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20.09.2019 | 14:50

NEL ASA oder dynaCERT Inc. – welche Wasserstoffperle hat mehr disruptives Potenzial?

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Im dritten Quartal 2019 hat das Thema Wasserstoff zunehmend die Investoren, Medien und Politik erreicht. Vor dem Hintergrund, dass es im Zusammenhang mit Elektromobilität und Wasserstoff-Brennstoffzellen vor allem an einer nötigen Infrastruktur mangelt, konnten besonders zwei Unternehmen großes Interesse am Kapitalmarkt erleben und Phasenweise lukrative Kursschübe vorweisen. NEL aus Norwegen liefert Anlagen für die Wasserstoff-Versorgung und dynaCERT aus Kanada liefert Geräte, die nach Bedarf Wasserstoff produzieren und damit Diesel sparen. Welches Unternehmen hat mehr Potenzial für Investoren? GBC Research hat heute eine umfangreiche Studie mit detaillierten Szenarien veröffentlicht, die vom Zeitpunkt mit der Verabschiedung des Klimapaketes der GroKo hätte kaum besser gewählt sein können.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose

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Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Infrastrukturbauer mit eingepreister Phantasie

NEL aus Norwegen entwickelt und vertreibt Anlagen für die Herstellung von Wasserstoff. Diese Anlagen können für den Aufbau eines Tankstellennetzes für Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Technik zum Einsatz kommen. Das Unternehmen ist an der Börse mit einem Wert von rund 1 Mrd. EUR bewertet und vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft in den Halbjahreszahlen einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 24,8 Mio. EUR auf 24,4 Mio. EUR veröffentlichte, sind die Erwartungen in die Zukunft offensichtlich hoch.

Darüber hinaus wurden die Verluste im Vergleichsreitraum von -6,9 Mio. EUR auf -14,4 Mio. EUR ausgeweitet, was einem Anstieg der Verluste pro Aktie von -0,069 auf -0,121 EUR entspricht. Zum Stichtag der Halbjahresbilanz hatte NEL noch 69,8 Mio. EUR Cash in der Kasse.

GBC Research mit Rating und Kursziel

Die Analysten von GBC Research haben heute eine Studie über dynaCERT veröffentlicht und dabei die Technologie des Unternehmens sowie das Marktpotenzial auf den Prüfstand gestellt. Die innovative Wasserstoff-Technologie von dynaCERT produziert dezentral auf Bedarf und ohne Lagerung am Dieselmotor Wasserstoff, der dann zu einem Rückgang des Treibstoffverbrauches führt. Die Geräte sind zur Nachrüstung erhältlich und versprechen je nach Anwendung eine Amortisation der Anschaffungskosten von innerhalb rund eines Jahres.

Die Analysten gehen in ihren Bericht umfassend auf die Technologie und das Marktpotenzial ein und stellen im Zusammenhang mit einer Kaufempfehlung ein Kursziel von 1,30 EUR in Aussicht. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 0,35 EUR beträgt der Börsenwert rund 100 Mio. EUR.

Kraftfahrt-Bundesamt erteilt Grünes Licht

Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt hat kürzlich die Allgemeine Betriebserlaubnis für die Wasserstoff-Technologie HydraGEN von dynaCERT ausgestellt und damit den Verkaufsstart der Geräte in der EU auf den Weg gebracht. Vor dem Hintergrund des Umweltschutzes spielen Senkung des Verbrauchs von Treibstoff und Rückgang der Emissionen von Schadstoffen eine wichtige Rolle, so auch die schwarz-rote Bundesregierung in ihrem Klimapaket.

Der Anreiz für Speditionen und Flottenbetreiber ist groß, denn durch die HydraGEN Technologie können die Nutzer beim Umweltschutz Geld sparen und die Emissionseinsparung belegen. Seit diesem Jahr sind die Geräte von dynaCERT aus der Serienfertigung zur Nachrüstung verfügbar - ein wesentlicher Vorteil gegenüber kostspieligem Ersatz von Fahrzeugen und eines Netzaufbaus.

Die Aktie von dynaCERT stieg im dritten Quartal rund 100% und die Aktie von NEL legte um rund 10% zu. Laut GBC ist der Kursanstieg von dynaCERT noch nicht das Ende der Fahnenstange und bis zum Erreichen des Kursziels von 1,30 EUR sind noch fast 1 EUR bzw. rund 270% Luft nach oben.

Die vollständige Studie von GBC Research ist hier erhältlich:
more-ir.de/d/19029.pdf


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 08.04.2021 | 04:48

NEL, dynaCERT, Fuelcell Energy – Wasserstoff die zweite Welle!

  • Wasserstoff

Der Wasserstoff-Hype geht in die zweite Welle. Grund ist sicherlich die aktuelle Beschlussvorlage des Joe Biden-Pakets zugunsten der weltweiten Klimaziele. Diese beinhaltet eine Investitionssumme von mehreren hundert Milliarden US-Dollar zur Senkung der klimaschädlichen Emissionen. Ob hierbei stärker die Batterie- oder die Wasserstofftechnologie zum Zuge kommt, wird der Markt entscheiden, wichtig ist nur die schnelle Freigabe der Mittel für den Start der Forschungsprojekte. Die Zeit drängt, denn die Pandemie hat viele Branchen ins Abseits bugsiert, gerade die Transportbranche lebt vom Warenumsatz und der soll in Zukunft ohne negative Umwelteinflüsse von statten gehen.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 25.03.2021 | 05:10

Linde, Royal Helium, Air Liquide – Zwei Wasserstoff, ein Helium. Alles da für eine explosive Mischung!

  • Helium
  • Wasserstoff
  • Energie

Kernfusion ist das Stichwort der Zukunft. Technisch werden dabei zwei Wasserstoffatome zu einem Heliumkern verschmolzen. Was auf der Sonne im großen Maßstab problemlos möglich ist (tatsächlich werden dort jede Sekunde 564 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium fusioniert), bleibt bei uns leider noch Zukunftsmusik. Das bedeutet: 1. Leider können wir noch keinen Strom aus Kernfusion erzeugen, darum müssen wir die Energiewende weiterhin mit etablierten nachhaltigen Technologien wie Wind-, Solar- und Wasserkraft schaffen. Dabei wird Wasserstoff als Energiespeicher und Übertragungsmedium eine herausragende Rolle spielen. Und 2. Helium wird auch auf absehbare Zeit nicht anders als durch klassische Förderung im industriellen Maßstab zu erzeugen sein. Folgende drei Unternehmen sollten kräftig von der Energiewende profitieren.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 24.03.2021 | 04:50

Siemens Energy, Enapter, ThyssenKrupp – Wasserstoff oder Batterie? Egal! Warum diese Unternehmen in jedem Fall profitieren werden!

  • Wasserstoff
  • Investments

Die starken Kursschwankungen bei Wasserstoffaktien zeugen von einem aktuellen Glaubenskrieg rund um das häufigste Element auf unserem Planeten, das auch gleichzeitig das am einfachsten aufgebaute ist: ein Proton, ein Elektron. So schön simpel kann Perfektion sein. Und doch steckt darin das Potential unsere Gesellschaft von Grund auf zu ändern – die Sonne macht es vor. Zugegeben, aktuell stehen wir noch am Anfang dieser Entwicklung. Im kurzfristigen Fokus des Kapitalmarktes stehen eher die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Elements. Dabei blicken viele Investoren auf das Thema Mobilität. Was wird sich durchsetzen? Batterien? Oder doch Wasserstoff? Eine mögliche Antwort gab jüngst die VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton SE: ein salomonisches „beides“. Batterien für den Langstreckenverkehr, Wasserstoff bspw. für Busse, die nicht lange zwischendurch nachladen können. Doch Wasserstoff kommt noch für viele weitere Anwendungsbereiche eine große Bedeutung zu. Darum wird die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff als Energieträger in den nächsten Jahren in jedem Fall massiv zunehmen. So sieht Aurora Energy Research bis 2050 eine Verachtfachung der Wasserstoffnachfrage auf 2.500 TWh pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresumsatz von mehr als 120 Mrd. Euro. Folgende Unternehmen dürften von dem Boom ganz unabhängig von der Entwicklung der Elektromobilität profitieren.

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