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18.05.2021 | 04:50

Volkswagen, Silver Viper, Quantumscape – Perfekter Zeitpunkt

  • Energie
  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Die Sorge vor ausufernden Preissteigerungen schoben die Edelmetalle in den vergangenen Wochen weg von ihren Tiefstkursen. Aktuell stehen sowohl Gold als auch Silber vor dem Test ihrer mittelfristigen Abwärtstrends. Ein Durchbruch könnte den Angriff auf die im August 2020 erzielten Höchststände bedeuten. Durch historisch hohe Staatsverschuldungen sowie eine ultralockere Geldpolitik der Notenbanken ist dies fundamental gerechtfertigt. Gold- und Silberminenaktien konnten bislang noch wenig von der Erholung der Basiswerte profitieren. Aktuell ist ein guter Zeitpunkt, den Fuß in die Tür zu stellen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Silber gefragt wie nie

    Gold ist historisch als Krisenwährung sowie als Schutz vor Kapitalverlust und übermäßiger Inflation bekannt. Das Selbe gilt für das Edelmetall Silber. Und dieses gewinnt aufgrund der ansteigenden Nachfrage bei der Energiewende zusätzlich an Bedeutung. Zu rund 50% wird Silber aktuell als Industriemetall genutzt. Für Solarpaneele, Sensoren von Windturbinen und die Elektromobilitätsbranche ist das Weißmetall unverzichtbar.

    Bis 2035, so zeigen Studien aus den USA, soll die Nachfrage um knapp 90% von aktuell 2.300 Tonnen auf 4.300 Tonnen steigen. Allein die Automobilindustrie hat aktuell einen jährlichen Bedarf von 40 Millionen Unzen, etwa 5% des gesamten Silberabbaus. Durch den Wechsel in den nächsten Jahren vom Verbrenner zum Fahrzeug mit Batterie, könnte die Nachfrage sogar das Angebot übersteigen, was einen deutlichen Preisanstieg des Metalls zur Folge haben dürfte.

    Minen günstig bewertet

    Durch die Entspannung bei der Corona-Pandemie und den Erfolgen in der Impfstoffentwicklung, kam es ab Sommer des vergangenen Jahres nach erreichten Höchstständen zu deutlichen Korrekturen an den Edelmetall-Märkten, die sich bis Mitte dieses Jahres hinzogen. So verloren sowohl Gold als auch Silber im Tief rund 20% an Wert. Im Zuge der Marktkorrektur wurden auch die Minenaktien mit nach unten gerissen, obwohl die Fundamentaldaten aktuell so stark sind, wie seit Jahren nicht mehr. So bieten sowohl die größten Goldproduzenten wie Barrick Gold oder Newmont als auch die Silberminenbetreiber wie Hecla Mining oder Pan American Silver interessante Einstiegschancen.

    Aus der zweiten Reihe sticht die Aktie von Silver Viper ins Auge. Die Kanadier schürfen in Sonora in Mexiko sowohl nach Gold als auch nach Silber. Mexiko ist seit Jahren der größte Silberproduzent mit einer stabilen Förderung von 6.100 Tonnen. Dahinter folgen mit weitem Abstand Peru (4.300 Tonnen) sowie die Volksrepublik China (3.600 Tonnen).

    Ausbau eines Vorzeigeprojektes

    Silver Viper gehört zur Belcarra-Gruppe und übernahm das Projekt LA Virgina von der Pan American Silver Corp. Zudem verfügen die Kanadier über eine Option auf den Erwerb sämtlicher Anteile an der Claim-Gruppe Rubi-Esperanza, die innerhalb dieser Konzessionen liegt. Die Vorbesitzer hatten in der Vergangenheit bereits 188 Bohrungen mit 52.000 m Länge durchgeführt. Zum Abschluss der Arbeitsphase 2020 auf La Virginia, hatte Silver Viper weitere 100 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 27.021 m auf dem gesamten Projekt niedergebracht.

    Aktuell liegt der Fokus auf El Rubi, welches sich etwa 5 km nördlich des historischen Zentrums befindet. Die ersten Ergebnisse von sechs Bohrlöchern in der El-Rubi-Zone waren bahnbrechend. So durchteufte das erste Bohrloch drei Hauptzonen der Mineralisierung, die zu dem tiefsten, breitesten und höchst-gradigsten Abschnitt führte, der bisher bei El Rubi gefunden wurde.

    Vergangene Woche wurde eine erste Gold-Silber-Mineralressourcenschätzung im Projekt La Virginia bekanntgegeben. Die Schätzung beinhaltet angedeutete Ressourcen von 154.300 Unzen Gold und 6.929.000 Unzen Silber sowie vermutete Ressourcen von 260.300 Unzen Gold und 12.941.300 Unzen Silber. Langfristig ist das Ziel des Managements, das Projekt an einen größeren Produzenten zu verkaufen. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass sich ein Major bereits in der Explorationsphase ein Stück vom Kuchen sichert. Im Moment besteht der Aktionärskreis zu 60% aus dem Management und institutionellen Anlegern. Der Kurs liegt bei 0,45 CAD, knapp 50% unter dem Höchststand des vergangenen Jahres. Langfristig mehr als ein interessantes Projekt.

    Revolution bei E-Batterien

    Bereits im März investierte der deutsche Autogigant Volkswagen weitere 100 Mio. USD in Quantumscape, einem US-Startup, das an einer revolutionären Feststoffbatterie für die E-Autobranche forscht. Insgesamt beläuft sich die Investition der Wolfsburger nun auf 300 Mio. USD. Nun erwägt der Konzern den Bau einer weiteren Batteriefabrik in Salzgitter zusammen mit dem Batteriepartner. Der Fokus soll dort auf die Herstellung von sogenannten Feststoffbatterien gehen, eine Weiterentwicklung der derzeit gängigen Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos.

    Anfangs soll die Pilotlinie zur Erprobung der Technologie mit einer jährlichen Produktionsleistung von einer Gigawattstunde gefahren werden. Danach wollen die beiden Kooperationspartner die Kapazität um weitere 20 Gigawattstunden erhöhen. Final ist die Entscheidung noch nicht getroffen. Ob Salzgitter als Standort in Frage kommt, hängt auch an den Förderquoten des Standortes.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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