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16.02.2022 | 05:10

BYD, Phoenix Copper, Freeport-McMoRan – Dieser Superzyklus läuft

  • Erneuerbare Energien
  • Kupfer
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die Inflation ist in den USA erneut gestiegen und verbuchte mit 7,5% den höchsten Wert seit Februar 1982. Eine Entspannung angesichts der hohen Energie- und Rohstoffpreise sehen Experten noch nicht. Im Gegenteil, die Teuerungsspirale dreht sich weiter und wird durch die immer ehrgeizigeren Ziele der Politik in Hinblick auf die Klimaneutralität weiter befeuert. Hier konnten sich vor allem die benötigten Werkstoffe wie Kupfer, Lithium oder Kobalt vervielfachen. Aufgrund der hohen Nachfrage und des geringen Angebots sind weitere Engpässe und Verzögerungen in den Lieferketten und somit steigende Preise nur eine Frage der Zeit. Profitieren Sie davon.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: FREEPORT-MCMORAN INC. | US35671D8570 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , PHOENIX COPPER LTD. | VGG7060R1139

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Inhaltsverzeichnis:


    Explosion beim Marktführer

    Als Basisinvestment in jedes Rohstoffdepot gehört die Aktie des zweitgrößten Kupferproduzenten Freeport McMoRan. Lediglich der chilenische Marktführer Codelco liegt vor dem US-Produzenten aus Phoenix. Die Zahlen des vergangenen Jahres waren einmal mehr beeindruckend und zeigen den extremen Bedarf an Kupfer. So produzierte der Gigant 3,843 Mrd. Pfund Kupfer, 20% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies lag zum einen am Hochfahren der Untertageproduktion der Grasberg-Mine sowie an höheren Vermahlungsraten in Nord- und Südamerika.

    Neben Kupfer florierte auch die Goldproduktion mit 1,381 Mio. Unzen, eine erhebliche Steigerung in Höhe von 61%, was auch durch die Erweiterung der Grasberg-Mine, dem größten Goldbergwerk der Welt in Westneuguinea, zustande kam. Dadurch explodierte der Nettogewinn um 619% und belief sich auf 4,306 Mrd. USD. Die boomende Geschäftsentwicklung lässt sich eindrucksvoll am Aktienchart wiedererkennen. Nach dem Tiefststand anlässlich des Corona-Ausbruchs bei 4,82 USD konnte sich Freeport nahezu verneunfachen. Trotzdem besitzt das Unternehmen weiteres Wachstumspotenzial. Ein Ausbruch über die Marke von 45,62 USD würde die Tür zu neuen Zehnjahreshochs bei 61,35 USD weit aufstoßen.

    Wenig Angebot, große Nachfrage

    Die steigende Nachfrage überrollt das bestehende Kupferangebot. In der vergangenen Dekade blieben aufgrund des schwachen Kupferpreises Investitionen in die Exploration und den Aufbau neuer Kupfervorkommen weitgehend aus. Aktuell wird die Kupfernachfrage von rund zehn großen sowie 20 kleineren Minen gedeckt. Der Bedarf ist enorm. Ein interessantes Anlageziel ist die Aktie von Phoenix Copper. Der aufstrebende Produzent von Basis- und Edelmetallen, dessen Hauptaktivitäten sich im Bergbaurevier Alder Creek in Idaho in den USA befindet, besitzt aktuell einen Börsenwert von 70,30 Mio. EUR und ist neben der AIM in London und dem OTCQX Market in den USA auch in Frankfurt gelistet.

    Dabei steht das Unternehmen auf mehreren Füßen. Das Hauptprojekt ist die Empire-Mine, an dem sich Phoenix Copper bereits 2013 die Pachtrechte sicherte. Seitdem konnte die Grundstücksgröße des Tagebauprojekts von ursprünglich 2,05 qkm auf aktuell 17,20 qkm erweitert werden. Die Produktion ist für die erste Hälfte des Jahres 2023 geplant. Es wird geschätzt, dass bisher weniger als 1% des potenziellen Erzsystems bei Empire erkundet wurden, was für die Zukunft enormes Potenzial verspricht.

    Breit diversifiziertes Portfolio

    Neben der aussichtsreichen Empire-Tagebaumine besitzt Phoenix die historischen Untertage-Minen Horseshoe, White Knob und Blue Bird Minen, die alle in der Vergangenheit Kupfer, Gold, Silber, Zink, Blei und Wolfram hervorgebracht haben. Die Entdeckung bei Red Star, 330m nordwestlich der Empire-Mine, hat hochgradiges Silber-/Blei-Sulfid-Erz in drei oberflächlichen Explorationsbohrlöchern aufgezeigt. Darüber hinaus umfasst der Bezirk Navarre Creek eine vulkanische Goldentdeckung vom Typ Carlin, die eine 6,1 km lange Streichlänge innerhalb einer Fläche von 14,48 qkm Fläche aufweist.

    Zudem besitzt Phoenix Copper mit Redcastle und Bighorn zwei Kobalt-Claims, die sich in Lemhi County, entlang des produktivsten Trends der Kobaltmineralisierung in den USA und angrenzend an der Mine von Electra Battery Metals, früher unter dem Namen First Cobalt bekannt, mit denen bereits ein Joint Venture besteht, befinden. Das Unternehmen ist mit einem Kassenbestand von rund 15 Mio. USD gut finanziert. Für den Gang zur Produktion bei der Empire-Mine soll zudem Fremdkapital in Form einer Anleihe aufgenommen werden, um die gesteckten Ziele, den Produktionsstart der Empire-Mine bis 2023, zu erreichen.

    Der CFO von Phoenix Copper, Richard Wilkins, präsentiert das Unternehmen am Donnerstag, den 17.02.2022 im Rahmen des virtuellen International Investment Forum IIF. Eine Anmeldung ist unter www.ii-forum.com kostenlos möglich.

    Wachstumstreiber Erneuerbare Energien

    Ein enormer Bedarf an Kupfer liegt bei Erneuerbaren Energien vor. So werden bei der Produktion nur einer Windkraftanlage 30t Kupfer verbaut. Für ein neuartiges Elektroauto werden rund viermal mehr als für die Produktion eines Wagens mit Verbrennungsmotor benötigt. Bereits 2019 fehlten am Markt 383.000t. 2020 stieg das Angebotsdefizit sogar auf 559.000t, den höchsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt.

    Betrachtet man allein die Wachstumsraten der Elektroautobauer bei den New Energy Vehicles, stellt man fest, dass die Nachfrage in den nächsten Jahren noch deutlich steigen wird. So will allein BYD seine verkauften Einheiten von rund 600.000 Einheiten auf 1,5 Mio. im laufenden Jahr mehr als verdoppeln.

    Besonders in China herrscht ein harter und stark wachsender Wettbewerb. So setzte Tesla im Januar 59.845 Elektroautos ab, wie die jüngsten Daten der China Passenger Car Association (CPCA) aufweisen. Marktführer ist im Reich der Mitte jedoch BYD, der im ersten Monat des Jahres 93.101 Einheiten ausliefern konnte. Dahinter folgen Great Wall Motor (GWM) mit 13.781 Units sowie XPeng und Li Auto mit 12.922 und 12.268 Automobilen.


    Der Bedarf an Kupfer wird sich in den nächsten Jahren aufgrund der Wichtigkeit in Bezug auf die Energiewende weiter verstärken. Neben den Kupferproduzenten wie Freeport-McMoRan sollten Anleger Phoenix Copper aus der zweiten Reihe näher ins Auge fassen. Im Bereich der Elektroautos ist BYD in China weiterhin unangefochtener Marktführer.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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