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02.09.2019 | 05:50

Ballard Power, NEL, Saturn Oil & Gas – wo wird Geld verdient?

  • Mobilität

Mobilität ist das Thema der Zukunft und damit einher auch die Frage der Energieversorgung. Neben dem Verbrennungsmotor werden zukünftig auch Elektromotoren und Hybridlösungen in der Logistik für Menschen und Waren eingesetzt werden. Im Wandel der Zeit investieren langfristig orientierte Investoren in Innovationen mit der Hoffnung auf einen Durchbruch und lassen bei den Bewertungen der Unternehmen ihrer Fantasie nicht selten freien Lauf.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


 

Umsätze runter und Verluste rauf

Ballard Power Systems Inc. aus Kanada ist im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen tätig. Das Unternehmen hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Umsätze in Höhe von 39,7 Mio. USD erzielt und somit deutlich weniger, als im Vorjahreszeitraum mit 46,5 Mio. USD.

Unterm Strich hat das Ballard Power Verluste in Höhe von 19,0 Mio. USD erzielt und damit mehr, als die Verluste im Vorjahr von 9,8 Mio. USD. Die Aktie von Ballard notierte am Freitag an der Heimatbörse in Toronto bei 6,00 CAD und wies einen Börsenwert von rund 953 Mio. EUR vor.

Verluste mehr als verdoppelt

NEL ASA aus Norwegen ist auf die Entwicklung und Herstellung von Anlagen zur Produktion von Wasserstoff fokussiert. Zudem rüstet das Unternehmen Wasserstoff-Tankstellen mit der Technologie des Unternehmens aus. Auch NEL hat kürzlich die Bücher geöffnet und ebenfalls einen Umsatzrückgang in den ersten beiden Quartalen im Vergleich zum Vorjahr verkündet und zwar von 24,8 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR.

Darüber hinaus haben sich die Verluste im Vergleich zu den ersten sechs Monaten in 2018 von 6,9 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR in 2019 mehr als verdoppelt. Die Marktkapitalisierung von NEL beträgt bei einem Aktienkurs von 0,69 EUR circa 822 Mio. EUR.

Umsätze, Gewinne und Marge steigen

Als Erdöl-Produzent ist Saturn Oil & Gas Inc. aus Kanada auf den Erwerb von Erdöl-Lizenzen fokussiert und entwickelt anschließend die Gebiete. Das Unternehmen ist auf die westliche Region in Saskatchewan fokussiert und hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahr durchschnittlich 834 Barrel Erdöl pro Tag gefördert. Das Wachstumsunternehmen konnte in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres den Umsatz von 2,2 Mio. CAD aus 2018 auf 10,0 Mio. CAD steigern.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Anstieg der Gewinnmarge. Laut Halbjahresbericht ist der Gewinn von Saturn von 0,3 Mio. CAD auf 2,8 Mio. CAD angestiegen. Saturn kann derzeit bei einem Aktienkurs von 0,14 CAD einen Börsenwert von circa 23 Mio. EUR vorweisen.

Bewertungsdiskrepanz zwischen Erdöl und Wasserstoff

Saturn ist gemäß Marktkapitalisierung momentan im Vergleich das günstigste im Bunde. Während das Unternehmen eine Gewinnmarge von 28% des Umsatzes vorweisen kann, verbrennen Ballard Power und NEL momentan fleißig Geld. Investoren mit Vorstellungskraft scheint das gegenwärtig nicht zu stören, denn letztlich sind es sie, die den Wert von Ballard und NEL trotz operativer Verluste durch die Aktienkäufe steigern.

Der Wasserstoff-Markt ist noch in der frühen Phase der Entwicklung und der Erdöl-Markt ist der größte Rohstoff-Markt der Welt. Saturn sorgt mit seiner Produktion erfolgreich für zusätzliches Angebot am Erdöl-Markt und verdient damit richtig Geld. Wer das Risiko scheut, kauft Gewinnmarge.


Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  3. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen
  4. Erdöl – Fossiler Energieträger, welcher als ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen in der Erdkruste vorkommt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Ludwig Erhard, zweiter deutscher Bundeskanzler und Wirtschaftswissenschaftler, sagte in den 1950er Jahren den seitdem viel zitierten Satz: „Kein Staat kann seinen Bürgern mehr geben, als er ihnen vorher genommen hat." Eine gewissenhafte Regierung sollte sich daher bemühen, dass das Delta zwischen Steuereinnahmen und Nutzen für die Steuerzahler so niedrig wie möglich ist. In diesem Zusammenhang sind Subventionen des Staates stets ein heikles Thema. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit von staatlicher Förderung im Zusammenhang von Technik und Innovationen muss dazu führen, dass die Branchen und Unternehmen lernen auf eigenen Füssen zu stehen und der Markt die Nachfrage regelt. Die Solarbranche in Deutschland ist ein Paradebeispiel dafür, wie Steuergelder verschwendet werden können. Kein namhaftes deutsches Unternehmen der Solarbranche hat im Wettbewerb mit Asien überlebt. Gibt es einen Grund dafür sich Sorgen zu machen, dass die deutsche Elektromobilität ein vergleichbares Schicksal erleben wird?

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