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03.08.2022 | 05:50

Alpha Copper, Nordex, Volkswagen – hat der Kupferpreis seinen Boden gefunden?

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Bildquelle: pixabay.com

Am 15. Juli notierte der Kupferpreis kurzfristig unter 7.000 USD je Tonne. Seitdem ist der Preis wieder kräftig bis auf über 7.800 USD je Tonne gestiegen. Kupfer hat den Ruf, ein Frühindikator für die Wirtschaft zu sein, da das Metall in nahezu allen Industriebereichen und elektrischen Produkten Anwendung findet. Die Angst vor der Rezession ist schon länger an den Märkten präsent, getrieben von Inflation und zuletzt steigenden Zinsen. Hinzu kommt die Zero-Covid Politik der Chinesen, was für sinkende Nachfrage aus dem rohstoffhungrigen China führt. Die jüngsten Aussagen von FED-Chef Jerome Powell lassen die Märkte hoffen, dass das schlimmste überwunden ist. Der Kupferpreis bestätigt bislang diese Ansicht.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALPHA COPPER CORP | CA02074D1087 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Alpha Copper – Bohrprogramme laufen

    Gerade für die neuen Technologien wird Kupfer benötigt. Bei den Erneuerbaren Energien benötigt allein ein Windrad je Megawatt zwischen 5 und 8 Tonnen Kupfer. Bei der Solarenergie sind es etwa 5,5 Tonnen je Megawatt. Auch die Elektromobilität hat einen erhöhten Bedarf an Kupfer. Reine Elektroautos benötigen etwa 75kg des roten Metalls und damit dreimal mehr als die alten Verbrenner. Der Bedarf steigt also und die großen Produzenten suchen schon lange nach neuen großen Vorkommen, um die Nachfrage in Zukunft bedienen zu können. Ideale Voraussetzungen für den kanadischen Explorer Alpha Copper, der zwei aussichtsreiche Projekte in British Columbia besitzt.

    Das Flagschiff des Unternehmens ist das Indata Projekt, das Eastfield Resources gehört. Alpha Copper hat sich die Option gesichert, eine 60%ige Beteiligung zu erwerben. Die Liegenschaft ist 3.189 Hektar groß, umfasst 16 Mineralien Claims und liegt nur 3km von der bedeutenden Kwanika Entdeckung entfernt. Am 16. Juni wurde bekannt gegeben, dass der Startschuss für das 5.000m Bohrprogramm gefallen ist. Der Schwerpunkt liegt auf der Zone Lake, da dort die Explorationsarbeiten am weitesten fortgeschritten sind. Das zweite Projekt nennt sich Okeover, umfasst 11 Claims auf 4.613 Hektar und hier kann Alpha Copper das Projekt sogar zu 100% übernehmen. Das Kupfer- und Molybdänprojekt weist historische Vorkommen von 86,8 Mio. Tonnen mit 0,31% Kupfer und 0,014% Molybdän auf. Ein erstes 2.000m Bohrprogramm wurde auf der Liegenschaft gestartet wie das Unternehmen am 13. Juli mitteilte.

    Mit den Ergebnissen soll 2023 ein Bericht nach NI 43-101 Standard erstellt werden. Operativ geht es also gut voran. Der Aktienkurs ist dagegen vom Gesamtmarkt in die Tiefe gerissen worden. Anfang Februar lag der Aktienkurs noch bei 1,09 CAD. Danach ging es rasant nach unten. Das Tief wurde bei 0,24 CAD markiert. Von dort aus ging es um mehr als 90% nach oben. Aktuell zahlt man für eine Aktie 0,465 CAD. Bei positiven Bohrergebnissen kann die Aktie schnell wieder in Richtung der Jahreshochs laufen. Wichtig ist hierbei, dass der Kupferpreis nicht wieder fällt.

    Nordex – endlich im Aufwind

    Nordex hatte in den vergangenen Monaten mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen. Angefangen bei zwei Kapitalerhöhungen von über zusammen 351 Mio. EUR, über Lieferkettenprobleme bis hin zu deutlich gestiegenen Kosten. Wie bereits oben erwähnt, benötigt ein Windrad zwischen 5 und 8 Tonnen Kupfer je Megawatt und daher war der hohe Kupferpreis Gift für das Geschäft von Nordex. Gute Nachrichten aus den USA sorgten zuletzt für Aufwind. Der US-Präsident will ein Gesetz durchbringen, das 369 Mrd. USD für Klima- und saubere Energieprogramme bereitstellen soll. Davon könnte auch Nordex profitieren.

    Im Juli konnte das Unternehmen vier neue Aufträge vermelden. Aus Polen kam ein 58 Megawatt Auftrag und aus Finnland einer über 59 Megawatt. Neben diesen kleineren Projekten gab es einen weiteren Zuschlag aus Finnland für einen 148 Megawatt Windpark. Die größte Bestellung kommt aus Brasilien. Dort sind 80 Turbinen des Typs N136/5.X für einen Windpark vorgesehen, sowie ein Premium Service mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Am 13. Juli gab der Konzern eine engere Zusammenarbeit mit UKA bekannt. Der Windparkentwickler gehört zu den TOP 3 in Deutschland und will in den nächsten zwei Jahren der Kooperation 80 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 500 Megawatt abnehmen.

    Doch kaum sieht es so aus, als wenn der Konzern wieder in ruhigere Gewässer kommt, ist es einmal mehr der Turbinenbauer Siemens Gamesa, der für schlechte Stimmung in dem Sektor sorgt. Der Konkurrent musste erneut seine Prognose kappen. Rückgänge werden beim Umsatz und der operativen Marge erwartet. Auch wenn die Halbjahreszahlen von Nordex erst am 14. August veröffentlicht werden so kann man davon ausgehen, dass der Umsatz gestiegen sein dürfte, denn die Auftragseingänge im 2. Quartal lagen über denen vom Vorjahr. Die Aktie notiert aktuell bei 9,43 EUR, hat den Abwärtstrend gebrochen und ist in einen Aufwärtstrend übergegangen. Dieser bleibt intakt solange die Marke von 7,81 EUR auf Schlusskursbasis nicht gebrochen wird.

    Volkswagen – ordentliche Halbjahreszahlen

    Anfang 2021 gab Volkswagen bekannt, seinen Fokus in Zukunft nur noch auf Elektromobile zu legen. Eine Revolution in der alteingesessenen Automobilbranche. Dabei investieren die Wolfsburger rund 35 Mrd. in die neue Technologie. Schon 2025 will man mehr als eine Million E-Autos verkaufen. 2021 waren es nur 452.900 Elektrofahrzeuge. Die neue Fahrzeuggeneration benötigt etwa dreimal so viel Kupfer wie die alten Verbrenner. Die Nachfrage nach Kupfer wird also in den kommenden Jahren deutlich steigen. Allerdings zeigen die 2021er Verkaufszahlen auch, dass das Unternehmen unter einem Chipmangel leidet, denn die Absatzzahlen lagen in etwa auf dem Niveau von 2011.

    Am 22. Juli gab der Konzern das Aus von Vorstandschef Herbert Diess bekannt. Nachfolger wird der momentane Porsche Chef Oliver Blume, der auch Porsche weiterhin führen soll. Die Halbjahreszahlen, die am 28. Juli vorgelegt wurden, zeigen deutlich, wie der Absatz der Elektrofahrzeuge an Fahrt aufgenommen hat. Die Auslieferungen stiegen um 27% und die Bestellungen um 40% im Vorjahresvergleich. Insgesamt lag der Umsatz 2% über dem Vorjahresniveau. CFO Arno Antlitz zeigte sich zufrieden: „Trotz beispielloser globaler Herausforderungen hat Volkswagen beachtliche finanzielle Robustheit bewiesen. Dabei spiegelt die operative Marge im ersten Halbjahr die starke Produktsubstanz und anteilig höhere Absätze im Premiumbereich wider.“

    Allerdings kämpft der Konzern noch immer mit Produktionsschwierigkeiten aufgrund von Lieferengpässen und den Covid-Lockdowns in China. Es wird sich noch zeigen, inwieweit der neue VW-Chef die Strategie des Konzerns anpassen wird. Nach den Halbjahreszahlen hagelte es Kaufempfehlungen von JPMorgan, UBS, Goldman Sachs, der Deutschen Bank und anderen. Die Kursziele reichen von 191 EUR bis 316 EUR. Es besteht also eine Menge Aufwärtspotential, wenn man den aktuellen Kurs von 138,52 EUR zugrunde legt.


    Auch wenn die Angst vor Rezession den Kupferpreis kurzfristig negativ beeinflusst hat, wird die langfristig steigende Nachfrage den Kurs wieder nach oben ziehen. Gut für den Kupferexplorer Alpha Copper, der zwei aussichtsreiche Projekte näher untersucht. Nordex profitiert momentan vom niedrigen Kupferpreis, allerdings bleiben die Kosten für andere Rohstoffe hoch. Man sollte die Halbjahreszahlen abwarten. Volkswagen wird in Zukunft ebenfalls mehr Kupfer benötigen. Zusätzlich müssen die Lieferengpässe beseitigt werden, dann sind größere Kurssprünge möglich.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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