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01.09.2020 | 05:50

TUI, SolGold und Klöckner & Co - Neuentdeckung mit Vorwarnung

  • Turnaround
Bildquelle: pixabay.com

Nachrichten machen Kurse. Umso mehr, wenn nach einer längeren Durststrecke positive Neuigkeiten, den Turnaround eines Unternehmens einleiten, schießen die Kurse oft innerhalb kürzester Zeit in die Höhe. Manchmal sind auch Phasen spannend, in denen der Markt Unternehmen wiederentdeckt, die lange ignoriert oder schlichtweg falsch bewertet wurden. Und wie schon der Berliner Bankier Carl Fürstenberg sagte: „Im Unterschied zur Straßenbahn wird an der Börse zum Ein- und Aussteigen nicht geklingelt.“ Wir klingeln dreimal für Sie.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Carsten Mainitz
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Inhaltsverzeichnis:


    TUI AG – Startschuss für Kurserholung gefallen

    Den Reisekonzern TUI hat die Corona-Krise schwer gebeutelt. Kaum verwunderlich, dass die Aktie rund 60% gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt verloren hat. Nun deutet sich eine Erholung an. Binnen einer Woche legten die Anteilscheine um 10% zu, innerhalb eines Monats waren es immerhin 5%.

    Die Erholung steht eindeutig im Zusammenhang mit der Sicherstellung eines ausreichenden finanziellen Polsters, um die Krise zu überstehen. Mitte August einigte sich der Konzern mit der deutschen Bundesregierung auf ein zusätzliches Stabilisierungspaket in Höhe von 1,2 Mrd. EUR. Dieses Paket ist an eine Reihe von Bedingungen geknüpft, die bis zum 30. September erfüllt sein müssen. Bereits im April hatte die KfW TUI mit 1,8 Mrd. EUR gestützt.

    Vergangene Woche veröffentlichte die Gesellschaft die Meldung, eine Kapitalerhöhung durchführen zu wollen. Der TUI-Chef bekräftigte dies gestern: „Wir müssen an der Bilanz etwas machen, das schauen wir uns an". Mit entsprechendem Newsflow sollte die TUI-Aktie nun Ihren Boden gefunden haben. Der Startschuss für eine sich fortsetzende Erholung ist gefallen.

    Klöckner & Co SE – Das Zauberwort heißt Digitalisierung

    Klöckner & Co hat im ersten Halbjahr erwartungsgemäß Verluste geschrieben. Die Aktie hat sich seit den Corona-Tiefs ungefähr verdoppelt und ging gestern mit 5,15 EUR aus dem Xetra-Handel. Der SDAX-Konzern ist weltweit einer der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metalldistributoren und eines der führenden Stahl-Service-Center-Unternehmen.

    Die Aktie wird aber noch von zu vielen Investoren in die falsche Schublade gesteckt. Denn als Vorreiter der digitalen Transformation in der Stahlindustrie ist die Gesellschaft auf gutem Wege, die Liefer- und Leistungsketten durchgängig zu digitalisieren und die unabhängige Industrieplattform XOM Materials zur dominierenden vertikalen Plattform nicht nur für die Stahl- und Metallbranche auszubauen sondern auch für benachbarte Industrien. Die Analysten der Deutsche Bank formulieren ein Kursziel in Höhe von 6,70 EUR.

    SolGold – es ist nicht nur Gold, was glänzt

    SolGold konzentriert sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Kupfer-Gold-Projekten mit Weltklasse-Niveau in Ecuador. Seit 2012 ist die Gesellschaft im Land aktiv und fokussiert den ecuadorianischen Abschnitt des reichsten Kupfer-Gold-Gürtels der Welt, den Anden-Kupfergürtel.

    Das Flagschiff-Projekt von SolGold ist Alpala im Norden des Landes (Besitzanteil SolGold: 85%). Alpala verfügt es über eine Ressource von 21,7 Mio. Unzen Gold, 9,9 Mio. Tonnen Kupfer und 92,2 Mio. Unzen Silber. Laut einer aktuellen Studie (PEA) liegt der Wert des Projekts (NPV) bei 4,4 Mrd. USD, nach Kapitalerschließungskosten von 2,7 Mrd. USD, einem IRR von 25,9% und einer Amortisationsdauer von 4 Jahren. Die Lebensdauer der Mine wird auf 55 Jahre prognostiziert. Diese schon an sich beeindruckenden Werte sind auf der Grundlage eines Goldpreises von 1.300,00 USD/Unze berechnet. Jedoch notiert das Edelmetall aktuell 50% höher. Auch Kupfer hat in den letzten Monaten stark an Wert zugelegt. Dem Industriemetall wird angesichts der starken Nachfrage aus dem Bereich der Elektromobilität eine rosige Zukunft vorhergesagt.

    Derzeit ist SolGold mit rund 650 Mio. USD bewertet - neben Alpala umfasst das Konzernvermögen weitere 13 Projekte. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich diese Bewertungsdiskrepanz auflöst.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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