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01.04.2021 | 05:10

JinkoSolar, Goldseek Resources, Barrick Gold – Ist das der Boden?

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Aktuell stehen viele Technologiewerte nach der erfolgten Korrektur vor wichtigen Marken. Wird der Verlust ausgeweitet oder nehmen die Titel wieder den Lauf nach oben im noch bestehenden Aufwärtstrend auf? An eine entscheidende Marke läuft im Moment auch Gold. Bei einem Durchbruch droht der Bärenmarkt und eine über Monate laufende Bereinigungsphase. Hält die Unterstützung, könnten in diesem Jahr durchaus die alten Höchststände überboten werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA38150J1066 , CA0679011084 , US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures
    "[...] Ein Fokus wird dabei auf Vorkommen in der Nähe der Oberfläche liegen. Das wären gute Argumente für eine schnelle Produktionsentscheidung mit dem kostengünstigen Verfahren der Haufenlaugung. [...]" Brodie Sutherland, CEO, Tocvan Ventures

    Zum Interview

     

    Kurzfristig unter Beschuss

    Die Anleger von Gold müssen aktuell starke Nerven haben. Wer im Oktober 2018 bei 1.200 USD in den Goldmarkt eingestiegen ist, kann noch beruhigt sein, für die kurz- bis mittelfristigen Trader könnten jedoch ungemütliche Zeiten bevorstehen. Aktuell notiert der Goldpreis im Bereich bei 1.680 USD, knapp über seinem Anfang des Monats markierten Tiefs. Ein Fall darunter würde den Kurs auf die wichtige breite Unterstützungszone um 1.645 USD bringen. Sollte diese nachhaltig nach unten durchbrochen werden, dürfte es zu einem deutlichen Ausverkauf beim Goldpreis kommen. Dann nämlich wären wir nicht mehr im Bullen-, sondern im Bärenmarkt, was eine längerfristige Konsolidierung und noch tiefere Kurse zur Folge hätte. Ein Befreiungsschlag nach oben würde dagegen gelingen, wenn die breite Widerstandszone um 1.750 USD zurückerobert werden könnte.

    Sentiment negativ

    Aktuell spricht kurzfristig wenig für das gelbe Edelmetall. So wechseln Anleger trotz der überhitzten Börsen immer noch in den Aktienmarkt, in der Hoffnung, eine höhere Rendite zu ergattern. Die Zuversicht auf ein Ende der Corona-Pandemie und eine sich stark erholende Wirtschaft sind durchaus gute Gründe, um die Sicherheit des Goldmarktes zu verlassen. Die ETF-Bestände für Gold sind auf dem Niveau vor dem Ausbruch der Krise. Auch die Zentralbanken kauften 60% weniger Gold als noch im Jahr zuvor. Langfristig dagegen gibt es vermehrt Gründe für ein Investment in das Metall, dass neben dem sicheren Hafen bei Krisen auch als Kapital- und Inflationsschutz dient.

    So darf man die Signale nicht außer Acht lassen. Historische Höchststände bei der Staatsverschuldung, immer neue, billionenschwere Konjunkturprogramme sowie berechtigte Ängste einer rasch steigenden Inflation sind starke Argumente für ein Investment in Sachwerte, vornehmlich in Edelmetalle wie Gold und Silber. Dazu kommen wieder aufkommende Spannungen zwischen den Großmächten USA und Russland. Zwischen den Vereinigten Staaten und China herrscht seit langem ein Handelskrieg, der aktuell auf Europa überzuschwappen droht.

    Portfolio breit aufstellen

    Die alte Anlageregel von der breiten Streuung Ihres Portfolios gilt noch immer. So sollte immer ein Anteil Gold und Silber im Depot liegen. Neben physischem Gold bieten sich Goldminen, die seit dem vergangenen Sommer korrigieren und langfristig ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen, als Anlagealternative an. Goldseek Resources, ein junges Unternehmen, fährt eine äußerst interessante Strategie. So akquiriert das Management, das eine Ernst & Young-Vergangenheit in der Minenindustrie vorweisen kann, Liegenschaften in bergbaufreundlichen Gebieten, die zudem in der Nachbarschaft von größeren Goldproduzenten liegen und setzt Bohrprogramme auf.
    Nach erfolgreichen Bohrergebnissen sollen diese schließlich im optimalen Fall an den jeweiligen Major weitergegeben werden. Aktuell projektiert Goldseek Resources 5 Projekte, davon vier in der Goldhochburg Quebec und eine Liegenschaft im historisch goldreichen Ontario.

    Das Hemlo-Camp in Ontario liegt lediglich 4 km nördlich der von Barrick Gold betriebenen Hemlo-Mine. Die weiteren vier Projekte in Quebec erfreuen sich ebenfalls einer prominenten Nachbarschaft. So bohrt man beim Detour Gold Trend neben Wallbridge Mining, bei Urban Barry neben Osisko Mining und Bonterra Resources. Osisko Mining hat zudem eine Mine neben dem Projekt Quevillon. Auf allen fünf Liegenschaften laufen derzeit Bohrprogramme, die für 2021 komplett finanziert sind. Ergebnisse werden bei fünft Projekten demnächst erwartet.

    Anfang März gab die Gesellschaft bekannt, einen Optionsvertrag zum vollständigen Erwerb des Projekts Beschefer von Wallbridge Mining abgeschlossen zu haben. Sollte die Option ausgeübt werden, wäre dies das sechste Projekt im Portfolio. Aktuell besitzt das Management 61% der Aktien, 28% sind zudem im festen Besitz von institutionellen Investoren. Der Börsenwert von Goldseek liegt aktuell bei lediglich 6,5 Mio. EUR. Sollte ein Major aus der Nachbarschaft ernsthaftes Kaufinteresse bekunden, liegt in diesem Unternehmen ein extremer Hebel.

    An entscheidender Marke

    Ähnlich wie beim Goldchart sieht es technisch beim chinesischen Solarunternehmen JinkoSolar aus. Nach dem Höchstkurs Mitte Januar bei 77 USD fiel der Wert auf aktuell 43 USD, nur knapp über seiner wichtigen Unterstützungszone bei 40 USD. Sollte diese nachhaltig durchbrochen werden, wären weitere Kursverluste bis auf 25 USD durchaus im Bereich des Möglichen. Fundamental konnte JinkoSolar mit der Vorstellung eines neuen Solarmoduls für dezentrale Photovoltaik-Anlagen glänzen.

    Das Modul „Tiger Pro 54HC“ sei in fünf Versionen mit einer Leistung von 395 bis 415 Watt und einem Wirkungsgrad von 20,28% bis 21,30% erhältlich, teilte der chinesische Modulhersteller mit. Das neue Produkt bestehe aus 108 hocheffizienten, monokristallinen Halbzellen und verfüge über eine maximale Systemspannung von 1.500 Volt. Ein Einstieg in die Aktie ist im Moment aus technischer Sicht nicht zu empfehlen. Allerdings belassen wir den Wert auf der Beobachtungsliste.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



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    Gold hat sich in den vergangenen Quartalen eindrucksvoll zurückgemeldet. Ausufernde geopolitische Konflikte, fragile Lieferketten, eine weiterhin hohe globale Staatsverschuldung sowie expansive Fiskalprogramme in den USA und Europa nähren Zweifel an der langfristigen Stabilität von Papierwährungen. Notenbanken bauen ihre Goldreserven aus, institutionelle Investoren erhöhen strategische Quoten.
    Der Preis notiert nahe historischer Höchststände, und genau hier entsteht ein entscheidender Hebel. Je höher das Preisniveau, desto stärker steigt die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte. Margen weiten sich überproportional aus, Amortisationszeiten verkürzen sich, interne Renditen schnellen nach oben. Entwickler mit fortgeschrittenen Projekten, wie Desert Gold Ventures, rücken damit verstärkt in den Fokus des Kapitalmarkts.

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    • Mali
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    • Exploration

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