Menü schließen




18.05.2022 | 05:10

RWE, Almonty Industries, Daimler Truck – Immer mehr Stärkezeichen

  • Märkte
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Weltbörsen taumeln, ein weiterer Sell-off konnte bisher jedoch vermieden werden. Stärke zeigt auch das deutsche Börsenbarometer DAX. Nach einem weiteren Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke bei 14.000 Punkten konnte diese deutlich zurückgewonnen werden. Nun wartet ein wichtiger, seit Anfang des laufenden Börsenjahres ausgebildeter Abwärtstrend. Sollte dieser durchbrochen werden, dürfte eine deutlichere Erholung stattfinden und für weitere Entlastung sorgen. Ähnlich positiv sieht die Entwicklung bei vielen Einzelaktien aus. Nach stärkeren Korrekturen zeigen die Kursrichtungen wieder Richtung Norden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Zahlen getoppt

    Für Freudensprünge sorgte der weltweit größte Nutzfahrzeug-Hersteller mit über 35 Haupt-Standorten und rund 100.000 Beschäftigen, die Daimler Truck-Holding. Die Stuttgarter konnten bei den Erlösen die ursprünglich herausgegebenen Prognosen stärker als erwartet toppen. In den ersten drei Monaten kletterte der Umsatz laut einer Pressemitteilung um 17% auf 10,55 Mrd. EUR. Aufgrund von Abschreibungen beim Russland-Geschäft sowie höheren Kosten sank das EBIT des Industriegeschäfts dagegen um drei Viertel auf 414 Mio. EUR.

    Was die Aktie jedoch zudem zu einem Kurssprung von mehr als 7% veranlasste, war die Anhebung der Jahresprognosen sowohl bei Umsatz als auch operativen Ergebnis. Vorstandschef Martin Daum erwartet nun für 2022 einen Umsatz von 48 bis 50 Mrd. EUR, ursprünglich waren maximal 47,5 Mrd. UR geplant. Die bereinigte Umsatzrendite für das Industriegeschäft wird weiter bei 7 bis 9% und damit über dem Vorjahreswert erwartet, das EBIT sieht die Führungsetage nun „auf Vorjahresniveau“, nachdem bisher ein „leichter Rückgang“ erwartet wurde.

    Neben den Anlegern zeigten sich auch verschiedene Analystenhäuser positiv gestimmt. Die US-Investmentbank Goldman Sachs zum Beispiel wiederholte die Einstufung für Daimler Truck mit „buy“ und einem Kursziel von 35 EUR. Auch Jefferies sieht weiterhin einen Kaufkandidaten mit einem Kursziel von 40 EUR.

    Almonty Industries in der Pole-Position

    Eines der wichtigsten Themen aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage ist die Sicherung der für Industrie und Gesellschaft elementaren Rohstoffe sowie die Unabhängigkeit von Exporteuren wie Russland oder China. Almonty Industries spielt dabei bei der Produktion von Wolfrum eine wichtige Rolle und sollte ab dem dritten Quartal 2023 einen Löwenanteil der Produktion für die westliche Welt abdecken. Der CEO des aufstrebenden Marktführers Almonty Industries, Lewis Black, spricht dazu anlässlich des 3. International Investment Forum IIF und erklärt die weitere Entwicklung des Unternehmens. Die Anmeldung für das virtuelle Event ist kostenlos.

    Letzte Hürde genommen

    Bei voller Inbetriebnahme zeigt sich die Sangdong-Mine in der Lagerstätte Almonty Korea Tungsten zukünftig für 50% der weltweiten Wolfram-Versorgung außerhalb Chinas verantwortlich. Die Nachfrage nach Wolfram steigt auch aufgrund des Bedarfs in Hinblick auf die Energiewende enorm. Neben der österreichischen Plansee-Gruppe ist CEO Lewis Black der zweitgrößte Aktionär von Almonty Industries. Zudem besitzt die Deutsche Rohstoff AG rund 12,2% an dem aussichtsreichen Unternehmen, das neben dem Hauptprojekt in Südkorea noch in Spanien und Portugal aktiv ist.

    Mit dem Abschluss einer Privatplatzierung in Höhe von 3,3 Mio. USD an Direktoren und bestehende Insider konnte nun die letzte aufschiebende Bedingung für den Abschluss der KFW-Finanzierung in Höhe von 75,1 Mio. USD erreicht werden. Die Inanspruchnahme dürfte noch im Laufe des Mai erfolgen. Damit nähert sich Almonty mit großen Schritten dem Produktionsstart. Nach einer stärkeren Kurskorrektur ist der nach Fertigstellung größte Wolfram-Produzent des Westens mit einem Börsenwert von 128,45 Mio. EUR auf einem attraktiven Kursniveau.

    Deutlicher Gewinnsprung

    Mit erfreulichen Zahlen zum ersten Quartal konnte auch der Energiekonzern aus Essen aufhorchen lassen. Der Grund dafür sind in erster Linie die enormen Preissteigerungen bei Strom. Die Umsätze mit konzernexternen Kunden beliefen sich demnach auf 7,94 Mrd. EUR (ohne Erdgas- und Stromsteuer). Das sind 69% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Erlöse mit Strom seien trotz niedrigerer Erzeugungsmengen um 55% auf 6,21 Mrd. EUR geklettert. Fast viermal so hoch waren durch die Preisexplosionen die Gaserlöse, die sich auf 1,24 Mrd. EUR beliefen.

    Das Research von Deutsche Bank stufte die Aktie nach den starken Zahlen auf „buy“ und wiederholte das Kursziel von 48 EUR. Charttechnisch kommt das Jahreshoch bei 41,83 EUR immer näher. Ein kurzer Rücksetzer wäre jedoch aufgrund der überkauften Indikatoren nicht unwahrscheinlich.


    Trotz der weiterhin existierenden Unsicherheiten können sich die Indizes von ihren Korrekturtiefs weiter lösen. Daimler Truck glänzte wie RWE mit starken Quartalszahlen. Almonty Industries konnte seine letzte Hürde hin zum Produktionsstart meistern und ist auf aktuellem Niveau attraktiv.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 09.09.2026 | 04:00

    Sachsen-Anhalt, Leipzig, NATO und Gold – Jetzt geht´s los! Ins Rampenlicht rücken Rheinmetall, Renk, DRC Gold und CSG

    • Defense-Sektor
    • Rüstung
    • HighTech
    • Gold
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle

    Es brodelt gewaltig auf dem internationalen Parkett. Und mittendrin mischen Akteure mit, welche für maximale Spannung sorgen. In Sachsen-Anhalt und rund um den Logistikhub Leipzig dreht sich derzeit alles um strategische Weichenstellungen in der Verteidigungspolitik von immenser Tragweite. Die NATO zieht im Hintergrund die Fäden, während die Nachfrage nach Sicherheit und handfesten Sachwerten wie Gold ein neues Allzeithoch erreicht. In diesem hochexplosiven Marktumfeld rückt der Rüstungsgigant Rheinmetall mit neuen Großaufträgen und Kapazitätserweiterungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Dicht dahinter folgt der Getriebespezialist Renk und auch der tschechische Rüstungs-Konzern CSG mit ordentlichen Wachstumssprüngen. Gleichzeitig bringt DRC Gold die nötige Würze in das spekulative Spiel um knappe Rohstoffe und Krisenschutz. Diese Mischung aus geopolitischer Notwendigkeit und wirtschaftlicher Dynamik verleiht der aktuellen Lage eine ganz besondere Brisanz. Jetzt sind Weichenstellungen im Depot nötiger denn je!

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.09.2026 | 04:15

    Nur fliegen ist schöner! Nach der Korrektur nun 150 % Chance mit Desert Gold, Lufthansa, Ryanair und EasyJet

    • Gold
    • Rohstoffe
    • Luftfahrt
    • Reisen
    • Defense-Sektor

    Rumps - nach neuen Höchstständen wieder ordentlich runter! Lang hat es nicht gedauert, dass steigende Zinsen klassische Wachstumsaktien unter Druck setzen und Investoren zu einer strikten Neubewertung ihrer Portfolios zwingen. Selbst der sichere Hafen Gold blieb von dieser Entwicklung nicht verschont und durchläuft eine ausgiebige Korrektur. Diese charttechnische Bereinigung bei gewissen Aktien und beim Edelmetall schafft jedoch eine exzellente Einstiegsbasis bei fundamental unterbewerteten Minenwerten wie Desert Gold. Aber auch andere krisenbelastete Sektoren erscheinen auf dem Radar. Wegen der dauerhaft hohen Kerosinpreise richten vorausschauende Anleger ihren Blick bereits jetzt auf den globalen Luftfahrtsektor. Denn die Branche leidet derzeit noch spürbar unter den Belastungen anhaltender geopolitischer Konflikte. Sobald sich hier jedoch eine dauerhafte diplomatische Entspannung abzeichnet, steht den Airlines ein massives Comeback bevor. Ein Ende der Krisen würde die Treibstoffkosten drastisch senken und blockierte Flugrouten weltweit wieder freigeben. Zudem dürfte die aufgestaute Reiselust von Privat- und Geschäftskunden zu einem sprunghaften Anstieg der Buchungszahlen führen. Branchenführer wie die Lufthansa, Ryanair und EasyJet sind operativ hervorragend aufgestellt, um von diesem Nachfrageboom überproportional zu profitieren. Ein scharfer Blick ist vonnöten!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 31.08.2026 | 05:00

    Hunger nach kritischen Metallen bei SpaceX und Co.: Was Globex Mining anders als Berkshire Hathaway macht

    • Rohstoffe
    • Projekte
    • Zukunftstechnologie

    Raketenstarts sind einfach faszinierend: Grelles Licht, ein gewaltiger Schub und die Nervosität beim Countdown ziehen uns in ihren Bann. Doch viele Zukunftstechnologien sind ohne Rohstoffe und deren smarte Veredelung nicht denkbar. Längst blicken Tech-Titanen daher auf irdische Rohstoff-Vorkommen und denken Versorgungssicherheit mit. Wir beleuchten SpaceX und zeigen, welche Rohstoff-Unternehmen bereits heute die Vorkommen von morgen sichern. Drei Unternehmensmodelle im Check.

    Zum Kommentar