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09.11.2021 | 04:44

SAP, Qualtrics, Teamviewer, Osino Resources – Achtung, diese Aktien sind viel zu billig!

  • Technologie
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Bildquelle: pixabay.com

Manchmal läuft es an der Börse anders als gedacht. Anfang Oktober setzte der DAX zum Ausverkauf an, die 200-Tage-Linie wurde sogar mit 14.850 Punkten zweimal deutlich unterschritten und viele Crash-Propheten wurden wieder ganz laut. Wie so oft bekamen sie aber wiederum nicht recht, denn der Markt verabschiedete sich am vergangenen Freitag mit 16.033 Punkten auf einem neuen Allzeit-Hoch aus dem Handel. Wer hätte das gedacht – eine satte 1.200 Punkte Umkehr, der proklamierte Crash wurde wieder einmal sang und klanglos abgesagt. Wir blicken auf interessante Titel in einem sehr volatilen Umfeld.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: OSINO RESOURCES CORP. ON | CA68828L1004 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , SAP SE O.N. | DE0007164600

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Inhaltsverzeichnis:


    SAP – Die Tochter Qualtrics performt außerordentlich gut

    Qualtrics ist die amerikanische Tochtergesellschaft des deutschen Softwareunternehmens SAP und Spezialist für Enterprise Feedback Management. Nach eigenen Angaben wird die Qualtrics-Software weltweit von über 11.000 Firmenkunden verwendet. Im November 2018 wurde Qualtrics als Schnäppchen von SAP für rund 8 Mrd. USD erworben. Von Januar bis September 2020 erwirtschafteten die 3.300 Mitarbeitenden von Qualtrics immerhin schon einen Umsatz von 550 Mio. USD.

    Ende Januar 2021 listete SAP seine Tochter dann in den USA. Das Unternehmen setzte die Preisspanne für seine Aktien angesichts der hohen Nachfrage von 24 auf 30 USD nach oben, das setzte die Einnahmen aus dem Börsengang auf ca. 1,5 Mrd. USD. Die Zuteilung erfolgte dann auch bei 30 USD. Heute notiert die Aktie bei 43,5 USD und hat eine Marktkapitalisierung von strammen 22,5 Mrd. USD. Dies ist schon heute einer der wenigen erfolgreichen USA-Börsengänge der deutschen Geschichte.

    Nach diesem Erfolg kommt es nun zehn Monate später zur ersten Kapitalerhöhung bei Qualtrics. Die SAP-Tochter will durch die Ausgabe von neuen Aktien bis zu 1 Mrd. USD erlösen. Der Angebotspreis ist mit 42 USD am aktuellen Kurs orientiert. Aktuell muss man wohl die Welle an der NASDAQ reiten, denn höhere Emissionserlöse hatten deutsche Technologie-Unternehmen in den USA selten erzielt. Gut ist das für die Mutter SAP genauso wie für die Tochter.

    SAP konnte mit dem positiven Newsflow ihren Abwärtstrend jüngst verlassen und schickt sich an, den alten Aufwärtstrend wieder zu erklimmen. Kein leichtes Unterfangen, denn bei 128 EUR liegt noch ein massiver Widerstand nach oben. Sollte dieser fallen, lautet das Kursziel 143,50 EUR. Mit den aktuellen operativen Fortschritten vor allem im Cloud Business sollte der Move letztlich aber gelingen.

    Osino Resources – Kapitalerhöhung erfolgreich platziert

    Osino Resources erhält viel Zuspruch von seinen Investoren, denn das Portfolio an exklusiven Explorationslizenzen befindet sich innerhalb des aussichtsreichen Damara-Mineralgürtels in Namibia, größtenteils in der Nähe der produzierenden Goldminen Navachab und Otjikoto auf einer Gesamtfläche von etwa 6.700 Quadratkilometern.

    Im aktuellen Bohrprogramm hofft Osino Resources, die erste Schätzung aus dem zweiten Quartal dieses Jahres über 430.000 Unzen mit 1,00-1,08 g/t Gold (angezeigt bzw. abgeleitet) noch deutlich ausbauen zu können. Das notwendige Kapital wurde aktuell mit einer Kapitalerhöhung eingeworben. Insgesamt platzierte Osino 9,545 Mio. Aktien zu 1,10 CAD, verbunden ist damit auch noch ein halber Optionsschein zu 1,35 CAD für 22 Monate. Die Verwendung des Kapitals erfolgt in erster Linie zu Explorationszwecken im Goldprojekt Twin Hills und ist darüber hinaus für Untersuchungen, technische Studien, den Erwerb von Oberflächenrechten sowie für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. Die aktuelle Finanzierung sollte u. E. bis Ende 2022 alle Obliegenheiten abdecken.

    Die Analysten von Sprott Equity Research sind insgesamt sehr optimistisch gestimmt und sehen in dem anstehenden 75.000m Bohrprogramm weitere hochgradige Funde. Vom aktuellen Niveau bei etwa 1,26 CAD soll es mit einer Kaufempfehlung um 100% nach oben gehen. Die Osino-Aktie hat in nur fünf Handelstagen bereits um 20% zulegen können und schickt sich an, die Höchstmarke von ca. 1,60 CAD wieder zu erreichen.

    Teamviewer – Schlechte Zahlen und wie geht es weiter?

    Schon seit einigen Monaten liegt ein schwarzer Schatten über der Teamviewer-Aktie. Im dritten Quartal hat man die Anleger wiederum enttäuscht. Teamviewer konnte zwar rund 5.000 Neukunden gewinnen, in den vorherigen Quartalen waren es aber jeweils um die 20.000 Zugänge. Die aktuelle Kundenbindungsrate liegt immerhin bei 99%, was etwas versöhnlich stimmt. Im zweiten Quartal betrug diese Rate nur 88%. Offenbar normalisiert sich das Geschäft nach dem Pandemiehype wieder. Dennoch muss das Unternehmen jetzt zeigen, auch in normalem Umfeld gut zu performen.

    Aktuell gibt das Management folgende Guideline: Für das Geschäftsjahr 2021 prognostiziert man nur noch eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen 44% und 46% statt zuvor 49% bis 51%. Auch der Umsatz wird mit 495 bis 505 Mio. EUR rund 7% niedriger erwartet als die in Aussicht gestellten 525 bis 540 Mio. EUR. Keine tolle Prognose, aber für das stark ermäßigte Kursniveau auch kein Beinbruch.

    Die Analysten haben ihre Ratings entsprechend angepasst und erwarten im Schnitt nun einen Kurs von 19,5 EUR auf Sicht von 12 Monaten. Die Analysten der DZ Bank bestätigen allerdings nur eine Halteempfehlung für Teamviewer mit einem tiefen Kursziel von nur 16,20 EUR. Unverändert rechnen die Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 0,67 EUR im laufenden Jahr, in 2022 sollen es dann 0,81 EUR sein. Damit beträgt das KGV 2022e knappe 18, für einen Wachstumswert nicht allzu teuer.

    Nun muss der Vorstand das verlorengegangene Vertrauen der Investoren schnellstens zurückgewinnen. Die erste Gelegenheit hat er auf dem anstehenden Kapitalmarkttag am 10. November. Warten Sie die Veranstaltung getrost ab und beobachten, was hier zu Tage kommt, ggf. kann man dann auf den fahrenden Zug aufspringen.


    SAP und Teamviewer entwickeln sich derzeit recht unterschiedlich. Teamviewer hat sich mit seiner Markenbildung sehr stark in Abhängigkeiten begeben. Da könnte wegen der gesunkenen Bewertung auch mal eine Übernahme drohen. SAP ist auf dem besten Wege, seine frühere Stärke zurückzugewinnen. Bei Osino Resources stehen nach der Kapitalerhöhung alle Ampeln auf Grün.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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