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Aktuelle Interviews

Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.

Jim Payne
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dynaCERT CEO Jim Payne über attraktive Wasserstoff-Möglichkeiten


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Enapter AG Vorstand und Gründer Sebastian-Justus Schmidt über die Zukunft von Wasserstoff


John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.

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Saturn Oil & Gas CEO John Jeffrey über die Zukunft des Unternehmens und ESG


27.11.2020 | 05:50

Ballard Power, Varta, SolGold – Billionen von Biden!

  • Energie
Bildquelle: SolGold PLC

Joe Biden prescht vor im Kampf gegen den Klimawandel und will das Wirtschaftswachstum mit über 5 Billionen USD kräftig ankurbeln. Ansetzen will er an der völlig veralteten amerikanischen Energieindustrie, bis in das Jahr 2035 einen völlig kohlenstofffreien Strom zu erzeugen. Der Plan spiegelt Ideen wider, die von einigen von Bidens progressiveren Verbündeten während der Vorwahlen aufgegriffen wurden, wie z.B. Jay Inslee, dem Gouverneur von Washington. Eventuell ist dies sogar ein Punkt der Donald Trump einige Stimmen kostete.

In seinem Vorhaben verspricht Biden, ca. 2 Billionen USD über vier Jahre für die Förderung seiner Energievorschläge auszugeben, was deutlich mehr ist, als er während der Vorwahlen noch vorgeschlagen hatte. Inhaltlich legt er dabei großen Wert auf die Modernisierung der amerikanischen Infrastruktur und Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden und Wohnungen sowie die Förderung von Umweltschutzbemühungen in der Landwirtschaft. Das ist mal eine Ansage!

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.
"[...] Wenn wir etwas erwerben, wollen wir sicherstellen, dass die Übernahme zu unserer Strategie passt und das Potenzial hat, für unsere Aktionäre erfolgreich zu sein. [...]" John Jeffrey, CEO, Saturn Oil & Gas Inc.

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Ballard Power – Dauerbrenner Brennstoffzelle

Wasserstoff sowie Brennstoffzelle sind mittlerweile täglich präsent. Wie auch immer der Antrieb der individuellen Mobilität in der Zukunft gestaltet wird, die reine Elektrifizierung wird es nicht sein, denn dazu fehlen die weltweit nötigen Energiekapazitäten. Ballard Power Systems, ein Experte auf dem Gebiet Brennstoffzelle nutzt die Gunst der Stunde zum Einwerben größerer Kapitalmittel. Man gab jüngst bekannt, dass man sich aufgrund der starken Nachfrage mit einem Konsortium von Emissionsbanken unter der Führung von National Bank Financial Inc. und Raymond James Ltd., vereinbart hat, den Umfang des zuvor angekündigten Kaufangebots von 250 Mio. USD deutlich zu erhöhen. Gemäß den neuen Transaktionsbedingungen haben die Konsortialbanken nun zugestimmt, 18.182.000 Stammaktien für einen Betrag von 350 Mio. USD zu kaufen. Das ist beachtlich!

Anfang November gab man auch die konsolidierten Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2020 bekannt. "Obwohl Ballards Mitarbeiter und Betriebsabläufe bis zu diesem Zeitpunkt nicht nennenswert von COVID-19 betroffen waren, wirken sich Verzögerungen bei den Markteinführungen und Kundenaufträgen dennoch auf unseren Umsatz und unsere Ergebnisse für 2020 aus", sagte Randy MacEwen, Präsident und CEO. Im dritten Quartal erzielte Ballard einen Umsatz von 25,6 Mio. USD, bei einer Bruttomarge von 19%. Das bereinigte EBITDA lag allerdings bei minus 7,7 Mio. USD.

Ballard verzeichnet gute Fortschritte auf wichtigen Zielmärkten. Chinas Ziel, bis zum Jahr 2030 rund 1 Million Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge und 1.000 Wasserstofftankstellen zu betreiben, setzt einen neuen politischen Rahmen mit starker Priorisierung. Eine wettbewerbsfähige Wasserstoff-Energieversorgung gibt es auf dem Planeten bislang noch gar nicht, alle Projekte befinden sich noch in der Testphase. Ein großes Betätigungsfeld für Ballard und seine chinesischen Verbündeten, aber auch Jahre von Investition und Forschung. Das Unternehmen bringt es derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 5,3 Mrd. USD – bei nicht vorhandenen Gewinnen ist dies ein mächtiger Vertrauensvorschuss.

Varta – Druck auf der Batterie

Die Varta AG entwickelt und produziert über ihre Tochtergesellschaften weltweit Mikrobatterien und Energiespeicherlösungen, die zwei Hauptsegmente sind Microbatteries sowie Power & Energy. Das Unternehmen wurde 1887 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Ellwangen, die Varta AG ist seit einigen Jahren im Mehrheitsbesitz der Montana Tech Components AG.

Die Industriegruppe Montana Tech Components des Investors Michael Tojner hat in den ersten drei Quartalen in 2020 unter dem Strich deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Periodengewinn brach um fast 40% von knapp 51 Mio. EUR auf 30,7 Mio. EUR ein, der Umsatz der in der Schweiz börsennotierten Gruppe indes verbesserte sich um 30% auf 1,29 Mrd. EUR. Aus Sympathie mit der Muttergesellschaft ging es bei Varta erstmal mit dem Kurs in den Keller. Dieser fiel wie ein Stein von zuvor 115 auf 101 EUR im Tief und stabilisierte sich erst im gestrigen Handel bei rund 107 EUR. Offenbar befürchten die Anleger auch bei Varta anstehende Enttäuschungen.

Unabhängig von der Covid-19-Krise, ist die Unternehmensgruppe mit den jüngsten Investitionen in den hochkompetitiven Standorten in einem schwierigen Umfeld unterwegs, das Management betont aber die weiterhin robuste Aufstellung der Gruppe. Varta hob seine Umsatz- und Ergebnisprognose daher leicht an und rechnet nun für das Gesamtjahr 2020 mit einem Umsatz von 840 bis 860 Mio. EUR, bei einem bereinigten EBITDA von 230 bis 235 Mio. EUR.

Soweit so gut, es bleibt der Eindruck, dass sich das Geschäft auch wegen der wachsenden Konkurrenz aus Asien immer schwieriger gestaltet. Mit einer Marktkapitalisierung von 4,2 Mrd. EUR hat sich die Aktie zwar seit März 2020 verdoppelt, der Chart hat aber nun zum dritten Mal an der 120 Euro-Marke gedreht. Hier ist spürbar Druck drauf!

SolGold – Kupferphantasie als Goldhedge

SolGold ist eine britische Aktiengesellschaft mit Sitz in Brisbane, die sowohl an der LSE als auch an der TSX notiert ist und sich auf die Kupfer-Gold-Exploration in Ecuador, den Salomon-Inseln und Australien konzentriert. SolGold hat aktuell 76 Konzessionen mit einer Fläche von etwa 3.200 Quadratkilometern und ist damit der größte und aktivste Konzessionsinhaber in Ecuador.

Nach der Entdeckung der Lagerstätte von Alpala, hat SolGold die Aufmerksamkeit einiger der weltweit größten Bergbauunternehmen auf sich gezogen, wie z.B. Newcrest Mining und BHP Billiton. Beide haben SolGold-Aktien mehrfach zu einem Aufschlag auf die vorherrschenden Marktpreise erworben, was die weit verbreitete Unterstützung der Majors für aussichtsreiche Projekte dokumentiert und es könnten noch weitere Interessenten folgen. Denn Kupfer vollzieht eine beachtliche Rallye.

Indes hat SolGold seine Aktionäre auf der Hauptversammlung mit einigen Neuigkeiten konfrontiert. Das Unternehmen wird sein regionales Explorationsprogramm mit einem Budget von 40 Mio. USD auf Sicht von 12 Monaten weiter durchführen. Zusätzliche Mittel werden für intensivere Programme zur Definition von Ressourcen reserviert. Die Strategie von SolGold ist es mittelfristig, eine integrierte Pipeline von Explorationsprojekten, Erschließungen und Minen in Ecuador aufzubauen. Man legt jetzt den Grundstein für die Schaffung eines weltweit bedeutenden Kupfer- und Goldproduzenten.

Der spekulative Wert hat derzeit eine Kapitalisierung von 1,25 Mrd. CAD und konnte trotz nachgebender Goldpreise jüngst 15% zulegen. Man spürt, dass bei SolGold die Kupferuhr tickt und die Marktteilnehmer das ungünstige Umfeld für Gold komplett ausblenden. Das könnte sich vor allem nach der „Taxloss-Season“ in Kanada nochmals deutlich beschleunigen v.a. wenn sich Gold stabilisiert. Man sollte daher in den kommenden Wochen an schwächeren Tagen unbedingt zugreifen.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Aktiengesellschaft – Die Aktiengesellschaft (AG) stellt in Form einer Kapitalgesellschaft eine juristische Person dar.
  3. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
  4. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
  5. Hauptversammlung – Die Hauptversammlung ist ein Organ einer Aktiengesellschaft und das Mitwirkungsgremium der Aktionäre.
  6. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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