Menü schließen




19.10.2020 | 05:50

Barrick Gold, SolGold, BP: lohnt es sich dabei zu sein?

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Bei Rohstoffproduzenten gibt oft die Preisentwicklung des zugrundeliegenden Rohstoffs den Takt der Aktienkursentwicklung vor. Dennoch können Kostenposition und neue Potenziale diese Faustegel aushebeln. Aber auch die Diversifikation über mehrere Rohstoffklassen hinweg kann sich als vorteilhaft erweisen. Projektqualität und die Fähigkeit sich schnell an unterschiedliche Rahmenbedingungen anzupassen besitzen oberste Priorität. Wer hat seine Hausaufgaben gut gemacht?

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: GB00B0WD0R35 , CA0679011084 , GB0007980591

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    BARRICK GOLD – im Plan

    Barrick Gold meldete Ende letzter Woche vorläufige Zahlen für das dritte Quartal. Am 5. November wird der Konzern den ausführlichen Quartalsbericht vorlegen. Laut den vorläufigen Eckdaten erzielte Barrick Verkäufe in Höhe von 1,25 Mio. Unzen Gold und 116 Mio. Pfund Kupfer im dritten Quartal. Die entsprechende Produktion lag bei 1,16 Mio. Unzen Gold und 103 Mio. Pfund Kupfer. Der durchschnittliche Marktpreis für Gold betrug 1.909,00 USD/Unze, während der durchschnittliche Marktpreis für Kupfer bei 2,96 USD/Pfund lag.

    Die vorläufige Goldproduktion lag in Q3 etwas höher als in Q2 – trotz des Produktionsausfalls in Porgera (Papua-Neuguinea) aufgrund von Wartungsarbeiten. Ohne diesen Produktionsstopp hätte der Ouput um 3% höher gelegen. Die Projekte Carlin und Pueblo Viejo zeigten insbesondere eine gute Performance.

    Die Goldproduktion in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte auf 3,6 Mio. Unzen gesteigert werden. Damit liegen die Kanadier im Plan, die Produktionsprognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Barrick Gold ist und bleibt ein Basisinvestment im Rohstoffbereich. Die Anteilscheine legten um über 60% innerhalb eines Jahres zu.

    SolGold – über viele Wochen guter Newsflow

    In den letzten vier Wochen haben sich die Aktien von SolGold weiter positiv im Zuge von guten Unternehmensmeldungen entwickelt und legten um fast 40% zu. Die Gesellschaft konzentriert sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Kupfer-Gold-Projekten mit Weltklasse-Niveau in Ecuador. Seit 2012 ist die Gesellschaft im Land aktiv und fokussiert den ecuadorianischen Abschnitt des reichsten Kupfer-Gold-Gürtels der Welt, den Anden-Kupfergürtel.

    Vor wenigen Tagen gab die Gesellschaft bekannt, dass man bei den Bemühungen die Aktionärsstruktur zu bereinigen einen Rückschlag erleiden musste. SolGold hatte versucht, den Besitzanteil am Flagschiff-Projekt Alpala von 85% auf 100% zu steigern. Alpala verfügt über eine Ressource von 21,7 Mio. Unzen Gold, 9,9 Mio. Tonnen Kupfer und 92,2 Mio. Unzen Silber. Laut einer aktuellen Studie (PEA) liegt der Wert des Projekts (NPV) bei 4,4 Mrd. USD.

    Auch wenn SolGold vorläufig seinen Wunsch einer Anteilsaufstockung nicht realisieren konnte, ist das letzte Wort hier noch nicht gesprochen. Zudem verfügt die Gesellschaft über eine Pipeline von 14 vollständig im Besitz befindlichen und unbelasteten Projekten, die durch 75 erteilte Lizenzen abgedeckt sind und sich über 3.200 qm in ganz Ecuador erstrecken. Die Aktie bleibt sehr aussichtsreich.

    BP PLC – wann dreht das Sentiment?

    Das Umfeld für große Erdöl- und Gasproduzenten ist denkbar schlecht. Die Aussichten für die Weltkonjunktur sowie der Paradigmenwechsel hin zu grünen Energiequellen belasten die Kurse. Auch die Meldungen, dass sich die OPEC- Staaten Irak und Libyen nicht an Förderkürzungen halten sowie Befürchtungen einer heftigen Hurricane-Saison drücken das Sentiment.

    Es ist daher kein Wunder, dass sich die BP-Aktie nicht dem Sog der negativen Ölpreisentwicklung entziehen konnte. Die Anteilscheine weisen in den letzten 12 Monaten einen Kursrückgang von fast 60% auf, dieser fällt damit doppelt so hoch aus wie der des Ölpreises.

    Es ist viel Negativität im Kurs eingepreist. Gerade wenn das Sentiment so schlecht ist, ergeben sich oft Chancen für Anleger, die gegen den Strom schwimmen. Am 27. Oktober veröffentlicht der Konzern Quartalsergebnisse samt Aussage zu Dividendenzahlungen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 22.10.2026 | 05:48

    Die NATO legt nach - Rüstungs-Titel im Fokus! Dassault Aviation, OHB, HPQ Silicon und DroneShield im Fokus

    • Luft- und Raumfahrt
    • Defense-Sektor
    • Rüstung
    • E-Mobiliität
    • Rohstoffe
    • Batterie-Technologie

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von HPQ Silicon

    Der vereitelte Drohnen-Anschlag von Leipzig bewirkte ein erstes Wachrütteln der westlichen NATO-Partner zur Bedrohungslage in Europa. Auf den Plan rückt neben der innereuropäischen Zusammenarbeit auch der Schulterschluss mit Kanada im Bereich der Rüstungs- und Rohstoffindustrie. Aus den letzten Gesprächen lassen sich Beschlüsse mit strategischer, wirtschaftlicher und geopolitischer Reichweite ableiten, das sind wegweisende Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre. Die verstärkte transatlantische Kooperation bündelt europäisches Knowhow mit Kanadas enormen Ressourcenreichtums, um die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Durch den direkten Zugriff auf relevante Vorkommen minimiert Europa gezielt seine riskante Rohstoffabhängigkeit von autokratischen Staaten wie China und Drittstaaten. Kanada verfügt über eine Vielzahl der 34 von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffe, darunter essenzielles Lithium, Nickel, Kobalt und Kupfer. Diese Metalle bilden das unverzichtbare Fundament für moderne militärische Technologien wie Elektronikkomponenten, Triebwerke und hochsensible Kommunikations-Systeme. Um diese bilaterale Brücke zu unterfüttern, haben die beteiligten Regierungen und Institutionen für die nächsten Jahre gigantische Budgets und Rahmenvereinbarungen freigegeben. So beläuft sich das Volumen des europäischen SAFE-Programms für Rearmierung und Rüstungsbeschaffung auf eine Startsumme von 150 Mrd. EUR, spätere Ausdehnungen unterliegen einer neuen Beschlusslage. Für Anleger bedeutet dieses Setup eine gute Grundlage für Gewinne im Depot. Wir gehen etwas tiefer.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 21.10.2026 | 05:20

    Ihre Formel für Gewinne: So viel sind die Schnäppchen Paypal, Citigroup und Almonty wirklich wert

    • Formel
    • Benjamin Graham
    • Value-Investing
    • Unterbewertung
    • Rohstoffe
    • Wolfram
    • Rüstung
    • Banken
    • Fintech
    • Paypal
    • Citigroup
    • Almonty Industries
    • Fundamentalanalyse
    • Kritische Metalle
    • Wachstum

    Der US-Aktienmarkt gilt als teuer. Schnäppchen sind dort rar geworden. Doch auf Basis der Gewinnschätzungen für 2027 finden sich durchaus Werte mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 10 oder sogar darunter. Ob das allein schon ein Kaufsignal ist, lässt sich mit einer Formel von Investorenlegende Benjamin Graham prüfen. Sie kommt mit wenigen Zutaten aus und berücksichtigt, was das reine KGV übersieht: das Wachstum. Angewandt auf Unternehmen wie Paypal, Citigroup und Almonty Industries, liefert sie erstaunliche Ergebnisse – Vervielfachungspotenzial inklusive.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 08.10.2026 | 04:00

    Edelmetalle im Ausverkauf - jetzt in Qualität positionieren! Barrick, Agnico-Eagle, Fresnillo und Lahontan Gold

    • Edelmetalle
    • Gold & Silber
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle

    Die anhaltend hohen Zinsen und eine hartnäckige Inflation schränken den geldpolitischen Handlungsspielraum der US-Notenbank FED massiv ein, was die Finanzmärkte spürbar unter Druck setzt und die Volatilität enorm erhöht. Da rasche Zinssenkungen vorerst ausbleiben dürften, belastet dieses Marktumfeld derzeit auch die traditionellen Krisenwährungen wie Gold und Silber. Weil Edelmetalle keine Zinsen abwerfen, flieht viel Kapital in verzinste Anlagen, was die Kurse der Metalle jüngst auf Talfahrt schickt. Gestern fiel Silber bereits unter 60 USD und auch Gold kann nur mit Mühe und Not über 4.000 USD schließen. Doch in diesen sinkenden Notierungen liegt für strategische Anleger eine hervorragende Gelegenheit, um auf einen vielversprechenden Einstiegszeitpunkt zu hoffen. Denn die aktuelle Korrektur bereinigt den Markt von spekulativen Übertreibungen und drückt die Preise auf Niveaus, die fundamental wieder äußerst attraktiv sind. Das begrenzte Angebot der physischen Rohstoffe bildet ein solides Fundament, das vor einem dauerhaften Wertverlust schützt. Wer jetzt die Nerven behält und den temporären Preisverfall als Rabattaktion versteht, legt die Basis für überdurchschnittliche Renditen beim nächsten metallischen Aufschwung.

    Zum Kommentar