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02.10.2025 | 06:00

NetraMark Holdings, Evotec, Sartorius – Milliardengeschäfte im Blick!

  • KI
  • Innovationen
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  • Biotech
  • Klinische Studien
Bildquelle: pixabay.com

Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen sind mittlerweile in fast allen Branchen wichtige Schrittmacher. Wenn Pharmaunternehmen ein Medikament bis zur Marktreife entwickelt haben, sprudeln die Gewinne. Aber nur wenige Wirkstoffe, die in klinische Studien eintreten, schaffen es bis zur Zulassung. Es ist somit ein langer, riskanter und ein teurer Prozess. Der Einsatz von KI kann helfen, Risiken deutlich zu minimieren. Wir werfen einen Blick auf die Potenziale KI-basierter Strategien bei den etablierten Playern Evotec und Sartorius. Besonders spannend ist der innovative Ansatz der kanadischen NetraMark Holdings.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , SARTORIUS AG VZO O.N. | DE0007165631

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Inhaltsverzeichnis:


    NetraMark Holdings - KI soll klinische Studien sicherer machen

    Das Ziel der Gesellschaft ist mit ihrem innovativen Ansatz das kostspielige Scheitern in klinischen Studien zu minimieren. Die Kanadier setzen dazu KI ein. Aber anders als Wettbewerber, die historische Daten auswerten, setzt das Unternehmen auf die proprietäre Plattform NetraAI. Der Clou: NetraAI analysiert die komplexen Patientendaten aus laufenden oder abgeschlossenen Studien direkt.
    Pro Proband fallen Tausende Datenpunkte an. KI-basiert können jedoch in dem Datenwust Muster erkannt und Patientensubgruppen identifiziert werden. Das ist entscheidend für den Therapieerfolg oder in Bezug auf Nebenwirkungen. Diese Informationen sollen helfen, Studien gezielter zu designen und Fehlschläge zu vermeiden.
    Jedoch ist der Weg bis zur Marktreife voller regulatorischer Hürden. Beeindruckend, dass NetraMark von der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Termin für ein sogenanntes Critical Path Innovation Meeting erhielt. Damit sendet die FDA ein positives Signal.
    Parallel treibt das Unternehmen die vielfältige Kommerzialisierung voran. Neben dem Direktvertrieb setzt NetraMark auf eine exklusive Partnerschaft mit dem Auftragsforschungsinstitut Worldwide Clinical Trials, welches zahlreiche klinische Studien operativ betreut. Zudem arbeitet NetraMark bereits mit Partnern wie Asklepion Pharmaceuticals (Phase-3-Studie in der Pädiatrie), Pentara (Qualitätssicherungstools) und Algo Therapeutix (Prognose, wie gut ein Patient auf ein bestimmtes Schmerzmittel reagieren wird). Diese Projekte untermauern die breite Anwendbarkeit der Technologie.
    Jüngst starteten die Kanadier die Zusammenarbeit mit der Mayo Clinic, einem führenden US-Medizinzentrum in der Glioblastomforschung. Glioblastome zählen zu den aggressivsten Hirntumoren und mehr als 90 % der klinischen Studien scheitern hier. NetraAI will präzisere Subgruppen identifizieren, um neue Biomarker und Therapieansätze zu entwickeln. Das wäre ein großartiger Durchbruch.
    Die Kombination aus technologischer Innovation, strategischen Partnerschaften und wachsendem wissenschaftlichem Renommee macht das Unternehmen zu einem spannenden Investment. Der adressierbare Markt für klinische Studienunterstützung ist riesig und wird auf 47 Mrd. USD geschätzt. Aktuell notiert die Aktie bei rund 1,50 CAD. Der Börsenwert liegt bei überschaubaren 115 Mio. CAD.

    Evotec – Nach den Zahlen ist vor den Zahlen
    Evotec fokussiert sich auf die frühe Phase der Wirkstoffentwicklung und versucht durch den Einsatz von KI und fortschrittlicher Automatisierung Entwicklungszeiten zu verkürzen. Mit der Nutzung leistungsstarker Plattformen wie E.INVENT-AI kann das Wirkstoffdesign beschleunigt werden, in dem Algorithmen große Patienten-Datensätze auswerten. Damit positionieren sich die Hamburger als technologiegetriebener Vorreiter in der Präzisionsmedizin.
    Die Aktie hat in den letzten 12 Monaten eine Berg- und Talfahrt hinter sich, konnte kürzlich aber die 6-Euro-Marke wieder zurückerobern. Die Halbjahreszahlen fielen zuletzt gemischt aus. Übergangsjahre sind immer etwas zäh und Investoren reagieren teilweise zu ungeduldig angesichts von Umsatzrückgängen und Sparmaßnahmen. Aber vielleicht sorgen die Q3-Zahlen, welche für den 5. November in Aussicht gestellt wurden, für eine Verstetigung des zuletzt eingeschlagenen Aufwärtstrends. Analysten trauen der Aktie im Durchschnitt ein Aufwärtspotenzial von 50 % zu.

    Sartorius – Pfizer-Deal sorgt für Kursschub!
    Die Kurse der Pharma-Aktien bleiben volatil. Jüngst sorgte die Einigung zwischen US-Regierung und Pfizer auf günstigere Medikamente im Rahmen des staatlichen Gesundheitsprogramms Medicaid für gute Stimmung. Noch besser - laut Trump sollen sich daran weitere Vereinbarungen mit anderen Branchenvertretern anschließen. Diese News verhalfen auch der Sartorius-Aktie zu einem erfreulichen Kurszuwachs.
    Um die Herstellung biopharmazeutischer Produkte effizienter und flexibler zu machen, setzt der Konzern KI ein. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) werden Deep-Learning-Algorithmen entwickelt. Anwendungsbereiche sind unter anderem die Bilderkennung von Zellen und Organoiden sowie die Modellierung biologischer Systeme. Generell ermöglichen diese KI-gestützten Technologien eine präzisere Steuerung und Überwachung der Produktionsprozesse, was zu einer höheren Produktqualität und geringeren Kosten führt.

    KI macht den Unterschied
    Evotec und Sartorius nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um die biopharmazeutische Forschung und Produktion effizienter und zielgerichteter zu gestalten. NetraMark Holdings überzeugt mit technologischer Innovation, strategischen Partnerschaften und wachsendem wissenschaftlichem Renommee. Zudem wird ein riesiger Markt von rund 47 Mrd. USD adressiert. Dem steht eine Marktkapitalisierung von 115 Mio. CAD gegenüber.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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