Menü schließen




24.02.2021 | 05:10

Saturn Oil & Gas, Royal Dutch Shell, BP, Plug Power – Die Öl-Spezialisten!

  • Öl
Bildquelle: pixabay.com

Die Ölpreise bewegen sich momentan am oberen Rand der Jahresspanne. Marktteilnehmer erwarten sich beim Öl einen wegweisenden Hinweis, wie es um die Konjunktur nach Corona bestellt ist. Preisauftrieb kam einmal mehr aus den USA, wo extrem kaltes Winterwetter zu logistischen Problemen in der Ölversorgung führte. Hinzu kommt der allgemeine Trend steigender Rohstoffpreise, hier werden sukzessive alle Segmente erfasst. Die Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs erwarten in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg der Ölpreise. Demnach könnte der Brent-Preis im zweiten Quartal bis auf 70 USD je Barrel steigen und in den Sommermonaten 75 USD erreichen. Damit hat Goldman Sachs die bisherige Prognose um 10 USD je Fass nach oben geschraubt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA80412L1076 , GB00B03MLX29 , GB0007980591

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    John Jeffrey, CEO, Saturn Oil + Gas Inc.
    "[...] Das Oxbow-Asset liefert nun einen beträchtlichen freien Cashflow, mit dem wir unsere wirkungsvollen Bohr- und Workover-Programme intern finanzieren können. [...]" John Jeffrey, CEO, Saturn Oil + Gas Inc.

    Zum Interview

     

    Saturn Oil & Gas – Der Spezialist aus Kanada

    Gut eine Woche vor dem nächsten Treffen der OPEC zeichnet sich noch keine einheitliche Linie für die künftige Öl-Förderpolitik ab. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, will der Ölriese Saudi-Arabien die Förderung konstant halten, während der zweite Ölgigant Russland die Förderung eher ausweiten will. Zurzeit trägt vor allem Saudi-Arabien mit verringerter Produktion zur Unterstützung der Preise bei.

    Saturn Oil & Gas Inc. kann diesem Treiben gelassen zusehen, denn man produziert Öl zu etwa 12 USD in Saskatchewan. Saturn fördert zurzeit etwa 700 Barrel pro Tag, egal wie die Entscheidungen in Wien auch ausfallen. Für gewöhnlich finden die Sitzungen zweimal im Jahr statt, das Gremium ist aber sehr zerstritten. Besonders brisant ist diesmal die Einigung auf eine mittelfristige Ölfördermenge bis 2025, denn die weltweiten Mobilitätstrends entfernen sich vom Rohstoff Öl.

    In solchen Zeiten schlägt die Stunde der Spezialisten. Saturn Oil & Gas kann seine Förderleistung an die Nachfrage anpassen, denn der Druck in den Bohrungen lässt mit der Zeit natürlicherweise nach, d.h. die anfängliche Förderleistung eines frischen Bohrlochs (ca. 70-120 Barrel) geht über die Zeit sukzessive nach unten. Erhöht sich also die Ölnachfrage dramatisch, erschließt man neue Bohrlöcher und steigert so seine Produktion. Fällt die Nachfrage, gehen gleichzeitig die Kosten runter, denn man investiert dann keine neuen Gelder in die Exploration. Die operative Steuerung führt hier also zur Cashflow-Maximierung.

    Saturn Oil & Gas denkt über Expansion durch Zukäufe nach. Wegen der tendenziell steigenden Nachfrage v.a. in Nordamerika oberserviert Saturn sein Umfeld sehr genau und ist auch in der Lage, neue Liegenschaften hinzuzukaufen. Das ist die Aufgabe des neuen Strategieberaters Jean-Pierre Colin und es würde uns wundern, wenn seit seiner Verpflichtung nicht schon einige Deals in Vorbereitung sind. Um die Aktie der Saturn Oil & Gas ist es zuletzt ruhiger geworden, sie notiert stabil zwischen 0,12-0,15 CAD. Aber wer jetzt einsteigt, kauft viel Potenzial, denn laut Strategieplan 2019 soll die Förderung um über 200% gesteigert werden.

    Royal Dutch Shell PLC – Verkauf von Liegenschaften in Alberta

    Alberta ist der Nachbarstaat von Saskatchewan. Hier kommt es zu größeren Portfolioverkäufen der Royal Durch Shell PLC. Der Öl-Multi hat bekannt gegeben, dass es seine Duvernay-Schiefer-Leichtöl-Position in Alberta an Crescent Point Energy Corp. für einen Gesamtbetrag von rund 700 Mio. USD verkauft hat. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird voraussichtlich im April dieses Jahres abgeschlossen.

    Shell teilte mit, dass die Transaktion die Übertragung von ca. 450.000 Netto-Acres in den Gebieten Fox Creek und Rocky Mountain House umfasst, welche derzeit rund 30.000 Barrel Öläquivalent pro Tag produzieren. Die Liegenschaften bestehen aus etwa 270 Bohrlöchern, die zugehörige Infrastruktur ist Teil des Deals. In einer Shell-Erklärung heißt es zum Verkauf, dass man sein Upstream-Portfolio optimiert, um Barmittel zu generieren. Shell befindet sich offensichtlich in einer Desinvestitionsphase, was auch die benachbarte Saturn Oil & Gas interessieren könnte. Shell will sich künftig verstärkt um das Permian Basin kümmern, das Portfolio soll widerstandsfähiger und risikoärmer aufgestellt werden.

    Die Royal Dutch-Aktie liegt mit 16,8 EUR stabil im Markt, seit Oktober 2020 ist dies ein Anstieg von 70%.

    British Petroleum PLC - Engagement in der Geothermie

    BP geht in seinem Energie-Mix neue Wege und setzt auf Nachhaltigkeit. Zusammen mit weiteren Investoren engagiert sich BP an Eavor Technologies, das sich selbst als führend in der skalierbaren Geothermie-Technologie bezeichnet. Die aktuelle Finanzierungsrunde, hat ein Volumen von über 40 Mio. USD und stößt auf riesiges Interesse.

    Zu den Investoren der Runde gehörten BP Ventures, Chevron Technology Ventures, Temasek, BDC Capital, Eversource und Vickers Venture Partners. Eavor betonte, dass die Investitionen und die damit verbundenen Partnerschaften entscheidend für die Kommerzialisierung seiner Technologie sind. Die Technologie von Eavor, bekannt als „Eavor-Loop“, nutzt die natürliche Wärme der Erde wie eine riesige wiederaufladbare Batterie, heißt es auf der Website des Unternehmens. Was diese Technologie von anderen Formen der Geothermie unterscheidet, ist eine skalierbare "go anywhere" Lösung. Also Anwendungen, die standortunabhängig rund um den Globus genutzt werden können.

    BP geht mit diesem Investment einen weiteren Schritt in die grüne Energiewirtschaft. Seit dem „Deep Horizon“-Desaster hat BP über 50 Mrd. USD in umweltschonende Projekte investiert. Ein gutes Zeichen für die Wiedergutmachung einer Katastrophe. Die BP-Aktie liegt mit 3,27 EUR rund 30% über den Ausverkaufstiefs vom Oktober 2020.

    Plug Power – Korrekturbewegung gewinnt an Fahrt

    Ein kurzes Update zu Plug Power. In vielen Beiträgen hatten wir auf die Überbewertung des Titels hingewiesen. Nun korrigiert die gesamte Wasserstoffbranche schon fast täglich in 5-10% Abschlägen. Für Plug Power bedeutet dies einen Verlust von rund 30% von den Höchstkursen um 60 EUR Anfang des Monats. Da das Kurs-Umsatz-Verhältnis mit 30 immer noch überirdisch ist dürfte die Korrektur noch ein paar Wochen weiterlaufen. Die Börsengemeinde hatte sich in den letzten Monaten im Thema Wasserstoff wohl etwas überinvestiert, die Bewertungen erinnern an das Jahr 2000. Wer hier schon lang investiert ist, sitzt immer noch auf historischen Zuwächsen, die selbst in den besten Börsen-Dekaden seinesgleichen suchen. Noch ist das Niveau üppig um Auszusteigen, die Charttechnik indiziert jedenfalls weiteres Downside-Potenzial.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 18.06.2025 | 06:00

    Plug Powers Comeback, Desert Golds Krisenschutz, BPs Öl-Boom: Ihre dreifache 200 % Chance für 2025

    • Plug Power
    • Desert Gold
    • BP
    • Wasserstoff
    • grüner Wasserstoff
    • Elektrolyseure
    • Brennstoffzellen
    • Gold
    • Westafrika
    • Goldmine
    • PEA
    • Öl
    • Gas
    • Erneuerbare Energien
    • Übernahme

    In unruhigen Märkten wittern kluge Investoren Chancen: Drei Sektoren bieten jetzt explosives Renditepotenzial. Wasserstoff-Aktien stehen nach ihrem Absturz vor einer spektakulären Wende, Gold glänzt als Schutzschild gegen Krisen mit Rekordpreisen als Trendbestätigung, während Öl von den geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten profitiert. Wer diese Dynamik nutzt, könnte satte Gewinne realisieren. Entscheidend ist der Blick auf Unternehmen, die das Potenzial haben sich zu verdoppeln. Besonders vielversprechend: Plug Power, Desert Gold und BP.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 13.02.2025 | 06:00

    Plug Power, First Hydrogen, BP – hier sind die Chancen der neuen US-Energiepolitik

    • Plug Power
    • First Hydrogen
    • BP
    • Wasserstoff
    • grüner Wasserstoff
    • Brennstoffzelle
    • leichte Nutzfahrzeuge
    • SMR
    • modulare Reaktoren
    • Wasserstoffantrieb
    • Wasserstoff Tankstelle
    • Öl
    • Gas
    • Aktienrückkaufprogramm

    Die globale Energiewende steht am Scheidepunkt. Langfristig können sich Elektrofahrzeuge voraussichtlich durchsetzen, aber nicht überall und nicht durch Vorgaben. Die USA wollen für günstige Energie sorgen und wollen einerseits Öl und Gas fördern, aber auch auf die Atomkraft in Form von kleinen modularen Reaktoren setzen. Mit diesen Mini-Atomkraftwerken könnte Wasserstoff günstig produziert werden und so die Technologie den entscheidenden Schritt nach vorne machen. Damit könnten die Probleme, die Elektrofahrzeuge haben, gelöst werden, was vor allem für die Transportbranche, die grünen Regularien unterworfen ist, ein Segen wäre. Wir sehen uns daher heute den größten US-Wasserstoff-Player an und beleuchten First Hydrogen genauer, die sich auf leichte Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb spezialisiert haben. Am Ende analysieren wir mit BP einen großen Ölproduzenten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 02.01.2025 | 05:55

    Saturn Oil + Gas, Nel ASA, RWE - Wie drei Energie-Giganten die Zukunft der globalen Energieversorgung neu definieren

    • Energie
    • Öl
    • Gas
    • Windenergie

    Nur noch wenige Tagen verstreichen bis zum 20. Januar 2025. Der Tag, an dem der neue US-Präsident vereidigt wird und eine weitere Energiewende forcieren kann. In Nordamerika expandieren Energieunternehmen wie Saturn Oil & Gas, ihre Produkte sind der Motor der Wirtschaft. Mit seiner Blueprint-Strategie sorgt Saturn für kontinuierliche Wertschöpfung und investiert für 2025 rund 320 Mio. CAD in weitere Ölbohr-Projekte. Auch die klare Finanzstrategie sorgt für mehr Spielraum im kommenden Jahr. In Europa vollzieht sich weiterhin der Wandel hin zu erneuerbaren Energien. Nel ASA glänzt mit vollen Auftragsbüchern dank Asien, doch Analysten halten sich angesichts der mangelnden Infrastruktur für Wasserstoffversorgung in Europa bedeckt. Das neue EU-Lieferkettengesetz könnte jedoch die Marktverhältnisse zu Gunsten von Nel ASA neu ordnen, wie erste Drohungen aus Katar verdeutlichen. RWE als Global Player macht einfach dort weiter Geschäfte, wo es am lukrativsten für das Unternehmen ist: In den USA erreichen sie einen Meilenstein und auch in Italien weht dank RWE ein frischer Wind. Wo Investoren jetzt zugreifen sollten.

    Zum Kommentar