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15.12.2025 | 05:00

Der Wall-Street-Hebel: Was der Einstieg der Bank of America für Almonty wirklich bedeutet - Blaupause MP Materials

  • US-Vermögensverwalter
  • Nasdaq
  • Wolfram
  • Bank of America
Bildquelle: pixabay.com

Kapital ist an der Börse nicht gleich Kapital. Es gibt „dummes“ Geld, das kurzfristigen Trends hinterherläuft und es gibt „smartes“ Geld, das Märkte macht. Der Schulterschluss zwischen Almonty Industries und der Bank of America ist deshalb weit mehr als eine reine Finanzierungsrunde. Es ist ein institutioneller Ritterschlag, der über den Zugang zur Vermögensverwaltungstochter Merrill die Tür zu US-Privatvermögen öffnet und eine Neubewertung ermöglicht. Analysten wie D.A. Davidson bestätigten dieses Potenzial bereits vor der jüngsten Kapitalerhöhung mit dem prominenten Konsortialführer mit konkreten Kurszielen von 12 USD und verweisen auf massive Umsatzsprünge bis 2028.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , BANK AMERICA DL 0_01 | US0605051046 , MP MATERIALS CORP | US5533681012

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty und der Mechanismus der institutionellen Validierung

    In der Rohstoff-Welt kämpfen tausende Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Anleger. Die meisten sind auf teures Risikokapital angewiesen. Doch Almonty Industries hat durch die Zusammenarbeit mit der Bank of America ein neues Stadium erreicht. Um die Tragweite dieses Deals zu begreifen, muss man den Mechanismus der „institutionellen Validierung“ verstehen, den führende Analystenhäuser wie D.A. Davidson in ihren Modellen bereits vorweggenommen und Kursziele deutlich im zweistelligen Bereich ausgesprochen haben.

    Wenn eine globale Großbank eine Kapitalerhöhung zeichnet, geht dem eine tiefe Prüfung voraus. Für den Kapitalmarkt ist das ein Qualitätssiegel. Die jüngste Transaktion signalisiert, dass Almonty und seine Projekte alles mitbringen, um in den kommenden Jahren stark zu wachsen. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich seit einigen Monaten auch im Research wider. Die Analysten von D.A. Davidson bekräftigten in ihrem Update von November ihre Kaufempfehlung und hoben das Kursziel von 11 auf 12 USD an. Auch andere Analystenhäuser sehen Kurse in diesem Bereich. Diese Zuversicht basiert nicht auf Hoffnung, sondern auf harten Zahlen: D.A. Davidson rechnet damit, dass Almontys Umsätze von geschätzten 44 Mio. USD im Jahr 2025 auf beeindruckende 526 Mio. USD im Jahr 2028 explodieren werden – eine Einschätzung, die spätestens nach dem Deal der vergangenen Woche in der gesamten Finanz-Community salonfähig ist.

    Almonty war schon 2025 eine Erfolgsgeschichte - es scheint, als sei diese Story noch lange nicht zu Ende.

    Die Pipeline zum großen Geld: Der Merrill-Faktor

    Der vielleicht wichtigste Aspekt dieser Partnerschaft verbirgt sich in der Struktur der US-Finanzlandschaft. Die Bank of America ist über ihre Tochter Merrill einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Sobald ein Unternehmen wie Almonty den Ritterschlag in Form einer Kapitalerhöhung mit der Bank of America erhalten hat, wird die Aktie potenziell für das riesige Beraternetzwerk von Merrill investierbar. Dabei geht es um Kapital, das Stabilität sucht – Vermögensverwalter für wohlhabende US-Kunden suchen Sicherheit und Chancen zugleich. Genau das bietet Almonty: D.A. Davidson untermauert diese Attraktivität für Langfristanleger mit einer Prognose für das bereinigte EBITDA, das bis 2028 auf 336 Mio. USD steigen soll. Eine solche Gewinnkraft macht die Aktie für institutionelle Portfolios, die auf Cashflow-Wachstum setzen, hochgradig relevant. Da Almonty neben einem US-Listing an der Nasdaq inzwischen auch eine US-Mine und ein US-Büro hat, das ab 2026 zum Hauptsitz von Almonty werden wird, sollte der Merrill-Faktor der Aktie schnell zugutekommen.

    MP Materials als Blaupause

    Was passiert, wenn ein westliches Unternehmen strategischen Zugang zu US-Kapital erhält, zeigt MP Materials. Investoren zahlen dort eine Prämie für geopolitische Sicherheit. Almonty Industries steuert mit seiner Wolfram-Mine in Sangdong auf ein ähnliches Szenario zu. Wolfram ist für die Rüstungs- und Tech-Industrie unverzichtbar und die Preise haben sich laut D.A. Davidson seit Jahresbeginn 2025 mehr als verdoppelt und zuletzt sogar noch einmal angezogen: Beim jüngsten Fixing in Rotterdam am vergangenen Freitag erreichte der Preis für APT (Ammoniumparawolframat, wichtiges Zwischenprodukt in der Wolframverarbeitung) im Schnitt ein Niveau von 812,50 USD / MTU. Wie Almonty-CEO Black jüngst beim International Investment Forum (IIF) äußerte, sind Minen wie Sangdong bereits bei halb so hohen Preisen hochprofitabel. Trotzdem ist die Aktie von Almonty im Vergleich zu MP Materials oder auch anderen Rohstoffunternehmen deutlich unterbewertet. Bereits im Herbst konstatierten die Analysten von Oppenheimer mit Blick auf das Jahr 2027 für MP Materials ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) um 50 und bei Almonty ein KGV von rund 17. Selbst Uran-Produzent Cameco erreichte mit Blick auf die geschätzten Ergebnisse für 2027 ein KGV von 45.

    Der Einstieg der US-Finanzelite ist ein klarer Hinweis dafür, dass das „smarte“ Kapital in der Aktie von Almonty große Chancen sieht. Wenn Analysten wie Matt J. Summerville von D.A. Davidson ihre Kursziele anheben und eine Vervielfachung des EBITDA auf über 300 Millionen USD in Aussicht stellen, wird die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Kurs und dem fundamentalen Wert erst richtig deutlich. Von Seiten der neuen Aktionäre von Almonty sind in den kommenden Monaten ebenfalls Ratings zu erwarten. Diese Analysen dürften auf die bereits bekannte Bewertungsanomalie verweisen und auf den Tischen der vermögenden Kunden von US-Vermögensverwaltungen wie Merrill landen. Almonty ist das einzige westliche Unternehmen, das freie Lieferkapazitäten für Wolfram hat. Während Konkurrenz-Projekte, die ohnehin erst in Jahren in Produktion gehen können, in Vietnam und Kasachstan unter Verzögerungen und einem hohen Kapitalbedarf leiden, bleibt Almonty die einzige Alternative. Das sollte sich bald noch deutlicher im Aktienkurs niederschlagen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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