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07.01.2021 | 04:50

JinkoSolar, Defense Metals, BYD – Nachfrageboom führt zur Katastrophe!

  • Metalle
Bildquelle: pixabay.com

Jetzt sind die Absatzzahlen aller großen Elektroautobauer für das Gesamtjahr 2020 auf dem Tisch. Mehr als 100% E-Autos konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum abgesetzt werden. Noch bedeutender für die Zukunft ist jedoch, dass bei den Neuauslieferungen Fahrzeuge mit Elektromotoren die reinen Verbrennungsmotoren überholt haben. Die disruptive Ablösung ist in vollem Gange. Allerdings entstehen Engpässen in den Rohstoffen, die für die Produktion von Batterien und Motoren dringend benötigt werden.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA2446331035 , CNE100000296 , US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    Mangel bei Rohstoffen

    Neben Lithium, dass für die Produktion von Batterien gebraucht wird, besteht auch bei anderen Rohstoffen enormer Nachfrageüberhang, der sich in den nächsten Jahren noch deutlich zuspitzen wird. Auf Grundlage seltener Erdmetalle werden Permanentmagneten für Elektromotoren hergestellt. In zehn Jahren, so prophezeien die Experten von Adamas Intelligence, steigt die Nachfrage nach Seltenen-Erden-Oxiden zum Einsatz in Magneten von aktuell 2,98 Mrd. USD bis auf 15,65 Mrd. USD.

    Die mit Abstand größte Nachfrage sehen die Analysten von Adamas Intelligence vor allem bei magnetischen seltenen Erden wie Neodymium, Praseodymium, Dysprosium und Terbium. Noch gravierender wird die kurzfristige Sichtweise auf einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren gesehen. Die Nachfrage nach seltenen Erden wächst so enorm, dass die bereits heute nicht ausreichenden Förderkapazitäten bei weitem nicht ausreichen werden. Es ist ein Muss, größere Investitionen in die Minenindustrie zu tätigen, um die Nachfrage einigermaßen sättigen zu können.

    China's Übermacht

    Hinzu kommt noch, dass die Volksrepublik China mit 80% der Produktion von seltenen Erdmetallen quasi ein Monopol besitzt. Hier sucht die Politik händeringend nach Alternativen in Europa oder Nordamerika. Das Unternehmen Defense Metals, ein Mineralexplorer, steht hierbei ganz oben auf der Liste. Der Fokus des 2016 gegründeten Unternehmens liegt auf den Erwerb von Minerallagerstätten, die Metalle und Elemente enthalten, die bei der Herstellung erneuerbarer Energietechnologien, wie etwa Seltenerdmetallmagnete, eingesetzt werden.

    Geforscht wird auf dem Projekt Wicheeda in der Provinz British Columbia. Firmenangaben zufolge liegen die Mineralressourcen bei 4,9 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 3,02% LREO (leichte Seltenerdmetalle) und abgeleitete Mineralressourcen von 12,1 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 2,90% LREO.

    Geldsegen, Aktie springt an

    Ende Dezember vermeldete die Gesellschaft, dass ihr durch die Ausübung von 3,157 Mio. Warrants rund 632.000 CAD zufließen werden. Damit soll das Working Capital gestärkt und insbesondere die Fertigstellung der vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) des Projekts realisiert werden. Die Börse erkennt langsam den extremen Bedarf an seltenen Erdmetallen.

    Die Aktien der Defense Metals konnte sich in den vergangenen vier Wochen auf 0,30 CAD fast verdoppeln und steht kurz vor Ihrem Allzeithoch von 2018. Der Börsenwert beträgt aktuell jedoch lediglich knapp 10 Mio. EUR. Im Hinblick auf die weiter steigende Nachfrage infolge des Elektroauto-Booms bietet sich hier noch deutlicher Spielraum nach oben.

    „Build your dreams“ geht weiter

    Wie wichtig die Beschaffung von Lithium und seltener Erdmetalle ist, zeigen die Auslieferungszahlen für BYD für den Dezember. So konnten die Chinesen im letzten Monat des Geschäftsjahres 2020 insgesamt 56.322 Fahrzeuge absetzen. Im Vormonat waren es 53.943 Einheiten. Gegenüber dem Dezember 2019 entspricht dies einem deutlichen Plus von über 13.000 Units. Entscheidend ist allerdings die Meldung, dass erstmals in der Firmengeschichte mehr NEVs als Verbrenner verkauft werden konnten.

    Weniger Zuwachs als Konkurrenz

    Zwar liegt BYD bei den Auslieferungszahlen immer noch deutlich vor Konkurrenten wie Nio oder Xpeng. Der Absatz von Elektroautos fiel im Vergleich zum Vormonat allerdings prozentual geringer aus als der der chinesischen Hauptkonkurrenten. Zwar startete die Aktie mit knapp 3% im Minus, konnte sich jedoch im Tagesverlauf wieder in den schwarzen Bereich retten.

    Neuer Rekord

    Den eigenen Weltrekord konnte der chinesische Photovoltaik-Produzent JinkoSolar knacken. So konnte für eine großflächige, n-type, TOPCon, monokristalline Solarzelle einen Wirkungsgrad von 24,9% erreicht werden. Laut Unternehmensangaben ist die monokristalline Solarzelle auf einem hochwertigen, defektarmen CZ-Mono-Si-Substrat hergestellt worden. Anfang des Jahres, als die Zelle noch einen Wirkungsgrad von 24,2% besaß, erklärte JinkoSolar, dass die Zelle auf dem HOT-Design basiert und mit der Tunnel-Oxid-Passivierungskontakt-Technologie ausgestattet sei.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Lexikon:

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