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28.06.2021 | 05:08

BYD, Eurosports Global, Varta – die Elektro-Musik spielt in Asien, oder?

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität gilt als zentraler Baustein eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems auf Basis erneuerbarer Energien. Derzeit sind rund 70 elektrische Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller auf dem Markt. 2020 umfasste der Bestand an PKWs mit Elektroantrieb in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt lediglich 137.000 Fahrzeuge. Die Bundesregierung will mit Kaufanreizen bis Ende 2025, umfangreichen Investitionen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und steuerlichen Anreizen den Markt deutlich anschieben. Betrachtet man jedoch die globale Situation, wird ganz schnell offensichtlich, dass Asien das Geschehen dominiert. Wir stellen Ihnen drei chancenreiche Aktien vor. Wer hat die besten Karten?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: EuroSports Global | SG2G55000001 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
    "[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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    BYD CO LTD – beeindruckender Expansionsmodus

    BYD (Build Your Dreams) ist einer der führenden Batterie- und Akkuhersteller der Welt. Die Chinesen verfügen sowohl über eine eigene Fertigung von Akkus als auch über eine Chip-Sparte. Diese diversifizierte Aufstellung half enorm, als vor nicht allzu langer Zeit die Förderbänder bei Konkurrenten wegen des Chip-Mangels stillstehen mussten. Aber auch in Bezug auf die Reichweite der Fahrzeuge ist BYD überlegen. Die im Frühling vorgestellte Plattform vorgestellt, präsentierte sogenannte Blade-Batterien aus eigener Produktion mit denen Reichweiten von über 1.000km erzielt werden können.

    Mit elektrisch angetriebenen Linien- und Reisebussen sind die Chinesen seit einiger Zeit in Europa aktiv und melden kontinuierlich Großaufträge. BYD forciert die internationale Expansion mit emissionsfreien Fahrzeugen. Nach einer aktuellen Unternehmensmeldung soll nun auch der Vertrieb von Elektrobussen in Japan ausgeweitet werden. Aber auch den europäischen Markt für Elektroautos hatte der Konzern kürzlich ins Visier genommen und greift zunächst in Norwegen an. Hier wird diesen Sommer der SUV Tang in Norwegen bei Händlern stehen und für umgerechnet 72.400 USD zu haben sein. Damit greift der Konzern Nio und XPeng an. BYD ist eine ernstzunehmende Größe auf dem Markt und strategisch genau richtig aufgestellt, um von den Potenzialen der E-Mobilität zu profitieren. Das sollte auch Aktionäre glücklich machen.

    EUROSPORTS GLOBAL LIMITED – im Luxus-Segment fest verankert

    Der Großteil der öffentlichen Diskussion dreht sich beim Thema Elektromobilität um das das Auto. Teilweise werden E-Bikes oder E-Scooter thematisiert, ein Bereich der weitgehend ausgeklammert wird, ist jedoch das E-Motorrad. Experten prognostizieren, dass der Markt für E-Motorräder in den nächsten vier bis fünf Jahren auf rund 10 Mrd. USD anwachsen wird. Ein Thema, welches generell für die Branche eine Herausforderung darstellt, ist die Ladeinfrastruktur und eine Standardisierung von Batterien. Hier haben sich kürzlich vier renommierte Player zusammengetan und eine Allianz geschmiedet. Die Zweiradhersteller KTM, Piaggio, Honda und Yamaha wollen Einheitsakkus für elektrische Motorräder und Kleinfahrzeuge entwickeln. Das Quartett aus Österreich, Italien und Japan gründet ein Konsortium, das die Spezifikationen für ein tauschbares Akkusystem für die sogenannte L-Kategorie definiert, zu dem Mopeds, Motorräder, Trikes und Quads gehören.

    Während Ducati dem Thema E-Motorrad eine klare Absage erteilt hat, scharrt ein anderes Unternehmen mit den Hufen und hat die Ambition zu einer globalen Marke aufzusteigen. Es handelt sich um die Scorpio Electric Ltd. Sie ist eine 75%-Tochter der singalesischen Eurosports Global und auf die Herstellung von leistungsstarken Elektromotorrädern spezialisiert. Anfang des Jahres stellte die Gesellschaft das Modell X vor. Dies ist erste von vielen Prototypen, die sukzessive in die Serienproduktion geführt werden sollen. Design, Sicherheit, Effizienz und höchster Komfort – das hat sich die Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben. Starkes Differenzierungsmerkmal ist zudem eine App, die ein besseres Kundenerlebnis ermöglicht. Beispiele sind ein schlüsselloser Zugang, Informationen zum Fahrzeugstatus und die Fahrzeuglokalisierung. Mit dem Modell X tritt die Gesellschaft gegen Konkurrenten wie Vespa, Super Soco, NIU oder Etergo an, dürfte aber an mehreren Stellen in der Kategorie (> 100km/h, Reichweite > 200 km) die Nase vorn haben.

    Das Kerngeschäft der börsennotierten Muttergesellschaft Eurosports Global bleibt der Vertrieb von Ultra-Luxus Automobilen und die Bereitstellung von damit verbundenen Dienstleistungen. Das langfristige Ziel der Gruppe ist, in andere Geschäftsbereiche im Luxussegment zu expandieren. Eurosports Global hat aktuell bei einem Kurs je Aktie von 0,26 SGD einen Börsenwert von 69 Mio. SGD oder umgerechnet 43 Mio. EUR. Der Zugang zu einer kaufkraftstarken Klientel ist ein großer Pluspunkt. Somit sollte die Gesellschaft und in Folge auch der Aktienkurs von einer steigenden Nachfrage und Absatzzahlen der E-Motoräder profitieren. Aber auch die weitere Diversifikation in andere hochpreisige Geschäftsbereiche sollte beflügeln.

    VARTA AG – gemischte Gefühle

    Die Weiterentwicklung der Elektromobilität ist ein zukunftsweisendes Thema der deutschen Industrie. Wie Varta vor ein paar Monaten mitteilte, will man auch im Batteriegeschäft für Autos mitmischen. Bislang liegt die Kernkompetenz der Süddeutschen im Bereich Mikrobatterien, welche u.a. in Kopfhörern eingesetzt werden. Mit großer Spannung erwartet der Markt konkrete Informationen zum neuen Wachstumsfeld. Zwei News in den letzten Tagen riefen ganz unterschiedliche Gefühle bei den Aktionären hervor.

    Zuerst drückte die Meldung, dass Porsche mit dem Batterieunternehmen Customcells kooperiere auf die Laune der Varta-Aktionäre. Der Sportwagenbauer will zusammen mit seinem Partner im kleinen Umfang Hochleistungs-Batteriezellen herstellen. An dem neuen Gemeinschaftsunternehmen Cellforce Group soll Porsche mehrheitlich mit 83,75% beteiligt sein, der Rest der Anteile soll bei Customcells liegen. Aber Varta-Aktionäre konnten sich auch an anderer Stelle freuen. Der Konzern vermeldete, dass Varta die VW-Tochter Porsche künftig mit der sogenannten V4Drive-Batterie beliefern werde. Aktuell notieren die Anteilsscheine von Varta bei rund 138 EUR. Das bewertet das Unternehmen mit 5,7 Mrd. EUR.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Deutschlands Autoindustriebranche befindet sich im Umbruch. Mit einem Jahresumsatz von 411 Mrd. EUR werden dringend Lösungen benötigt, um die Elektrifizierung voranzutreiben. E.ON als einer der größten Versorger investiert dazu Milliardenbeträge in die europäische Infrastruktur. Auch erhöht das Unternehmen seine Dividende. Altech Advanced Materials mit Sitz in Heidelberg geht mit stationären Batteriespeichern Anfang April an den Markt und hat zudem die Ergebnisse der aktuellen Machbarkeitsstudie von ihrem zweiten Standbein veröffentlicht: Eine spezielle Beschichtung für Siliziumbatterie-Anoden sorgt für stärkere Power und Langlebigkeit. Genau die Knackpunkte, die Kunden bisher bemängeln. Auch Tesla setzt auf Silizium-Batterien in seinen Modellen. Diese Woche hat Elon Musk das deutsche Werk in Grünheide besucht und hat einige gute Neuigkeiten in petto.

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