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12.11.2021 | 06:26

Barrick Gold, Barsele Minerals, Newmont – Inflationsschutz für das eigene Vermögen

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Bildquelle: pixabay.com

Die Inflation in den USA zieht weiter an. Waren es im September schon 5,4%, sind es im Oktober schon 6,2%. Damit wurden sogar die pessimistischen Experten überrascht, die nur von 5,8% ausgegangen sind. Als Gründe werden die Energiepreise und Lieferengpässe angegeben. In Deutschland sieht es nicht viel besser aus. Die Inflationsrate lag zuletzt bei 4,5%. Es heißt, dass diese Inflation nur vorübergehend so hoch sei. Doch schon seit Herrn Draghi sollte klar sein, dass die Zentralbanken eine Inflation begrüßen, denn so kann man die Druckerpresse länger laufen lassen. Als Anleger sollte man sein Geld schützen. Die Nachfrage nach physischem Gold ist im dritten Quartal um 18% angestiegen. Alternativ kann man in Goldunternehmen investieren, von denen wir drei analysieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , BARSELE MINERALS | CA0688921083 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold – ordentliche Quartalszahlen

    Am 10. November konnte mit Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex, der im Endeffekt die Inflation widerspiegelt, der Goldpreis aus der langen Distributionsphase ausbrechen. Barrick Gold konnte sich daraufhin ebenfalls aus seinem Dornröschenschlaf lösen. Das Unternehmen, das neben Gold nun auch vermehrt auf Kupfer setzt, hat versucht, sich mehr zu diversifizieren. Zudem investiert man in die Erschließung neuer Goldvorkommen, um seine Reserven für die Zukunft auszubauen.

    Zuletzt gab es mehrere große Übernahmen im Goldsektor in Nordamerika. Das Unternehmen kam dabei bislang noch nicht zum Zug obwohl der CEO mehr Produktionsstandorte in Nordamerika akquirieren wollte. Es gibt Gerüchte, dass Barrick Gold Interesse an Great Bear haben soll. Bestätigt ist das bis jetzt nicht und im Gegensatz zu den oben erwähnten Übernahmen produziert Great Bear derzeit noch nicht. Es bleibt abzuwarten, was das Unternehmen plant. Die Investoren werden aber langsam ungeduldig.

    Am 4. November präsentierte das Unternehmen seine Zahlen für das dritte Quartal. Es wurden 1,09 Mio. Unzen Gold und 100 Mio. Pfund Kupfer produziert. Der Gewinn lag bei 0,20 USD je Aktie. Die Bilanz sieht also gut aus und das Unternehmen sucht nach Übernahmezielen. Seit den Quartalszahlen zieht die Aktie an und mit Ausbruch des Goldpreises gab es sogar ein Gap-Up. Marktberichte sprechen von Nachholbedarf bei dem Wert und es sieht aktuell so aus, als ob die Aktie auch weiter zulegen könnte.

    Barsele Minerals – richtet sich neu aus

    Der kanadische Goldexplorer Barsele Minerals hält 45% der Anteile an dem Barsele Projekt, was sich in der Bergbauregion Västerbottens Län, Nordschweden, befindet. Schon 2019 wurden Goldvorkommen in Höhe von rund 2,4 Mio. Unzen nach NI 43-101 Standards nachgewiesen. Das Gebiet ist 33.500 Hektar groß und wurde in den letzten Jahren durch den Partner Agnico Eagle genauer untersucht. Im Mai wollte das Unternehmen seinem Partner Agnico Eagle 55% der Anteile abkaufen und es wurde eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

    Am 1. November meldete das Unternehmen, dass die Übernahme der Agnico Eagle-Anteile aufgrund der aktuellen Marktbedingungen gescheitert ist. CEO Gary Cope freue sich "auf die Fortsetzung des Joint Ventures mit Agnico Eagle in Bezug auf das Projekt Barsele“, so ein Kommentar des Unternehmens. Es geht also in der bisherigen Konstellation weiter. Am 10. November konnte eine gute Nachricht vermeldet werden. Der Schwedische Geologische Dienst hat eine Fläche von 685 Hektar, die Teile des Barsele Projekts einschließt, zu einem Gebiet von nationalem Interesse eingestuft. Dadurch werden zukünftige Genehmigungsverfahren vereinfacht.

    Die Aktie, die nach Bekanntgabe der gescheiterten Übernahme von 0,61 Kandischen Dollar (CAD) auf 0,50 CAD gefallen war, konnte einen Großteil der Verluste mit der Meldung vom 10. November zurückgewinnen und notiert aktuell bei 0,57 CAD. Daran kann man erkennen, dass das Unternehmen über eine starke Aktionärsstruktur verfügt. 60% werden von Institutionellen gehalten, 25% vom Management. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 74 Mio. CAD. Vergleicht man das mit den Goldvorkommen, die beim aktuellen Goldpreis rund 600 Mio. USD wert sind, kann man das Potential besser abschätzen.

    Newmont – enttäuscht Analysten

    Newmont, der größte Goldproduzent weltweit, legte am 28. Oktober seine dritten Quartalszahlen vor, die die Analysten enttäuschten. Anstatt wie erwartet 0,73 USD pro Aktie Gewinn zu erzielen, wurden nur 0,60 USD erreicht. Der Grund liegt in den deutlich gestiegenen Produktionskosten, die von 830 USD auf 1.120 USD pro Unze stiegen. Produziert wurden 1,45 Mio. Unzen Gold, sowie 315.000 Unzen Goldäquivalent. Probleme bereitete das Joint Venture Nevada Gold Mines, das mit Produktionsstörungen zu kämpfen hatte. In Australien belastet die Corona Pandemie die Produktion.

    Im Zuge der Zahlen revidierte das Unternehmen seine Jahresprognose. Anstelle von 6,5 Mio. Unzen Gold im Jahr 2021, sollen es nun nur noch 6 Mio. Unzen sein, bei Kosten in Höhe von 1.050 USD. Am 10. November gab das Unternehmen eine strategische Zusammenarbeit mit Caterpillar bekannt. Das Unternehmen möchte mit seinem Partner ein vernetztes, automatisiertes und kohlenstofffreies Bergbausystem entwickeln und so seine CO2-Bilanz aufpolieren. Bis 2027 sollen 26 autonome Elektrofahrzeuge gefertigt werden.

    Die Aktie von Newmont gab nach Bekanntgabe der Zahlen nach, trotz einer Dividende in Höhe von 0,55 USD für das Quartal. Erst nach den guten Barrick Gold Zahlen fing auch die Aktie von Newmont wieder an zu steigen und konnte die Kurslücke, die die eigenen Quartalszahlen aufgerissen hatten, schließen. Die Aktie schickt sich an, ihren Abwärtstrend zu brechen, was aber auch dem Ausbruch des Goldpreises am Mittwoch geschuldet ist.


    Mit dem Ausbruch nach oben aus der Distributionszone von Gold springen die Aktien aller Goldproduzenten sofort an. Barrick Gold überzeugte mit seinen Quartalszahlen und sucht Übernahmeziele. Barsele Minerals hat Gold auf seinem Projektgebiet, ist aber erst auf dem Weg zum Goldproduzenten. Newmont hat die Investoren mit seinen Quartalszahlen enttäuscht, aber ein steigender Goldpreis bewegt automatisch die Aktie des größten Goldproduzenten nach oben.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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