalle seit einigen Monaten wieder im Fokus. Der Grund: Die Geldentwertung nimmt ein beachtliches Tempo an, denn die Inflationsraten bleiben hoch. Nun gibt es Gerüchte, dass Donald Trump seinen hawkischen Geldwächter Powell loswerden möchte. Die Wall Street glaubt, dass eine „Taube“ demnächst über die Notenbankzinsen bestimmt. Das wäre die nächste Raketenzündung für Aktien. Sicherheitsbetonte Anleger kaufen in diesem Umfeld jedoch vermehrt Gold, bis auf 3.490 USD konnte die Unze bereits in 2025 steigen. Wegen niedriger Förderkosten stehen Projekte in Afrika dabei unvermindert in den Fokus. AJN Resources hat sich gerade refinanziert und positioniert sich in Äthiopien neu. Wo liegen die Chancen für dynamische Investoren?

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 24.04.2025 | 04:45

    Trump gibt nach! Anleger jubilieren mit BYD, Power Metallic, Nio und Deutz

    • Rohstoffe
    • kritische Metalle
    • Kupfer
    • Defense-Aktien
    • Rüstung
    • E-Mobilität

    Es geht rund an den Märkten. „Fast Market“ ruft ein Händler, die Preise oszillieren im Sekundentakt. Bei dieser Schlagzahl an News liegen die Nerven der Investoren blank. Aber: Für besonnene Anleger gibt es jetzt Schnäppchen, die man vor Monaten noch vermisst hat. Doch die Selektion ist nicht einfach, denn neben den Bilanzen der Unternehmen spielt auch die internationale Zollpolitik eine Rolle. Sollten Strafzölle von über 100 % nicht zurückgenommen werden, droht im Automobilsektor sogar ein totaler Marktzusammenbruch. Denn der Konsument am Ende der Kette wird die künstlich aufgeblähten Preise nicht bezahlen wollen und können. Die Konjunktur würde unweigerlich einbrechen. Wir blicken auf stabile Geschäftsmodelle mit mittelfristigen Chancen.

    Zum Kommentar