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13.09.2023 | 06:20

Mercedes-Benz, Manuka Resources, Nordex – wie Vanadium die Energiewende voranbringt

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Bildquelle: pixabay.com

Vanadium, ein chemisches Element, spielt in zahlreichen Industriezweigen eine wichtige Rolle, wobei vor allem in den Bereichen Windenergie und Elektrofahrzeuge eine hohe Nachfrage besteht. Seine außergewöhnlichen Eigenschaften machen es zu einer idealen Wahl für diese Branchen. Als Metalllegierung erhöht Vanadium die Festigkeit und Haltbarkeit von Stahl erheblich, was es zum perfekten Material für die Herstellung von Windkraftanlagen und Elektrofahrzeugen macht. Außerdem wird Vanadium in Batterien eingesetzt, um eine höhere Energiedichte und eine längere Lebensdauer zu erreichen. Vanadium wird daher zunehmend als entscheidender Rohstoff für die Gestaltung der Zukunft der Energie- und Mobilitätsversorgung anerkannt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , Manuka Resources Limited | AU0000090292 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

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Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz – zielt auf den Premium Bereich ab

    Ola Källenius sagte bei der Vorstellung des Konzeptfahrzeugs Vision EQXX: „Wir werden weltweit die attraktivsten E-Autos bauen.“ Damit ist die Messlatte hoch gelegt. Und den Worten folgten auch Taten. Das Fahrzeug legte auf dem Weg von Sindelfingen an die Côte d’Azur mit einer Akkuladung mehr als 1.000 km zurück. Gerade im Bereich Akku wird weltweit geforscht, um die Probleme der Elektromobilität deutlich zu verringern. Ein Schlüssel dazu könnte Vanadium sein. Der Rohstoff hält immer mehr Einzug in die Akkus, oder als Energiespeicher in die Vanadium-Redux-Flow-Batterien.

    Mercedes ist also auf einem guten Weg, auch wenn die Fortschritte aus dem Konzeptfahrzeug noch nicht in der Serienproduktion zu finden sind. Operativ läuft es trotzdem gut. Im 2. Quartal 2023 stieg das EBIT von Mercedes-Benz um 8 % auf 5,0 Mrd. EUR im Vergleich zu 4,6 Mrd. EUR im Vorjahresquartal. Der Umsatz erhöhte sich um 5 % auf 38,2 Mrd. EUR gegenüber 36,4 Mrd. EUR im 2. Quartal 2022. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch den Absatz von Pkw und Premium-Vans sowie effizienter Kostenkontrolle erzielt. Der Absatz bei den Elektrofahrzeugen stieg um 96 % im Vorjahresvergleich.

    Die Konzentration auf den Premiumbereich zahlt sich bisher für den Konzern aus. Die internationale Automobil-Ausstellung, die bis zum 10. September in München stattfand, konnte in diesem Jahr nicht für neuen Schwung in der Aktie sorgen. Seit der Ausbildung des Doppel-Tops im Juni bei rund 76 EUR geht es abwärts für die Aktie. Derzeit notiert der Titel bei 66,69 EUR. Das Tief bei 64,51 EUR aus Mai sollte für Support sorgen. Die Analysten von J.P. Morgan, Berenberg und Bernstein Research haben im September Kaufempfehlungen für die Aktie mit Kurszielen zwischen 83 und 90 EUR herausgegeben.

    Manuka Resources – Goldressource upgedatet

    Seitdem Manuka Resources die Goldproduktion von Mt Boppy wieder Mitte Juni aufgenommen hat, tut sich einiges. Am 7. August konnte das Unternehmen seine dritte zahlbare Goldlieferung an die ABC-Raffinerie vermelden. Die Lieferungen sollen seitdem wöchentlich erfolgen, bestückt mit dem Material seines Goldprojekts, dass Manuka in seiner eigenen Anlage verarbeitet. Bei der Verarbeitung des Materials wird Gold mit einem Anteil von mehr als 77 % gewonnen. Bis Ende Juli wurden insgesamt 96.060 t Abfall- und ROM-Material gesiebt und es wird erwartet, dass die Projektziele von 350 bis 450 Unzen Gold pro Woche erreicht werden können.

    Am 24. August wurden die gesamten Goldressourcen bei Mt Boppy um 360 % gesteigert, einschließlich einer Steigerung der nachgewiesenen und angedeuteten Ressourcen um 79 %. Die Mineralressource beläuft sich damit auf 160.100 Unzen Gold bei einem Gehalt von 2,01 g/t. Die Aufstockung ist das Ergebnis von Großprobenentnahme und Siebungsbewertung von Gesteinshalden. Es besteht auch Potenzial für weiteres Ressourcenwachstum durch Tiefenerweiterungen von Mt Boppy. Mit den laufenden Goldeinnahmen hat das Unternehmen die Voraussetzung geschaffen ihr Wonawinta Silber- und Basismetallprojekt und das Offshore Taranak Vanadium Titaniferous Iron Sands Projekt weiterzuentwickeln.

    Vor allem Letzteres ist hochspannend da die Veröffentlichung der Vanadium-Ressource zeigt, dass es sich um eines der größten gebohrten Vanadium-Projekte weltweit handelt. Das Projekt verfügt über eine erteilte Bergbaulizenz und befindet sich in dem niedrigsten Quartil der Produktionskosten für Eisenerz. Das Unternehmen wartet auf die Wiederausstellung seiner Umweltgenehmigung bevor es seine bankfähige Machbarkeitsstudie abschließt. Am 8. September konnte das Unternehmen seine bestehende Kreditfazilität mit TransAsia Private Capital verlängern. Die Aktie kostet derzeit 0,05 AUD und damit mehr als 50 % unter ihrem Höchststand von 0,11 AUD in diesem Jahr.

    Manuka Resources präsentiert auf dem nächsten IIF

    Nordex – zuletzt mit 3 Großaufträgen

    Vanadium kann in der Windkraftindustrie für die Herstellung von Stahllegierungen und Redox-Flow-Batterien eingesetzt werden. Die Stahllegierungen sind widerstandsfähig gegen Ermüdung und Korrosion und können das Gewicht von Windturbinen reduzieren, was zu einer höheren Effizienz und niedrigeren Kosten führt. Vanadium-Redox-Flow-Batterien können überschüssige Energie speichern, die bei Windstille oder geringer Windgeschwindigkeit erzeugt wird. Die Verwendung von Vanadium in der Windkraftindustrie könnte dazu beitragen, das die Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz gelingt. Die Unterstützung aus der Politik ist Nordex sicher.

    Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit mit schwachen Margen zu kämpfen. In diesem Bereich geht es langsam aufwärts wie aus den Q2 Zahlen zu entnehmen ist. 1,6 GW an Aufträgen kamen in den 3 Monaten herein. Die Bruttomarge lag bei 12,1 % und nach einer negativen EBITDA-Marge wurde der Break-Even im 2. Quartal erreicht. Die Auftragsbücher sind mit 6,4 Mrd. EUR für Turbinen und 3,8 Mrd. EUR für Dienstleistungen voll. Die meisten Aufträge generierte der Konzern in Europa. Im 1. Halbjahr lag das Umsatzwachstum bei 30 %, oder 2,8 Mrd. EUR. Auch bei den Installationen konnte man zulegen und erreichte 3,1 GW in den ersten 6 Monaten.

    Seit den Zahlen gab es 3 große Aufträge- Der größte mit 280 MW stammt aus Kanada, gefolgt von der Türkei mit 189 MW. Die neueste Bestellung stammt aus Deutschland und umfasst 180 MW. Man kann davon ausgehen, dass die neueren Projekte höhere Margen haben werden als die alten. Generell sind die Zeiten für Windkraft schwierig. Zuletzt hatte Ørsted große Abschreibungen auf sein US-Portfolio angekündigt. Das hat auch die Aktie von Nordex nach unten gezogen. Positiv ist allerdings, dass der Support bei 10 EUR gehalten hat. Von dort ging es bis auf aktuell 10,73 EUR nach oben.


    Die Energiewende wird für einen großen Rohstoffbedarf sorgen. Dabei kommt alten Rohstoffen plötzlich eine neue Bedeutung zu und die Nachfrage wird schneller steigen als das Angebot. Das trifft wahrscheinlich auch auf Vanadium zu. Das wird vermehrt in Akkus für Elektrofahrzeuge eingesetzt. Mercedes-Benz ist im Bereich der Reichweite bei Elektroautos derzeit führend, auch wenn die Technologie noch nicht serienreif ist. Manuka Resources produziert Gold und hat ein großes Silber Asset. Doch die Perle ist das Vanadium Eisensand Projekt. Hier könnte für die Zukunft ein großer Vanadium Produzent entstehen. Nordex kämpft nach wie vor mit einem Margenproblem. Es scheint aber erste Anzeichen zu geben, dass der Konzern hier den Turnaround schaffen könnte.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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