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03.03.2021 | 05:50

Evotec, Cardiol Therapeutics, Morphosys – Aufgepasst: Kurzfristig großes Aufwärtspotenzial

  • Biotech
  • Cannabis
  • Innovationen
Bildquelle: pixabay.com

Eine Sache, die Anleger im Laufe der Pandemie gelernt haben ist, dass kleine Biotechgesellschaften teilweise noch mit Start-up Charakter, über Nacht Milliarden wert sein können. Biontech und Curevac sind aus der Presse bekannte Namen. Beide verbindet nicht nur das Thema Corona-Wirkstoff, sondern auch der Unternehmenssitz in Deutschland. Zwei weitere deutsche Gesellschaften, Evotec und Morphosys, haben in den letzten Jahren eine vorbildliche Wachstumsgeschichte an der Börse geschrieben: aus klein wird groß! Klein ist auch noch die kanadische Cardiol Therapeutics. Mit dem angekündigten Dual-Listing an der US-Technologiebörse Nasdaq könnte sehr bald ein Bewertungsschub bevorstehen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA14161Y2006 , DE0005664809 , DE0006632003

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Inhaltsverzeichnis:


    Bill Radvak, CEO, NervGen Pharma
    "[...] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele verschiedene Heilungsprozesse gibt, die uns sehr zuversichtlich stimmen, dass unser Medikament die Fähigkeit hat, vielen Millionen Menschen mit einer Vielzahl von Ursachen für Schäden am Nervensystem zu helfen. [...]" Bill Radvak, CEO, NervGen Pharma

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    EVOTEC SE – Die Spannung steigt, Zahlen kommen Ende März

    Evotec hat in den letzten Jahren eine beindruckende Performance an der Börse gezeigt. Im Oktober 2009 wurden die Aktien bei einem Kurs von rund 2 Euro in den TECDAX einbezogen, 2018 erfolgte der Aufstieg in den MDAX bei Notierungen von 18 Euro. Aktuell verfügt die Gesellschaft bei rund 32 Euro über eine Marktkapitalisierung von 5,4 Mrd. Euro. Das Hamburger Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen arbeitet im Rahmen von Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen, akademischen Einrichtungen, Patientenorganisationen und Risikokapitalgesellschaften daran, innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte zu generieren und voranzutreiben. Evotec besitzt zudem eigene Wirkstoffkandidaten, die in der klinischen sowie in der präklinischen Entwicklung sind. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen weltweit über 3.000 Mitarbeiter.

    Die Indikationsgebiete, die zum Tätigkeitsfeld des Unternehmens gehören, zählen u.a. Alzheimer, Diabetes, Krebs und diverse Entzündungs- und Infektionskrankheiten. Die Liste der Entwicklungspartnerschaften mit Pharmaunternehmen ist lang und umfasst u.a. Bayer, Sanofi, Genentech und AstraZeneca.

    Am Montag veröffentlichte der „Branchenkollege“ Morphosys die vorläufigen Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Am 25. März legen die Hamburger den Geschäftsbericht vor. Der Blick auf die Kennzahlen belegt eindrucksvoll, dass die Bewertung von Evotec an heute noch nicht messbaren Potenzialen festgemacht wird. Das 2021er KGV liegt bei rund 130. Für langfristig orientierte Anleger, die sich in der Branche engagieren wollen, gehört die Aktie jedenfalls auf den Kaufzettel.

    CARDIOL THERAPEUTICS INC – Auf zur Nasdaq mit vollen Taschen!

    Das kanadische Biotechnologieunternehmen Cardiol Therapeutics, welches an der Entwicklung von innovativen entzündungshemmenden Therapien zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im klinischen Stadium arbeitet, gab gestern zwei wichtige Informationen bekannt. Die Gesellschaft hat ein Up-Listing seiner Stammaktien an der Nasdaq beantragt. Dies sei nach Unternehmensaussage ein logischer Schritt, da die US-Technologiebörse die größte relevante Börse darstelle und über viel Aufmerksamkeit bei Investoren verfüge. Ein wichtiger Effekt, sofern der Antrag durchgeht, wäre sicherlich eine höhere Unternehmensbewertung.

    Zudem meldete Cardiol, über 10 Mio. CAD aus der Ausübung von Optionsscheinen und Aktienoptionen erzielt zu haben. Dies stärkt einerseits die Bilanz und ermöglicht weitere Entwicklungsschritte, z.B. die Einleitung des klinischen Studienprogramms der Phase II / III in den USA. Im Rahmen einer Studie sollen die kardioprotektiven Eigenschaften des Hauptprodukts CardiolRx bei 422 stationär behandelten COVID-19-Patienten mit Vorerkrankungen oder Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht werden. Cardiol hofft, diese Ergebnisse noch im laufenden Jahr veröffentlichen zu können.

    CardiolRx ist eine pharmazeutisch hergestellte orale Cannabidiol-Formulierung. Ziel ist, die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs als kardioprotektive Therapie zur Verringerung von Mortalität und schwerwiegenden Herzerkrankungen bei COVID-19-Patienten mit Herzkreislaufvorerkrankungen bzw. -risikofaktoren zu bewerten und den Einfluss des Wirkstoffes auf Schlüsselmarker entzündlicher Herzkrankheit zu untersuchen. Dem Unternehmen und seinen Aktionären stehen somit extrem spannende Zeiten bevor. Bei einer Marktkapitalisierung von 138 Mio. CAD sind die Potenziale des innovativen Wirkstoffs ungenügend eingepreist.

    MORPHOSYS AG – eigene Prognosen übertroffen

    Diesen Montag veröffentlichte das biopharmazeutische Unternehmen mit Sitz in Planegg in der Nähe von München die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und toppte die erst im Oktober angehobene Jahresprognose. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen operativen Gewinn (EBIT) von 27,4 Mio. EUR, was deutlich über der avisierten Spanne von 10 bis 20 Mio. EUR lag. Im Vorjahr musste noch ein Verlust in Höhe von rund 72 Mio. EUR verbucht werden. Der in Aussicht gestellte Umsatz von rund 328 Mio. EUR stellt mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahreswert dar. Die ersten Analystenreaktionen fielen positiv aus, worauf die Aktie kurzfristig anstieg aber die Gewinne größtenteils wieder abgab.

    Morphosys hat eine Großzahl von Antikörpertechnologien entwickelt, die die Gesellschaft sowohl für seine firmeneigenen Programme als auch für Partnerprogramme einsetzt. Das wichtigste Asset der Süddeutschen ist eine riesige Antikörper-Bibliothek namens HuCAL mit mehr als 10 Mrd. humanen Antikörpern, die Wissenschaftlern zur Herstellung menschlicher Antikörper nutzen.

    Morphosys erhält bei der Medikamentenentwicklung im Rahmen der Partnerschaften Meilensteinzahlungen und wird an den Umsätzen von marktfähigen Medikamenten beteiligt. Zu den Partnerunternehmen gehören große internationale Pharmakonzerne wie Bayer, Novartis, Johnson & Johnson, Merck & Co, Pfizer oder Eli Lilly. Das 1992 gegründete Unternehmen hat eindrucksvoll den Beweis erbracht, dass aus einem Start-up ein international renommierter Player werden kann, der aktuell beachtliche 2,8 Mrd. EUR auf die Börsenwaage bringt.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Ein Blick auf den NASDAQ Biotechnology Index zeigt, dass der große Hype auf Biotech-Unternehmen erst einmal vorbei zu sein scheint. Seit September 2021 geht der Index in die Knie und markiert dabei immer wieder neue Tiefs. Diesen Rückgang kann man aber auch als Chance sehen, denn die Aussichten für die Branche sind langfristig gut. Die Menschen werden immer älter und mit dem Alter kommen die Krankheiten, die bekämpft werden wollen. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die viel Potential haben.

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    Kommentar von Juliane Zielonka vom 10.06.2022 | 06:45

    Wachstumstreiber KI bei den Tech-Aktien Apple, Brainchip, Amazon

    • AI
    • Big Data
    • KI
    • Innovationen
    • Halbleiter

    Apple erobert den Gesundheitsmarkt und hebt einen Schatz an sensiblen Patientendaten, die das Leben von vielen Menschen weltweit verbessern können. Die neuesten Updates in Hard- und Software ermöglichen engmaschiges Überwachen von Körpervitaldaten und Medikamenten-Einnahmen. Ein Segen für Familien, etwa mit herzkranken Eltern. Damit solche hochsensible Daten auch an sicheren Orten bleiben, hat das australische Unternehmen Brainchip eine IP am Markt, mit der selbstlernende KI-Systeme direkt auf dem Chip verbleiben und dort sicher sind wie Fort Knox, frei von der Cloud. Das genaue Gegenteil bringt Amazon starke Kursgewinne. Seine Web Services verhelfen der Aktie zum rasanten Kurssprung.

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