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07.04.2021 | 04:55

BYD, Kodiak Copper, Varta – Kaufkurse?

  • Kupfer
  • Elektromobilität
  • Batterien
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität, Energie und Digitalisierung setzen sich als Trend fort. Auch wenn zwischenzeitlich manche Kurse heiß gelaufen sind, bietet die aktuelle Kurskonsolidierung verlockende Einstiegsmöglichkeiten. Mit den drei vorgestellten Aktien können Anleger auf verschiedene Facetten des Trends setzen. Welche Aktie bietet das größte Potenzial?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA50012K1066 , CNE100000296 , DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD CO LTD – Ausblick enttäuschte

    Der chinesische Elektroauto- und Batterieentwickler BYD Company veröffentliche Ende März einen Ausblick auf die Zahlen des ersten Quartals. Das Nettoergebnis, das auf die Aktionäre von BYD entfällt, soll in Q1 zwischen 200 Mio. und 300 Mio. Yuan liegen. Dies würde einer Steigerung von bis zu 166% gegenüber Vorjahr entsprechen. Obwohl die Zahlen über den Marktschätzungen lagen ,startete die Aktie nicht durch, da der ein oder andere Punkt im Ausblick störte. Nach einer solch fulminanten Kursentwicklung wie in den letzten Monaten ist das aber auch zu verschmerzen.

    Viel wichtiger sind die intakten Rahmenbedingungen, die weiteres Wachstum ermöglichen. So berichtet BYD von einer soliden konjunkturellen Entwicklung in der Volksrepublik. Das neue Flaggschiff-Modell "Han" verkaufe sich gut. Dennoch war dieses „gut“ nicht das, was Analysten erwartet hatten. Aktuell produziert der Konzern monatlich 30.000 Einheiten, die monatlichen Absatzzahlen des Modells Han lagen lediglich bei 10.000. Dies veranlasste manchen Analysten das Kursziel zu senken. Im Schnitt sehen die Experten weiterhin ein erfreuliches Aufwärtspotenzial.

    BYD hat sich als einer der führenden Hersteller von New Energy Vehicles (NEVs) weltweit mit einer umfangreichen Produktpalette etabliert. Ganz grob gesprochen ist der Konzern in Branchen gut positioniert, die mit Elektronik, Automobilen oder Erneuerbaren Energien zu tun haben. Die langfristigen Perspektiven stimmen. Das sieht bestimmt auch der Großaktionär Warren Buffet so.

    KODIAK COPPER CORP – Wiederholungstäter

    Der kanadische Kupferexplorer Kodiak Copper ist ein Paradebeispiel dafür, dass der Faktor „Mensch“ bzw. „Team“ bei jungen Rohstoffunternehmen neben finanziellen Mitteln und der Projektqualität entscheidend ist. Im Fall von Kodiak heißt der „Erfolgsfaktor“ Chris Taylor. Taylor ist seit der Goldentdeckung mit Great Bear Resources international bekannt. Die Aktie schoss innerhalb weniger Jahre von wenigen Cents auf über 10 CAD. Taylor ist Chairman bei Kodiak. CEO der Gesellschaft ist die Branchenkennerin Claudia Tornquist.

    Im Zuge des starken Kupferpreisanstiegs und einem riesigen Fund Kupfer-beim Gold-Projekt MPD legten die Anteilsscheine im letzten Jahr auf bis zu 3,37 CAD zu. Das Potenzial des MPD Projekts überzeugte die Branchengröße Teck Resources, bei Kodiak einzusteigen – ein Ritterschlag. Ein Bohrprogramm über 30.000m ist vollständig finanziert und lief bereits Mitte März an.

    Mit dem daraus entstehenden Newsflow sollte sich der Kurs wieder deutlich nach oben bewegen . Die Aktie hat mit einem aktuellen Niveau deutlich von den Hochs im Jahr 2020 korrigiert, bei 1,45 CAD liegt die Marktkapitalisierung bei rund 67 Mio. CAD. Analysten sehen ein großes Kurspotenzial und bescheinigen der Aktie im Durchschnitt ein Upside von bis zu 2,40 CAD! Auch wenn sich momentan alle Augen auf das MPD-Projekt richten, sollte man nicht das andere Projekt welches Kodiak im Portfolio hält vergessen - das Kupfer-Molybdän-Silber-Porphyr-Projekt Mohave in Arizona. Ganz in der Nähe liegt die Weltklasse-Mine Bagdad, die sich im Besitz von Freeport-McMoRan befindet. Es deutet vieles darauf hin, dass sich Chairman Chris Taylor als „Wiederholungstäter“ herausstellt. Wer noch nicht eingestiegen ist, sollte dies auf dem günstigen Kursniveau tun.

    VARTA AG - Standby

    Nach der Meldung von Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und des Einstieges in die Produktion von großformatigen Batteriezellen ist die Varta-Aktie etwas lethargisch geworden. Beide Unternehmensmeldungen konnten die Anteilsscheine nicht auf ein nachhaltig höheres Kursniveau heben. Wer schon länger engagiert ist, hat schöne Gewinne eingefahren und kann geduldig warten, bis die Aktie den Standby Modus wieder verlässt.

    Aktuell ist nicht auszumachen, wo ein neuer Impuls für die Aktie herkommen soll. Vielleicht sind es die Zahlen zum ersten Quartal, die am 12. Mai veröffentlicht werden. Oft sind auch Hauptversammlungen ein Anlass, bei dem das Management nicht nur über das vergangene Geschäftsjahr berichtet, sondern auch einen Blick in die Zukunft wirft. Am 18. Juni lädt Varta zum Aktionärstreffen nach Ellwangen ein. Die Aktionäre können sich auf eine Ausschüttung (inkl. Sonderausschüttung) von 2,50 EUR je Anteilsschein freuen.

    Derweil ist auch von der Analystenzunft wenig zu hören. Kaufempfehlungen gibt es keine mehr. Das Votum der Experten lautet mehrheitlich als Halten oder Reduzieren. Angesichts der sportlichen Bewertung mit einem KGV von über 30 und einem Kursumsatzverhältnis von über 5 machen das gut 5 Mrd. EUR schwere Unternehmen zu keinem Schnäppchen. Charttechnisch ist kurzfristig kein Impuls auszumachen. Um ein Kaufsignal zu generieren, müsst die Aktie die Marke von 137 EUR überwinden. Die Unterstützungszone verläuft grob im Bereich von 105 EUR.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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