Menü schließen




28.12.2020 | 05:50

BASF, Lufthansa, Triumph Gold – Aufpassen zum Jahresende!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Nach monatelangen, zähen Verhandlungen stehen Großbritannien und die EU vor einem historischen Handelsabkommen. Noch allerdings, befinden wir uns vor einigen Hürden im britischen und europäischen Parlament. Keiner will den „NoDeal“-Austritt - Großbritannien hat sich mit seinem Traktieren bereits extrem ins Abseits befördert, das britische Pfund spiegelt den skeptischen Blick der Märkte wieder. Nun, da ein Abkommen in greifbarer Nähe steht, muss es in ein Gesetz gegossen werden. Die britische Regierung hat angekündigt, die Abgeordneten am 30. Dezember zum letzten schweren Arbeitstag ins Parlament einzuberufen, um über das Regelwerk abzustimmen. Die Abgeordneten warten allerdings immer noch auf den vollständigen Text des Abkommens, der laut dem britischen Brexit-Chefunterhändler David Frost bald veröffentlicht werden soll. Scheint so, als müssten die Abgeordneten ein blindes Voting durchführen. Wir tippen mal darauf: Das wird nix!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA8968121043 , DE000BASF111 , DE0008232125

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    BASF SE – Geld im Kreislauf verdienen

    Die BASF-Aktie ist wieder auf einem 1-Jahreshoch angelangt. Nach zwei Gewinnwarnungen und viel Spekulation über einen angeknacksten Konjunkturtrend hat sich der Kurs von Tiefstständen unter 40 EUR wieder auf knapp 65 EUR nach oben geschwungen.

    BASF startet ein ambitioniertes Programm zur Kreislaufwirtschaft bei dem es darum geht, Abfälle zu vermeiden, Produkte wiederzuverwenden und Ressourcen zurückzugewinnen. "Unternehmen, die Lösungen für die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft anbieten können, werden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben", sagt Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer der BASF, über die Kreislaufwirtschaft, ein zentrales Zukunftsthema in Gesellschaft und Politik.

    Die BASF hat deshalb ein neues Circular Economy Programm gestartet. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen seinen Umsatz mit Lösungen für die Kreislaufwirtschaft auf 17 Mrd. EUR glatt verdoppeln. Ab dem Jahr 2025 will die BASF jährlich 250.000 Tonnen recycelte und abfallbasierte Rohstoffe verarbeiten und damit fossile Rohstoffe ersetzen. Der Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftler präsentierte auf der ersten digitalen Forschungspressekonferenz Beispiele aus der Forschungspipeline der BASF. Hier befindet man sich sicherlich auf einem zukunftsträchtigen Pfad.
    Die BASF SE hat einen aktuellen Marktwert von 59,4 Mrd. EUR, der Chart jagt gerade eindrucksvoll nach oben und das immer noch mit einer Dividendenrendite von stolzen 6,5%.

    Lufthansa – Loopings fliegen hilft auch nicht

    Es gibt wohl kaum gebeuteltere Industriezweige wie Luftgesellschaften, Reiseunternehmen oder Kreuzfahrtanbieter. Kaum zog der Flugverkehr wieder sanft nach oben, kam die zweite COVID-Welle und alle Aufwärtshoffnungen haben sich wieder zerschlagen. Teile des Weihnachtsgeschäfts konnten mit den Christbaum-Abtrünnigen noch gerettet werden, doch nun droht schon wieder ein herber Rückgang zu Jahresbeginn. Das deutsche Flaggschiff unter den Fluggesellschaften sicherte sich im März ein Stabilisierungspaket in Höhe von 8,13 Mrd. EUR von der Regierung, um die Ausfälle aus der Pandemie auszugleichen, die die Nachfrage nach Reisen weltweit fast zum Erliegen gebracht hat.

    In einer Erklärung im November hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr gewarnt, dass die Fluggesellschaft gezwungen sein könnte, im zweiten Quartal 1.000 Pilotenstellen zu streichen, wenn es nicht gelingt, eine Tarifeinigung mit den Gewerkschaften zu erzielen. Gemäß der am Mittwoch erzielten Einigung wird das Berliner Unternehmen im kommenden Jahr die Arbeitszeit im Rahmen des staatlich geförderten Kurzarbeiterprogramms reduzieren können. Kurzarbeit schafft aber keine langfristigen Tarifabsenkungen, das Unternehmen wird auch nach einer Massenimpfung frühestens 2023 wieder schwarze Zahlen schreiben.

    Die Marktkapitalisierung beträgt nur noch 5,9 Mrd. EUR, die Bedienung der Verbindlichkeiten und die Finanzierung der über 700 eigenen Flugzeuge wird zur Monsteraufgabe. Per Ende 20219 betrug der Buchwert je Aktie noch 21 EUR, mit staatlicher Verwässerung zurzeit etwa 14 EUR. Gegen den Trend einsteigen macht daher wahrscheinlich nur mit Sicht auf 3 Jahre Sinn. Der Looping-Flug geht weiter!

    Triumph Gold – Auf dem Sprung

    Triumph Gold Corp., vormals bekannt als Northern Freegold Resources Ltd, ist ein in Kanada ansässiges Junior-Rohstoffunternehmen, das sich mit der Exploration von wertvollen Mineralgrundstücken im Yukon-Territorium und in Arizona beschäftigt. Zu seinen bekannten Projekten gehören Freegold Mountain, mit den Zonen Tinta Hill, Goldstar, Golden Revenue, Tad/Toro, Nit und Severance sowie das Burro Creek Projekt in Arizona. Mit 6 Mio. CAD Cash sind die Bohrvorhaben bis weit ins Jahr 2021 gesichert.

    Besonders aussichtsreich erscheint das Freegold Mountain Projekt innerhalb der Dawson Range, die über 70 Kilometer nordwestlich von Carmacks im Whitehorse Mining District liegt. Hier geht die Mining Historie bis in das Jahr 1900 zurück. Damals wurde bereits eine große Menge von Kupfer und Gold abgebaut, man darf also vermuten, dass mit den heutigen Ausbeutungsmethoden selbst die Abraumhalden noch extrem profitabel bewirtschaftet werden können. Burro Creek befindet sich in am State Highway 93 im Mohave County, Arizona. Auch dort liegt ein historischer Mining-Bezirk, der unter Anwendung heutiger Technologien und hoher Marktpreise viel Potenzial verspricht.

    Der spekulative Wert hat eine aktuelle Kapitalisierung von 30,2 Mio. CAD bei einem Kurs von 0,21 CAD je Aktie. Bedenkt man, dass der Kurs Ende Juli noch bei 0,48 CAD stand, so sollte man die aktuelle „Tax Loss Season“ zum Einstieg nutzen. Die Newmont Corporation, selbst der größte Goldgräber weltweit, ist mit über 10% bereits ordentlich engagiert.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 26.08.2026 | 04:50

    Perspektivenwechsel: Langfristiges Wachstum zum Discountpreis? Almonty Industries, Renk und Rheinmetall nach der Kurskorrektur!

    • Wolfram
    • Kritische Rohstoffe
    • Geopolitik
    • Verteidigung
    • Militär
    • Investments

    Der westliche Rüstungsboom stößt auf einen wenig beachteten Engpass. Das Nadelöhr heißt Wolfram. Während China den Weltmarkt dominiert und Exporte beschränkt, fährt Almonty die strategisch bedeutende Sangdong-Mine in Südkorea hoch. Diese soll mittelfristig 40 % des westlichen Bedarfs außerhalb Chinas stillen. Diese Position, Höchstpreise bei Wolfram und ein großes Cashpolster, welches die Gesellschaft derzeit für Aktienrückkäufe nutzt, untermauern den großen Handlungsspielraum. Renk und Rheinmetall als Rüstungsunternehmen liefern das industrielle Gegenstück. Prall gefüllte Auftragsbücher, steigende Margen und ein Rüstungszyklus, der weit über das laufende Jahrzehnt hinausgeht sprechen für die Branche. Aber können die Gesellschaften auch das enorme Wachstum stemmen? Bietet die Kurskorrektur nun eine Chance oder sind die Zukunftserwartungen zu ambitioniert?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 19.08.2026 | 04:45

    China greift nach Gold! Startet jetzt die nächste Rally für Lahontan Gold, Barrick und Pan American Silver?

    • Gold
    • Gold und Silber
    • Edelemetalle
    • Goldproduzent
    • Explorer
    • Transformation
    • Investments

    Geopolitische Spannungen, Zweifel an den klassischen Reservewährungen und die Käufe der Notenbanken halten den Goldpreis auf einem Niveau von über 4.000 USD je Unze. Besonders China setzt Signale. Die Zentralbank der Volksrepublik erhöhte ihre Goldreserven zur Jahresmitte auf 2.346 Tonnen. Gleichzeitig schließen mehrere Großbanken des Landes bestimmte Zugänge zum privaten Handel mit „Papiergold“ und gehebelten Edelmetallkontrakten. Hohe Edelmetallpreise übersetzen sich bei Produzenten wie Barrick Mining und Pan American Silver in hohe Gewinne und Cashflows und führen ebenso zu steigenden Ausschüttungen an Aktionäre. Bei Barrick ist zudem der Weg frei für das IPO der nordamerikanischen Gold-Assets bis Ende des Jahres, wodurch verborgene Werte gehoben werden sollten. Deutlich mehr Hebel bieten Entwickler wie Lahontan Gold. Lahontan ist dabei die früher produzierende Santa-Fe-Mine in Nevada zu reaktivieren, welche laut dem jüngsten Newsflow rund 2,4 Mio. Unzen Goldäquivalent ausweist. Die bis Ende September erwartete vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie könnte zum Befreiungsschlag für die Aktie werden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 17.08.2026 | 04:30

    Das Geheimnis der unentdeckten Schätze: Warum Allianz, BP und Lahontan Gold neu bewertet werden müssen

    • Gold
    • Versicherung
    • Öl und Gas
    • Substanzwerte
    • Strategie
    • Edelmetalle
    • Bilanzen
    • Investments
    • Lahontan Gold
    • Allianz
    • BP
    • Paul Singer
    • Aktivisten

    Manche Schätze liegen tief im Boden. Andere gut versteckt in der Bilanz. Und manche warten nur auf den richtigen Impuls, um sichtbar zu werden. Der kanadische Explorer Lahontan Gold ist dabei, mit spektakulären Bohrergebnissen seinen realen Substanzwert zu vervielfachen. Die Allianz-Aktie strebt seit einem strategischen Milliarden-Deal in Asien schier unaufhaltsam nach oben. Und geopolitische Preisschocks spülen dem Energieriesen BP ungeahnte Zusatzgewinne in die Kassen. Wo die Schätze verborgen liegen und wie das Zusammenspiel aus Bohrer, Bilanz und Barrel eine explosive Neubewertung auslöst.

    Zum Kommentar