Menü

Aktuelle Interviews

Lewis Black, CEO, Almonty Industries

Lewis Black
CEO | Almonty Industries
100 King Street West, M5X 1C7 Toronto (CAN)

info@almonty.com

+1 (647) 438-9766

Interview mit Minenbetreiber Almonty Industries: „Wolfram macht E-Autos besser”


Nick Luksha, President, Prospect Ridge Resources

Nick Luksha
President | Prospect Ridge Resources
1288 West Cordova Street Suite 2807, V6C 3R3 Vancouver (CAN)

info@prospectridgeresources.com

Interview Prospect Ridge Resources: Diese Filetstücke schmecken dem Markt


Stefan Kempf, Vorstand, aifinyo AG

Stefan Kempf
Vorstand | aifinyo AG
Tiergartenstraße 8, 01219 Dresden (D)

ir@aifinyo.de

+49 351 896 933 10

Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-Fintechs aifinyo AG


18.10.2021 | 05:10

China Evergrande, AdTiger, Geely – Große Chancen in China

  • China
  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

China kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Nachdem die Regierung die Regulierung der heimischen Technologie-Konzerne beschleunigt, steht das Reich der Mitte vor dem nächsten Problem. Der drohende Kollaps des chinesischen Immobiliengiganten Evergrande, beschäftigt die Märkte seit Wochen. Aufgrund der starken Korrektur in den vergangenen Monaten gibt es jedoch besonders im Technologie-Sektor attraktive Einstiegschancen. Charlie Munger zum Beispiel, langjähriger Geschäftspartner der Anleger-Legende Warren Buffett, stockte laut einem Bericht des Daily Journals seinen Anteil am Online-Riesen Alibaba im letzten Quartal massiv auf.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ADTIGER CORP.LTD. | KYG009701064 , CHINA EVERGR.NEW EN.VEH.G | HK0000264595 , GEELY AUTO.H.ADR/20 HD-02 | US36847Q1031

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.
"[...] Im Sommer planen wir ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung unserer Lagerstätte. [...]" Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.

Zum Interview

 

Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor


Risiken kontrollierbar

Noch ist unklar, wie stark sich die Evergrande-Krise auf andere Branchen ausweitet. Fakt ist, der Konzern sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als 300 Mrd. USD, zudem verstrichen bereits mehrere Fristen für fällige Zinszahlungen an Anleihegläubiger. Angesichts des Umfangs der Verbindlichkeiten grassiert die Sorge, dass ein Kollaps von Evergrande einen Flächenbrand im chinesischen Immobiliensektor auslösen könnte. Chinas Notenbank meldete sich nun im Rahmen einer Pressekonferenz zu Wort und bezeichnete die Risiken für das Finanzsystem als kontrollierbar. Unwahrscheinlich sei es auch, dass sich die Krise von Evergrande auf andere Bereiche ausdehne.

Derweil versucht das Management des schwächelnden Immobilienriesen durch den Verkauf von Vermögenswerten zu retten, was noch zu retten ist. Ein Verkauf der Hongkong-Zentrale für rund 1,7 Mrd. USD ist derweil geplatzt. Wie aus gut informierten Kreisen berichtet wurde, hat sich der dem Staat gehörende Immobilienentwickler Yuexiu Property angesichts der schwierigen Finanzlage Evergrandes aus den Gesprächen verabschiedet. Weiterer Ärger könnte dem kriselnden Konzern durch die Bilanzaufsicht in Hongkong ins Haus stehen. Das Financial Reporting Council (FRC) prüft den Jahresabschluss 2020 und den Halbjahresausweis 2021. Zudem wird die Bilanzprüfung des Jahresabschlusses 2020 durch die Wirtschaftsprüfer von PwC kontrolliert. Dabei geht es um die Angemessenheit der Konzernbilanzierung sowie des Prüfberichtes.

Regulierung fördert kleinere Unternehmen

Im Laufe des Jahres wurden speziell bei den chinesischen Tech-Giganten wie Alibaba, Baidu oder Tencent die Regulierungsschrauben angesetzt. Das Ziel der chinesischen Regierung dürfte unter anderem gewesen sein, die Machtstellung von Monopolisten und Oligopolisten einzuschränken und solche Praktiken, wie zum Beispiel Händler zur Unterzeichnung von Exklusivverträgen zu zwingen zu unterbinden, sowie Verdrängungsmarketing zu begrenzen.

Dies wiederum fördert den Wettbewerb und schafft ein Umfeld, in dem kleinere Firmen wachsen können. Ein gutes Beispiel dafür ist das am schnellsten wachsende digitale Marketingunternehmen 2020, AdTiger. Diese Auszeichnung erhielt das bereits profitable Unternehmen im Rahmen der 20. IAI International Advertising Awards. AdTiger ist eines der führenden Digital-Marketing- Unternehmen im asiatischen Raum. Die Wachstumsraten in diesem Segment sind mit jährlichen Steigerungen von über 25% enorm. Die Kundschaft von AdTiger ist das „Who is who“ der chinesischen Fortune 50-Unternehmen. Sina, Futu, Netease oder Baidu sind hier als Beispiele zu nennen. Dabei bietet das Unternehmen digitale Marketinglösungen für seine Klientel an und hilft ihnen bei Marketing und Vertrieb. Das Ziel ist unter anderem der Markenaufbau und der Ausbau des Kundenstammes.

Mit Big Data und KI

Demgegenüber nutzt AdTiger, mit Hilfe von Big Data und Algorithmen als Kern seiner Plattform AdTensor, die führenden Internet-Medienplattformen, um Zugang zu den weltweit aktiven Internetnutzern zu bekommen. Dabei kann AdTiger auf mehrjährige erfolgreiche Partnerschaften mit den globalen Playern zurückggreifen. So ist AdTiger die Haupt-Werbeagentur von Google in China und ist seit acht Jahren einer der Exportpartner von Facebook. Außerdem kooperiert die in China ansässige Holdinggesellschaft eng mit TikTok, Bigo und WeChat Video und wurde zum „Lens Creative Partner“ von Snapchat gekürt.

Im Laufe des vergangenen Jahres musste AdTiger einen geographischen Schwenk in Richtung des chinesischen Werbemarktes unternehmen. Der schwellende Handelskonflikt mit den USA und der Einbruch des indischen Marktes aufgrund der Corona-Pandemie führte zu einer Verlagerung des Fokus auf das Reich der Mitte. Aus diesem Umbruch resultierte ein einmaliger Gewinnrückgang von rund 40% im ersten Halbjahr. Die Zukunft von AdTiger sieht trotz des Einmal-Effektes jedoch rosig aus. Wachsen will die in China ansässige Holdinggesellschaft durch strategische Kooperationen und Übernahmen verschiedener Apps sowie der weiteren Expansion in die ASEAN-Staaten wie Indonesien, Singapur und Vietnam. Der Börsenwert des Unternehmens liegt bei 48,28 Mio. EUR. Im Gegensatz zum Beginn des Börsenjahres erhalten Anleger im Augenblick einen Discount von 50% auf den Kurs.

Elektro brummt

Fast 20% weniger Automobile sind im September in China verkauft worden. Aufgrund der Knappheit bei Halbleiterbauteilen ging es bereits zum fünften Mal in Folge rückwärts. Insgesamt wurden 2,07 Mio. Autos ausgeliefert. Betroffen sind hierbei allerdings Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Hingegen ging es beim Absatz mit alternativen Antrieben - dazu zählen Elektroautos, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge, steil nach oben. 357.000 Einheiten bedeuten eine Verdopplung gegenüber dem Vormonat.

Auch das Partner-Unternehmen von Daimler, Geely konnte sich nicht dieser Entwicklung entziehen. Insgesamt gingen 103.936 Einheiten über die Ladentheke, was einen Rückgang von 18% gegenüber dem Vormonat gleichkommt. Im Segment der alternativen Antriebe verbuchte das Unternehmen mit 11.177 Automobilen gegenüber 8.201 ein sattes Plus von 26,6% gegenüber dem Vormonat.

Durch den Ausbruch über die markante Widerstandslinie bei 2,60 EUR konnte Geely ein Kaufsignal generieren.


Wie stark schlägt sich die Krise um den strauchelnden Immobilienkonzern Evergrande auf die Wirtschaft nieder? Durch die Aktivitäten der chinesischen Regulierungsbehörden kam es zudem in den vergangenen Monaten zu einer deutlichen Korrektur bei den Tech-Werten. AdTiger konnte sich dieser nicht entziehen, das Geschäft ist jedoch stark wachsend. Geely ist auf aktuellem Niveau ebenfalls attraktiv.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Jahresabschluss – Ein Kaufmann muss nach § 242 HGB zum Ende eines Geschäftsjahres einen Jahresabschluss erstellen.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 25.11.2021 | 04:44

Nel ASA, Enapter, PlugPower, Thyssen – Wasserstoff jetzt oder nie!

  • Wasserstoff
  • Technologie

Es klingt verrückt, aber wir sind in den Zeiten angekommen, wo Milliardäre soziale Plattformen befragen, ob sie einen Teil ihrer Aktien versilbern, um etwas Geld in die leeren Staatskassen zu spülen. Im Zeitalter der mächtigen Vermögensverschiebungen zu Gunsten der Aktienbesitzer ist das vielleicht legitim oder nett, wie es bisweilen in der Presse bezeichnet wird. Doch der Schein trügt. Hinter einer allgemein formulierten Frage, ob man Aktien verkaufen sollte, liegt das klare Kalkül der Schuldabwälzung, falls durch den angekündigten Verkauf ein größerer Kursschaden entsteht. Was dann passiert, ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, mit einem kleinen Unterschied: Die Verkaufsabsicht wurde vorher durch eine öffentliche Abstimmung quasi legitimiert.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 22.11.2021 | 04:44

TeamViewer, SAP, Aspermont, Palantir – Lockdown in spe: Corona treibt die Online-Welt!

  • Big Data
  • Technologie
  • Medien

Die Börsen erreichten auch in der letzten Woche wieder neue Höchststände. Der geneigte Beobachter fragt sich langsam, was hier von einer Woche auf die andere immer gefeiert wird? Die Regierungen verhängen wieder unterschiedliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, selbst der Lockdown wird durch die Maßnahmen in Österreich wieder salonfähig. Eigentlich hatten viele gehofft, dass die Impfungen uns einen besseren Winter bescheren als im vergangenen Jahr. So scheint es aber aufgrund historischer Ansteckungszahlen in Deutschland nicht zu sein. Wer hier noch an eine florierende Wirtschaft glaubt, muss schon starke Nerven haben. Wir blicken auf ein paar Unternehmen, die trotz des Pandemiegeschehens weiter stark wachsen können.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 19.11.2021 | 04:44

Alibaba, Talkpool AG, Baidu, Tencent – Brutaler Ausverkauf, wie geht es hier weiter?

  • Internet
  • China
  • IoT

Nun geht der Ausverkauf von chinesischen Technologieriesen in die nächste Runde. Diesmal ist es nicht der Regulator, sondern verhaltene Ausblicke für die Zukunft. Der Kurs der Alibaba-Aktie hat das negative Sentiment gestern zu spüren bekommen und ist wieder fest im Griff der Bären, nachdem seit Sommer eine Zwischenerholung von über 30% eingetreten war. Die NASDAQ zeigt sich seit Wochen unbeeindruckt von den Prognosen der chinesischen Unternehmen und schickt seine eigenen Wachstumswerte von Hoch zu Hoch. Wir richten einen Blick auf die dynamische Branche.

Zum Kommentar