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17.05.2019 | 14:50

Lufthansa, EasyJet, Ryanair - in höheren Lüften knistert es gewaltig

  • Luftfahrt
  • Unternehmen
Bildquelle: pixabay.com

Hat sich die Luftfahrtbranche lange in sonnigen Höhen wohl gefüllt, so ist die Landung aktuell alles andere als weich. Von der Lufthansa über Ryanair und nun auch EasyJet häufen sich die Hiobsbotschaften. Der Wettbewerb wird immer härter und auch der höhere Öl-Preis sorgt für gestiegene Treibstoffkosten. Die technischen Probleme und der Vertrauensverlust durch den Flugzeugbauer Boeing kommen als Krönung noch hinzu.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE0008232125

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Vervierfachung des Verlustes

Die oben genannten Punkte haben jetzt auch bei EasyJet das Ergebnis verhagelt. Teurer Sprit, sinkende Flugpreise haben das Winterhalbjahr komplett verhagelt. Der Verlust nach sechs Monaten beträgt bis Ende März über 218 Mio. GBP, das ist ein Anstieg um den Faktor 4 zum Vorjahr. CEO Johan Lundgren geizte auch beim Ausblick nicht mit Trübsal und schob u.a. den Brexit als großen Unsicherheitsfaktor vor. Für was dieser nicht alles herhalten muss. An das strukturelle Problem scheint, zumindest verbal, niemand so richtig ran zu wollen. Eventuell entfallen da auch derzeit vernünftige Lösungsansätze.

Lufthansa schlug in dieselbe Kerbe

Mit einer Einschränkung gab es bereits dieselben Argumente von der Lufthansa zu hören, jedoch gibt es mit Eurowings einen zusätzlichen Kostenfaktor. Sie erwirtschaftete im Quartal nur ein Fünftel der Erlöse aller Töchter, sorgte aber bereits für drei Viertel des operativen Verlustes, der bei 336 Mio. Euro lag. Zusätzlich geht die Lufthansa auch nicht davon aus, dass Kerosin in naher Zukunft wieder günstiger zu haben sein wird, ganz im Gegenteil: Man befürchtet 700 Mio. Euro Mehrkosten. Dass Investoren gerade einen großen Bogen um Airlines machen, darf vor diesem Hintergrund nicht überraschen. Es wird bei der Lufthansa wie immer auf das Timing ankommen, um die Aktie günstig einzusammeln. Viele sehen bei 17 Euro bereits einen Boden, eventuell mag das auf Sicht von 2020 noch etwas zu teuer erscheinen. Der Markt wird es zeigen. Es mag Zufall sein, dass sich der Konzern gerade jetzt um einen Verkauf der LSG bemüht.

Sexy-Alternativen in der Flugfahrt: Nimm Dir ein Taxi

Nicht nur Airbus denkt mittlerweile in anderen Richtungen. Kleines Beispiel? Der Luftraum über Ingolstadt soll in naher Zukunft bis zu vier Personen via elektronischem City-Airbus von a nach b transportieren. Die ersten Probeflüge werden in den kommenden Monaten auf dem Flugplatz in Manching erwartet.

Kennen Sie Daniel Wiegand oder Sebastian Born? Nein? Zusammen mit zwei weiteren Partnern hat man das Startup Lilium gegründet. Das Ziel war ebenfalls ein elektronisches Flugtaxi zu entwickeln. Anfang 4. Mai war es soweit: Vom Sonderflughafen Oberpfaffenhofen konnten die staunenden Gäste einen 40 Sekündigen Testflug beobachten. Lilium will bis 2024 die offizielle Zulassung ihrer 300 km/h schnellen Flugtaxis erreichen. Zunächst sollen sie von einem Piloten gesteuert werden, später auch autonom fliegen können.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  3. Startup – Ein Startup ist eine Unternehmensgründung mit einem innovativen Geschäftsmodell.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Unabhängig von der Diskussion darüber, wer nun die Grenze zum Weltall überschritten hat, haben alle touristischen Weltraumflüge eines gemeinsam – Klimaneutralität spielt angesichts der überschaubaren Nachfrage und horrender Ticketpreise wohl keine nachhaltige Rolle für die Initiatoren. Der wohlhabende Reisegast ist schließlich in der Minderzahl und so lässt sich dann auch ein „Anti-Klima-Flug“ mit dem Dienst am Fortschritt begründen. Auch der Betrieb eines V8-Motors im Ford Mustang kitzelt dem Betreiber sicherlich eine passende Rechtfertigung für seine Handlung heraus. Wie wäre es mit dieser: Die dauerhafte Pflege eines Oldtimers spart im Vergleich zum Neukauf eines batteriegetriebenen Fahrzeugs viele tausend Tonnen CO2 ein. Das ist wohl korrekt, also hoffentlich hält der besagte Mustang auch noch die nächsten 30 Jahre. Wir richten den Blick auf fliegende Geschäftsmodelle.

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