Menü schließen




10.03.2025 | 05:10

BYD, European Lithium, Lufthansa – Höchste Zeit, zu handeln

  • Rohstoffe
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Zum ersten Mal in der Geschichte konnte der deutsche Leitindex DAX in der vergangenen Woche die magische Marke von 23.000 Punkten hinter sich lassen, dem möglichen neuen Bundeskanzler Friedrich Merz und der plötzlichen Aufhebung der Schuldenbremse sei Dank. Doch die Probleme bleiben. Spätestens seit dem Beginn der zweiten Legislaturperiode von Donald Trump droht die globale Wirtschaftsordnung aus den Fugen zu geraten. Handelskriege und Strafzölle stehen auf der Tagesordnung. Europa muss zukünftig unabhängig vom großen Bruder agieren können, sowohl bei der Sicherheit als auch der Rohstoffversorgung.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , EUROPEAN LITHIUM LTD | AU000000EUR7 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Von rechts überholt

    Während Elon Musk aufgrund seiner Aufgaben für die US-Regierung in der Kritik steht und die Verkaufszahlen seiner Teslas vor allem in China weiter sinken, wächst das Geschäft von BYD unaufhaltsam weiter. Im Februar veräußerte das Unternehmen des reichsten Menschen der Welt im Reich der Mitte lediglich 30.688 Elektroautos, rund 49 % weniger gegenüber dem Vorjahresmonat.

    Die Krux an der Sache ist, dass sich der chinesische E-Automarkt weiter im Steigflug befindet und mit 840.000 Einheiten rund 80 % mehr abgesetzt wurden als ein Jahr zuvor. Marktführer BYD ging sogar mit einem Plus von 161 % auf 318.233 verkauften, mit Batterie betriebenen Fahrzeugen, aus dem Monat.
    Wachsen will das „Build your dream“-Unternehmen trotz der Probleme mit Strafzöllen auch weiterhin in Europa. Im Interview mit dem „Manager Magazin“ äußerten sich BYD-Vizechefin Stella Li und Topmanagerin Maria Grazia Davino, wie sie den europäischen Markt aufrollen wollen.

    BYD plant zunächst die Produktion von bis zu 150.000 Autos in Europa, mit der Aussicht, diese Zahl in einer zweiten Phase zu verdoppeln. Als Produktionsstandorte sind Fabriken in Ungarn und der Türkei vorgesehen. Noch in diesem Jahr soll die Produktion in Ungarn beginnen, wie Li mitteilte. Es sind zudem zusätzliche Fabriken in Europa geplant, die möglicherweise auch in Deutschland angesiedelt werden könnten. Auf die Frage, ob der Erwerb von VW-Fabriken eine Option sei, äußerte Li, dass, sofern Deutschland als Produktionsstandort konkurrenzfähig sei, dies in Erwägung gezogen werden könne.

    European Lithium – Batteriefähiges Lithium für Europa

    Die „America First“-Politik von Donald Trump und die Ereignisse der vergangenen Wochen mit schwelenden Handelskriegen und der Verteilung von Strafzöllen zeigen es deutlich auf. Europa muss mit aller Macht unabhängiger werden, sowohl beim Aufbau der militärischen Sicherheit als auch bei der Rohstoffversorgung. Alternativen gibt es im alten Kontinent genug, wie es sich im Portfolio des australischen Explorationsunternehmens European Lithium zeigt.

    Über sein Beteiligungsvehikel Critical Metals Corp., an dem European Lithium nach der kürzlich erfolgreich durchgeführten Kapitalmaßnahme in Höhe von 22,5 Mio. USD noch immer einen Anteil von weit über 60 % besitzt, soll mit dem Wolfsberg Lithium Projekt in Österreich, der ersten vollständig genehmigten Lithiummine in Europa, der Lieferant für batteriefähiges Lithium in einer vollständig integrierten europäischen Batterieversorgungskette entstehen.

    Ein Abnahmevertrag mit einem Gegenwert über 15 Mio. USD wurde bereits 2024 mit dem deutschen Autogiganten BMW geschlossen. Zudem wurde im vergangenen Jahr eine Aktionärsvereinbarung mit Obeikan zum Bau und Betrieb einer Lithiumhydroxidanlage in Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht ein 50:50-Joint Venture vor. Dadurch würden die Energiekosten um mehr als 80 % gesenkt.

    Neben dem Wolfsberg Lithium-Projekt hat European Lithium noch ein weiteres dickes Ass im Ärmel. Am Tambreez Seltene Erden-Projekt im Süden Grönlands besitzt European Lithium 7,5 %, weitere 42 % hält Critical Metals Corp., wobei das Nasdaq-Unternehmen eine Option auf den Erwerb zusätzlicher 50,5 % an Tanbreez erworben hat, wodurch sich seine Beteiligung auf 92,5 % erhöht, sofern es innerhalb von zwei Jahren 10 Mio. USD für Explorationsarbeiten investiert würden.

    Das Grönland-Projekt gilt in Bezug auf die In-situ-Tonnage als das größte Seltene Erden-Projekt der Welt. Allerdings machen Seltene Erden-Oxide nur rund 30 % des Wertes der In-situ-Tonnage von USD 2,1 Bio. aus, der Rest entfällt auf Tantal-, Niob- und Zirkoniumoxide.

    Lufthansa – Höhenflug nach den Zahlen

    Der Kranich fliegt wieder, und wie. Seit dem Jahrestief vom 13. Januar bei 5,52 EUR konnte sich die Lufthansa-Aktie um über 40 % auf 7,80 EUR nach oben bugsieren und gehörte mit steigendem Momentum zu den Top-Performern im MDAX. Für ordentliche Flughöhe sorgten trotz eines Gewinneinbruchs ein vermeldeter Rekordumsatz sowie eine stabile Dividende.

    Mit 37,6 Mrd. EUR feierte die Fluggesellschaft das umsatzstärkste Jahr der Geschichte. Obwohl die Passagierzahlen und die Nachfrage gestiegen sind, blieb der Gewinn unter den Erwartungen. Der operative Gewinn fiel um mehr als 1 Mrd. EUR auf 1,65 Mrd. EUR, was einen markanten Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

    Verschiedene Faktoren trugen zur schwachen Profitabilität bei. Hohe Kerosinpreise, ansteigende Lohnkosten und wiederholte Streiks führten zu gestiegenen Kosten. Auch die verspätete Lieferung neuer Flugzeuge wirkte sich negativ auf den Betrieb aus. Trotz eines Anstiegs der Passagierzahlen um 7 % auf 131 Mio. standen die Margen unter Druck. Für das laufende Geschäftsjahr plant Lufthansa eine Ausweitung der Sitzplatzkapazität um 4 %, was 95 % des Vor-Coronaniveaus von 2019 entspricht.

    Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Lufthansa im Anschluss an die Bilanzveröffentlichung von 8 auf 9 EUR angehoben und die Einstufung mit „Outperform" wiederholt.


    Trotz eines Gewinneinbruchs befindet sich die Lufthansa-Aktie weiter im Steilflug. BYD setzt seinen Wachstumstrend fort. European Lithium besitzt mit seinem diversifizierten Portfolio großes Wachstumspotenzial.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 16.01.2026 | 04:30

    Mit Plus 700 % noch lange nicht genug! Almonty, Deutz und Infineon unter der Lupe

    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • HighTech
    • Defense-Sektor
    • Rüstung
    • Künstliche Intelligenz

    Dass Aktien mit einem guten Lauf nicht unbedingt stoppen müssen, liegt auf der Hand. Oft werden neue Geschäftsmodelle erst über die Zeitachse interessant oder Unternehmen verändern ihre Ausrichtung, um für Investoren wieder ein attraktives Target darzustellen. Almonty Industries gilt als Vertreter kritischer Metalle. Die Aktie hat sich in den letzten 12 Monaten um 700 % nach oben bewegt. Mittlerweile hat sich im Konzern aber so viel bewegt, dass Analysten auch hier neu rechnen müssen. Der Antriebsspezialist Deutz richtet sich konsequent auf militärische Anwendungen aus und Infineon entdeckt seine Relevanz in der Lösung der Energieprobleme in Großrechenanlagen und in der E-Mobilität. Neue Konzepte, neue Bewertung – die Welt dreht sich weiter! Wo sollten Anleger jetzt noch einsteigen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 15.01.2026 | 06:00

    Unterbewertet im Umbruch plus Dividende? Die Analyse zu Mercedes-Benz, WashTec und Sixt

    • Mercedes-Benz
    • WashTec
    • Sixt
    • Elektromobilität
    • Elektroautos
    • Verbrenner
    • Waschanlagen
    • Waschstrasse
    • SaaS
    • Mietwagen
    • Mietfahrzeuge
    • Dividende
    • Dividendenrendite

    Der fundamentale Wandel der Mobilität erzeugt zwei gegensätzliche Realitäten: Während etablierte Hersteller unter massivem Innovationsdruck und schwindenden Margen stöhnen, entstehen in den Nischen des Wandels überraschende Gewinnchancen. Die strategischen Antworten auf diese Zerrissenheit könnten nicht unterschiedlicher ausfallen. Ein Premiumhersteller, ein Ausrüster für die Fahrzeugpflege und ein Mobilitätsdienstleister zeigen exemplarisch, wo die Zukunft des Fahrens auch für Anleger lukrativ werden kann. Daher lohnt ein genauer Blick auf die Wege von Mercedes-Benz, WashTec und Sixt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 15.01.2026 | 06:00

    Lithium-Knappheit wächst: So profitieren BYD, NEO Battery Materials und DroneShield

    • BYD
    • NEO Battery Materials
    • Mercedes-Benz
    • Elektromobilität
    • Elektrofahrzeuge
    • Batterien
    • Akkus
    • Fortune500
    • Lithium
    • Lieferketten
    • Hochleistungsbatterien

    Eine neue Ära der Knappheit bricht an. Die Lithiumpreise schießen durch die Decke. Während sich Lithium zum strategischen Öl des 21. Jahrhunderts wandelt, entfachen völlig neue Technologien den Energiehunger. Elektromobilität, Drohnen, Robotik und KI haben alle eines gemeinsam, sie treiben den Bedarf nach Energiespeichern in die Höhe, die leistungsstärker, effizienter und einfach robuster sein müssen. In diesem Rennen um die wohl wichtigste Ressource unserer Zeit geht es letztlich um verlässliche Lieferketten. Denn ohne sie bleibt die vielbeschworene Zukunftstechnologie auf der Strecke. Wir sehen uns drei spezifische Unternehmen an, die von den neuen Technologien profitieren - BYD, NEO Battery Materials und DroneShield.

    Zum Kommentar