Menü schließen




04.03.2022 | 06:07

K+S, Phoenix Copper, Barrick Gold – Rohstoffe als Depot-Booster

  • K+S
  • Phoenix Copper
  • Barrick Gold
  • Weizen
  • Düngemittel
  • Kupfer
  • Gold
  • Silber
  • Blei
  • Zink
  • Wolfram
  • Kobalt
Bildquelle: pixabay.com

Schon im vergangenen Jahr gingen die Preise für Rohstoffe durch die Decke. Zum einen weil sich die Weltwirtschaft schneller erholte als gedacht, zum anderen weil die Nachfrage nach Kupfer beispielsweise durch das Umschwenken der Automobilindustrie deutlich anzog. Jetzt werden die Rohstoffe wieder knapp, da Russland als Exporteur von Rohstoffen zum Teil komplett ausfällt. Damit hängt das Angebot der Nachfrage hinterher und die Folge sind steigende Preise. Vor allem bei Öl, Gas und Weizen rechnet man mit einer deutlichen Verknappung des Angebots. Wir stellen heute drei spannende Rohstoffunternehmen vor, die von der Krise profitieren könnten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , PHOENIX COPPER LTD. | VGG7060R1139 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    K+S – starkes Jahr voraus

    Jetzt wo Russland als großer Exporteur von Weizen wegfällt, benötigt man eine Alternative. Will man mehr Weizen ernten, kann man auf Düngemittel zurückgreifen. Dabei ist vor allem an K+S zu denken, die 2021 eine beeindruckende Performance hingelegt haben. Mehr als 120% konnten die Anteilsscheine zulegen und ein Abbruch des Trends ist unwahrscheinlich, denn die anderen Weizenproduzenten müssen die Lücke so gut es geht schließen. Schon im letzten Jahr kam es aufgrund von Unwettern zu Ernteausfällen, was den Kalipreis in die Höhe schnellen ließ.

    Dieser hohe Preis versetzt den Konzern in die Lage, einen deutlichen Ergebnisanstieg zu prognostizieren und das, obwohl die Energie- und Logistikkosten deutlich gestiegen sind. Das Management erwartet ein EBITDA zwischen 1,6 und 1,9 Mrd. EUR. Damit wäre das schon sehr gute operative Ergebnis aus 2021 dann fast verdoppelt. Ganz nebenbei konnte das Unternehmen seine Schulden deutlich reduzieren und ist somit für die Zukunft gut gerüstet.

    Positiv wirken sich sicherlich auch die Sanktionen gegen Belarus aus, die aufrecht erhalten bleiben dürften. Bei den Paralympics haben neben den Russen nun auch die Athleten aus Belarus keinen Zugang mehr. In Belarus ist einer der größten Kalihersteller weltweit ansässig. Profitiert hat davon auch der kanadische Konkurrent Nutrien, der in diesem Jahr von einem Rekordabsatz ausgeht. Die Aktie des Kasseler Düngemittelherstellers notiert aktuell bei 22,94 EUR und hat sich von der schlechten Gemengelage im DAX-Umfeld nicht anstecken lassen, sondern wurde lediglich gebremst.

    Phoenix Copper – vor Produktionsstart

    Die weltweite Elektrifizierung schreitet immer weiter voran und mehr Menschen haben Zugang zu Strom. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Kupfer ideal für den Transport von Strom geeignet. Durch die Revolution in der Automobilindustrie - weg vom Verbrennermotor hin zu den Elektrofahrzeugen - ist die Nachfrage noch einmal deutlich gestiegen. In einem E-Auto werden 3-4 mal soviel Kupfer benötigt wie in den Verbrennerfahrzeugen. Phoenix Copper Limited kann dabei helfen, die Nachfrage in Zukunft zu befriedigen. Das Unternehmen besitzt drei Explorationsprojekte in Idaho namens Red Star, Borah Resources und Navarre Creek, auf denen Rohstoffe wie Gold, Silber, Blei, Zink, Kupfer und Kobalt vorhanden sind. Das Flaggschiff ist aber das Empire Projekt, das auf dem Weg zur Produktion ist.

    Seit 2017 besitzt das Unternehmen 80% Anteile an dem Projekt, auf dem historisch Kupfer, Zink, Gold und Silber abgebaut wurden. Insgesamt wurden 445 Bohrlöcher niedergebracht und Ressourcen in Höhe von 129.641 Tonnen Kupfer, 58.440 Tonnen Zink, 10.133.772 Unzen Silber und 355.523 Unzen Gold abgeleitet. Zusätzlich gibt es Wolfram und Molybdän auf der fast 29qkm großen Liegenschaft. Laut dem beratenden Geologen ist gerade einmal 1% des Erzsystems exploriert. Der Betriebsplan für die Mine wurde im Juni letzten Jahres eingereicht und 2023 soll die Mine ihren Betrieb aufnehmen. Die Kosten belaufen sich auf 52,6 Mio. USD und sollten sich in zwei Jahren amortisiert haben. Auf dem International Investment Forum präsentierte CFO Richard Wilkins das Unternehmen und stellte für das erste Jahr einen Nettoumsatz in Höhe von 90 Mio. USD, 56 Mio. USD EBITDA sowie 43 Mio. USD Cashflow nach Steuern in Aussicht. Hier der Mitschnitt.

    Am 16. Februar veröffentlichte SISM Research seine Analyse zum Unternehmen. Als Kursziel für die nächsten 12 Monate wurde 1,72 EUR herausgegeben und eine spekulative Kaufempfehlung ausgesprochen. Das Unternehmen verfügt aktuell über etwa 15 Mio. USD Cash und ist damit finanziell gut aufgestellt. Die Aktie, die in Stuttgart, Frankfurt, London und den USA gehandelt wird, notiert aktuell bei 0,60 EUR. Das Hoch aus 2021 lag bei 0,92 EUR. Die Aktie bietet als noch einiges an Aufwärtspotential und ist diversifiziert aufgestellt.

    Barrick Gold – Goldpreis beflügelt

    Lange Zeit hing die Aktie von Barrick Gold durch. Es hieß, in dem Wert gäbe es zu wenig Fantasie. Selbst als die Inflation in den letzten Monaten immer weiter anstieg, konnte sich die Aktie nicht aus der Lethargie befreien. Seit der Ukraine-Krise, fallenden Indizes und schwächelnden Kryptowährungen konnte sich der Goldpreis aus seiner Seitwärtsphase befreien. Profiteur davon ist naturgemäß Barrick Gold, einer der größten Goldproduzenten weltweit. Die vorgestellten Jahreszahlen lagen im Plan, trotz einiger Corona-Schwierigkeiten und Naturkatastrophen.

    Neben Gold ist das Unternehmen vor allem in der Kupferproduktion gut aufgestellt, auch wenn die Produktion um 9% im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen ist. Insgesamt wurden 415 Mio. Pfund Kupfer produziert. Die Kupferproduktion lag im vierten Quartal aber 11-13% über der des dritten Quartals. Man sollte die ersten Quartalszahlen 2022 abwarten, um zu schauen, ob sich der Trend fortsetzt. Bei Gold soll die Produktionsmenge 2022 zwischen 4,2 und 4,6 Mio. Unzen liegen. Beim Kupfer werden zwischen 420 und 470 Mio. Pfund erwartet. Aufgrund der höheren Energie- und Logistikkosten rechnet der Konzern mit einer Steigerung der Produktionskosten.

    Die Analysten erwarten daher, dass der Gewinn des Unternehmens zurückgehen wird. Man prognostiziert einen Rückgang von etwa 10%. Allerdings sollte man beachten, dass Barrick bei seinen Schätzungen mit einem Goldpreis von 1.700 USD und 4 USD je Pfund Kupfer rechnet. Aktuell liegen beide Werte deutlich über diesen Grundlagen, so dass die Analysten hier falsch liegen könnten. Es könnte einen ähnlichen Effekt wie bei K+S geben, dass die Kosten mehr als aufgefangen werden von deutlich höheren Rohstoffpreisen. Die Aktie notiert bei 23,15 USD und ist damit nach oben ausgebrochen.


    Keiner weiß, wie lange die Ukraine-Krise anhalten wird, aber Rohstoffe bleiben knapp. Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, die Zugang zu Strom wollen und dazu ist Kupfer unverzichtbar. Fallen die Sanktionen gegen Belarus, würde das K+S schaden. Doch davon ist bis auf weiteres nicht auszugehen. Mit Phoenix Copper steht ein weiterer Kupferproduzent in den Startlöchern. Sobald die Mine an den Start geht, wird man die Aktie nicht mehr für den heutigen günstigen Preis kaufen können. Barrick Gold hat Gold als Inflationsschutz und Kupfer als Metall für die Zukunft der Automobilindustrie. Zusätzlich zur Kursfantasie gibt es eine Dividende.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 05.04.2024 | 06:10

    Desert Gold Ventures, Barrick, Intel Aktie - Stagflation in den USA als Goldpreisturbo?

    • Gold
    • Asset Management
    • Halbleiter
    • Exploration

    Gold erreicht erneut ein Rekordniveau von über 2.300 USD pro Unze. Investoren wetten, dass die US-Zentralbank Federal Reserve in diesem Jahr noch die Zinssätze senken wird. Schon seit Mitte Februar befindet sich Gold im Aufwärtstrend. Zum einen hat es den Ruf, seinen Wert während Inflationsphasen zu halten oder zu steigern. Zum anderen wird es als Werterhalt angesehen, sollte FIAT-Geld erheblich entwertet werden - schließlich gilt Gold seit Jahrtausenden als Währung. Für Desert Gold Ventures stimmt das Timing, um sein Explorationsbohrungsprogramm in Afrika erfolgreich abzuschließen. Die Nachfrage nach dem Edelmetall ist ungebremst. Gute Zeiten für Gold-Explorer und -Produzenten. Barrick CEO Mark Bristow vermutet eine Stagflation in den USA, die dazu führt, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Abnehmende Wirtschaft und steigende Inflation? Kein gutes Umfeld für US-Amerikanische Firmen. Wer den Anschluss zu verpassen scheint, ist Intel. Das Unternehmen gab diese Woche eine Gewinnwarnung heraus. Was Stagflation und Goldpreis für Investoren bedeuten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 02.04.2024 | 05:10

    Glencore, Almonty Industries, Albemarle - Rohstoffe vor dem Rebound

    • Rohstoffe
    • Rebound
    • Lithium
    • Kupfer
    • Wolfram

    Das erste Quartal des Börsenjahres 2024 ist bereits Geschichte und verlief, entgegen vieler Störfaktoren besser als von vielen erwartet. So erreichte der deutsche Leitindex DAX einen Zuwachs von knapp 11 % und notiert auf einem neuen Allzeithoch. Auch das Edelmetall Gold erreichte per Quartalsende mit 2.233 USD je Unze den höchsten Stand seiner Geschichte. Dagegen hängen wichtige Rohstoffe, die für die Klima- und Zeitenwende benötigt werden, zurück. Nach monatelangen Bodenbildungsphasen bieten sich bei Kupfer, Wolfram oder Lithium auf aktuellem Niveau attraktive Einstiegsmöglichkeiten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 20.03.2024 | 06:00

    RWE, Almonty Industries, Nel ASA – emissionsfreie Energie als Booster für`s Depot?

    • RWE
    • Almonty Industries
    • Nel ASA
    • Strom
    • Energie
    • Erneuerbare Energien
    • Wolfram
    • Wolframoxid
    • Wolframmine
    • Molybdän
    • Wasserstoff
    • grüner Wasserstoff
    • Elektrolyseur

    Die Suche nach einer emissionsfreien Energiezukunft ist eines der dringendsten Unterfangen unserer Zeit. Angesichts zunehmender klimatischer Herausforderungen und der wachsenden Notwendigkeit, den globalen Kohlenstoffausstoß drastisch zu reduzieren, rücken innovative Energielösungen in den Fokus der wissenschaftlichen und öffentlichen Aufmerksamkeit. Im Herzen dieser energiewirtschaftlichen Revolution stehen drei Schlüsseltechnologien: Fusionsreaktoren, erneuerbare Energien und Wasserstoff. Diese drei Technologiefelder bilden die Eckpfeiler einer emissionsfreien Energiezukunft. Sie versprechen nicht nur eine nachhaltige Energieversorgung, sondern auch die Transformation unserer Energiesysteme hin zu größerer Effizienz, Sicherheit und Klimaverträglichkeit.

    Zum Kommentar