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24.02.2021 | 05:10

Saturn Oil & Gas, Royal Dutch Shell, BP, Plug Power – Die Öl-Spezialisten!

  • Öl
Bildquelle: pixabay.com

Die Ölpreise bewegen sich momentan am oberen Rand der Jahresspanne. Marktteilnehmer erwarten sich beim Öl einen wegweisenden Hinweis, wie es um die Konjunktur nach Corona bestellt ist. Preisauftrieb kam einmal mehr aus den USA, wo extrem kaltes Winterwetter zu logistischen Problemen in der Ölversorgung führte. Hinzu kommt der allgemeine Trend steigender Rohstoffpreise, hier werden sukzessive alle Segmente erfasst. Die Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs erwarten in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg der Ölpreise. Demnach könnte der Brent-Preis im zweiten Quartal bis auf 70 USD je Barrel steigen und in den Sommermonaten 75 USD erreichen. Damit hat Goldman Sachs die bisherige Prognose um 10 USD je Fass nach oben geschraubt.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Saturn Oil & Gas – Der Spezialist aus Kanada

Gut eine Woche vor dem nächsten Treffen der OPEC zeichnet sich noch keine einheitliche Linie für die künftige Öl-Förderpolitik ab. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, will der Ölriese Saudi-Arabien die Förderung konstant halten, während der zweite Ölgigant Russland die Förderung eher ausweiten will. Zurzeit trägt vor allem Saudi-Arabien mit verringerter Produktion zur Unterstützung der Preise bei.

Saturn Oil & Gas Inc. kann diesem Treiben gelassen zusehen, denn man produziert Öl zu etwa 12 USD in Saskatchewan. Saturn fördert zurzeit etwa 700 Barrel pro Tag, egal wie die Entscheidungen in Wien auch ausfallen. Für gewöhnlich finden die Sitzungen zweimal im Jahr statt, das Gremium ist aber sehr zerstritten. Besonders brisant ist diesmal die Einigung auf eine mittelfristige Ölfördermenge bis 2025, denn die weltweiten Mobilitätstrends entfernen sich vom Rohstoff Öl.

In solchen Zeiten schlägt die Stunde der Spezialisten. Saturn Oil & Gas kann seine Förderleistung an die Nachfrage anpassen, denn der Druck in den Bohrungen lässt mit der Zeit natürlicherweise nach, d.h. die anfängliche Förderleistung eines frischen Bohrlochs (ca. 70-120 Barrel) geht über die Zeit sukzessive nach unten. Erhöht sich also die Ölnachfrage dramatisch, erschließt man neue Bohrlöcher und steigert so seine Produktion. Fällt die Nachfrage, gehen gleichzeitig die Kosten runter, denn man investiert dann keine neuen Gelder in die Exploration. Die operative Steuerung führt hier also zur Cashflow-Maximierung.

Saturn Oil & Gas denkt über Expansion durch Zukäufe nach. Wegen der tendenziell steigenden Nachfrage v.a. in Nordamerika oberserviert Saturn sein Umfeld sehr genau und ist auch in der Lage, neue Liegenschaften hinzuzukaufen. Das ist die Aufgabe des neuen Strategieberaters Jean-Pierre Colin und es würde uns wundern, wenn seit seiner Verpflichtung nicht schon einige Deals in Vorbereitung sind. Um die Aktie der Saturn Oil & Gas ist es zuletzt ruhiger geworden, sie notiert stabil zwischen 0,12-0,15 CAD. Aber wer jetzt einsteigt, kauft viel Potenzial, denn laut Strategieplan 2019 soll die Förderung um über 200% gesteigert werden.

Royal Dutch Shell PLC – Verkauf von Liegenschaften in Alberta

Alberta ist der Nachbarstaat von Saskatchewan. Hier kommt es zu größeren Portfolioverkäufen der Royal Durch Shell PLC. Der Öl-Multi hat bekannt gegeben, dass es seine Duvernay-Schiefer-Leichtöl-Position in Alberta an Crescent Point Energy Corp. für einen Gesamtbetrag von rund 700 Mio. USD verkauft hat. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird voraussichtlich im April dieses Jahres abgeschlossen.

Shell teilte mit, dass die Transaktion die Übertragung von ca. 450.000 Netto-Acres in den Gebieten Fox Creek und Rocky Mountain House umfasst, welche derzeit rund 30.000 Barrel Öläquivalent pro Tag produzieren. Die Liegenschaften bestehen aus etwa 270 Bohrlöchern, die zugehörige Infrastruktur ist Teil des Deals. In einer Shell-Erklärung heißt es zum Verkauf, dass man sein Upstream-Portfolio optimiert, um Barmittel zu generieren. Shell befindet sich offensichtlich in einer Desinvestitionsphase, was auch die benachbarte Saturn Oil & Gas interessieren könnte. Shell will sich künftig verstärkt um das Permian Basin kümmern, das Portfolio soll widerstandsfähiger und risikoärmer aufgestellt werden.

Die Royal Dutch-Aktie liegt mit 16,8 EUR stabil im Markt, seit Oktober 2020 ist dies ein Anstieg von 70%.

British Petroleum PLC - Engagement in der Geothermie

BP geht in seinem Energie-Mix neue Wege und setzt auf Nachhaltigkeit. Zusammen mit weiteren Investoren engagiert sich BP an Eavor Technologies, das sich selbst als führend in der skalierbaren Geothermie-Technologie bezeichnet. Die aktuelle Finanzierungsrunde, hat ein Volumen von über 40 Mio. USD und stößt auf riesiges Interesse.

Zu den Investoren der Runde gehörten BP Ventures, Chevron Technology Ventures, Temasek, BDC Capital, Eversource und Vickers Venture Partners. Eavor betonte, dass die Investitionen und die damit verbundenen Partnerschaften entscheidend für die Kommerzialisierung seiner Technologie sind. Die Technologie von Eavor, bekannt als „Eavor-Loop“, nutzt die natürliche Wärme der Erde wie eine riesige wiederaufladbare Batterie, heißt es auf der Website des Unternehmens. Was diese Technologie von anderen Formen der Geothermie unterscheidet, ist eine skalierbare "go anywhere" Lösung. Also Anwendungen, die standortunabhängig rund um den Globus genutzt werden können.

BP geht mit diesem Investment einen weiteren Schritt in die grüne Energiewirtschaft. Seit dem „Deep Horizon“-Desaster hat BP über 50 Mrd. USD in umweltschonende Projekte investiert. Ein gutes Zeichen für die Wiedergutmachung einer Katastrophe. Die BP-Aktie liegt mit 3,27 EUR rund 30% über den Ausverkaufstiefs vom Oktober 2020.

Plug Power – Korrekturbewegung gewinnt an Fahrt

Ein kurzes Update zu Plug Power. In vielen Beiträgen hatten wir auf die Überbewertung des Titels hingewiesen. Nun korrigiert die gesamte Wasserstoffbranche schon fast täglich in 5-10% Abschlägen. Für Plug Power bedeutet dies einen Verlust von rund 30% von den Höchstkursen um 60 EUR Anfang des Monats. Da das Kurs-Umsatz-Verhältnis mit 30 immer noch überirdisch ist dürfte die Korrektur noch ein paar Wochen weiterlaufen. Die Börsengemeinde hatte sich in den letzten Monaten im Thema Wasserstoff wohl etwas überinvestiert, die Bewertungen erinnern an das Jahr 2000. Wer hier schon lang investiert ist, sitzt immer noch auf historischen Zuwächsen, die selbst in den besten Börsen-Dekaden seinesgleichen suchen. Noch ist das Niveau üppig um Auszusteigen, die Charttechnik indiziert jedenfalls weiteres Downside-Potenzial.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  3. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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