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19.10.2021 | 05:08

Nvidia, Almonty Industries, BP - Knappheit treibt die Kurse!

  • Rohstoffe
  • Wolfram
Bildquelle: pixabay.com

Durch den Umstieg von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien werden vermehrt Industriemetalle benötigt. Die ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit von Kupfer bietet zusammen mit seiner Korrosionsbeständigkeit, seiner leichten Verarbeitbarkeit, Festigkeit, Langlebigkeit und Formbarkeit unschlagbare Vorteile in solarthermischen Anwendungen. Auch Wolfram spielt durch seine Eigenschaften bei der Energie- und Lichttechnik sowie für Medizin und Raumfahrt eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen, die das kritische Metall produzieren, besitzen dabei erhebliche Kurschancen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040 , BP PLC DL-_25 | GB0007980591

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Der Weg ist frei

    Der CEO der Almonty Industries, Lewis Black, gab die Intention seines Unternehmens beim kürzlichen IIF - International Investment Forum zu Protokoll: „Dieses Projekt wird nach unserem ESG-Programm gebaut und ist daher als 100-Jahre-Event und nicht nur für die üblichen 30 Jahre konzipiert."

    Aktuell wird die Entwicklung des Straßen- und Flussumleitungsprojektes am Standort der Sangdong-Mine in Südkorea fortgesetzt. Die Mine beherbergt eine der größten Wolframressourcen der Welt und hat das Potenzial, 50% der weltweiten Wolfram-Versorgung außerhalb Chinas zu produzieren. Das kanadische Bergbauunternehmen Almonty Industries besitzt über seine 100%-Prozent-Tochtergesellschaft Woulfe Mining Corp. eine 100%-Beteiligung am Projekt Almonty Korea Tungsten, das 187 km südöstlich von Seoul liegt.

    Eine Kapitalerhöhung über 9,4 Mio. EUR erledigte die letzte aufschiebende Bedingung zur Durchführung des Projekts. Den Anteil des Fremdkapitals lieferte mit einer Summe von rund 65 Mio. EUR die KfW-IPEX Bank aus Frankfurt. Zudem konnte mit der österreichischen Plansee-Gruppe sowohl ein neuer Großaktionär, als auch ein Abnehmer für die Wolframkonzentrate, die in Sangdong ab 2022 produziert werden sollen, gefunden werden. Der Abnahmevertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren und garantiert Almonty einen attraktiven Mindestpreis für ein Umsatzvolumen von mindestens 750 Mio. CAD.

    Neben der Plansee-Gruppe profitiert die Deutsche Rohstoff AG mit einem Unternehmensanteil von 12,2% an einem stetig steigenden Aktienkurs. Der Börsenwert der Kanadier liegt zurzeit bei überschaubaren 172 Mio. CAD. Durch das Sangdong-Projekt steigt Almonty zu einem global führenden Wolframproduzenten auf. Daneben schlummert noch weiteres Potenzial in wichtigen wolframproduzierenden Regionen: die Los Santos Mine und das Valtreixel Projekt in Spanien sowie die Panasqueira Mine in Portugal gehören ebenfalls in das Portfolio des Bergbauunternehmens.

    Nvidia – Hauptprofiteur des Chip-Mangels

    Der Mangel an Halbleitern setzt der Auto-Industrie weltweit zu. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist es die strukturelle Veränderung, die in der Automobilbranche gerade vonstatten geht. Bei Autos, die auf Elektroantriebe basieren, nimmt der Bedarf gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren deutlich zu. Zudem kam, bedingt durch die Corona-Pandemie, ein Bruch der Lieferketten hinzu. Schon im ersten Halbjahr 2021 seien 4 Mio. Autos weniger gebaut worden als geplant. Volkswagen lag demnach 21%, Ford 18% und General Motors 12% unter Plan.

    Doch auch in anderen Branchen ist der Mangel an Halbleitern präsent. Endkunden spürten dies zuletzt an den stark gestiegenen Preisen bei Grafikkarten des Branchenprimus Nvidia. Der durchschnittliche Verkaufspreis im Vergleich zum UVP liegt aktuell bei stolzen 172%, ein Abflachen der Preiskurve wird frühstens im Sommer des Jahres 2022 erwartet.

    Verzögerungen gibt es auch bei Nvidia, wenn es um die endgültige Übernahme des britischen Arm-Konzerns geht. Vor über einem Jahr wurde die Offerte an den japanischen Tech-Investor Softbank über 54 Mrd. USD, geschickt. Obwohl der US-Chipgigant Zugeständnisse anbietet, wollen die EU-Wettbewerbshüter den Merger vertieft prüfen. Die Europäische Kommission wird ihre vorläufige Prüfung voraussichtlich am 27. Oktober abschließen und eine viermonatige Untersuchung des Deals würde nun folgen, sagten vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. In Hinblick auf die Marktführerschaft, dürfte gerade Nvidia weiterhin von der Chip-Knappheit profitieren. Eine Absage des ARM-Deals könnte jedoch, zumindest kurzfristig, auf den Kurs wirken.

    BP – Profite im „alten“ Geschäft

    Der Öl- und Gasgigant BP hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 oder früher ein klimaneutrales Unternehmen zu sein und der Welt zu helfen, klimaneutral zu werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Erneuerbaren Energien und Elektromobilität. Mit der Beteiligung an der Digital Charging Solutions GmbH, an der neben BP zu je einem Drittel die Autobauer BMW und Daimler beteiligt sind, will man in die Infrastruktur in Hinblick auf E-Tankstellen investieren. Hinter dem Partnerunternehmen steht der Ladestellenanbieter Charge Now, der bereits in der Vergangenheit als Vision bekanntgab, das weltweite Netz an öffentlichen Ladepunkten für E-Fahrzeuge bis zum Jahre 2030 auf mindestens 70.000 ausbauen zu wollen.

    Im Augenblick verdient BP jedoch noch durch die stark steigenden Preise für Erdöl und Erdgas gutes Geld. Die Privatbank Berenberg hat den Konzern dadurch von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 310 auf 425 Pence angehoben. Die Bewertungen im Öl- und Gassektor blieben attraktiv und im Hinblick auf das günstige Geschäftsumfeld dürften die Konsensschätzungen weiter steigen, äußerten sich die Analysten.


    Knappheit ist das vorherrschende Thema unserer Zeit. Der Wolframproduzent Almonty Industries besitzt durch die Errichtung der größten Wolfram-Mine der Welt ein Alleinstellungsmerkmal. Nvidia profitiert als Branchenführer weiterhin von der Chip-Knappheit, das knappe Angebot im Öl-Sektor sollte sich nach Meinung von Analysten für BP positiv auswirken.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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