Menü schließen




27.09.2021 | 05:10

JinkoSolar, dynaCERT, Alstom, Nel Asa – Wasserstoff als Schlüssel

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Zum ersten Mal direkt vor einer Bundestagswahl demonstrierte Fridays for Future landesweit für mehr Klimaschutz. Laut Greta Thunberg, die in Berlin ihren Auftritt hatte, ist Deutschland der viertgrößte Kohlenstoffdioxid-Emittent in der Geschichte, und das bei einer Bevölkerung von nur 80 Mio. Menschen. Die Politik muss handeln und den Umstieg vom Benziner und Diesel auf umweltschonende Antriebe beschleunigen. Neben der Elektromobilität geht zukünftig vor allem bei schweren Fahrzeugen nichts an der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie vorbei.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , ALSTOM S.A. INH. EO 7 | FR0010220475 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Dirk Graszt, CEO, Clean Logistics SE
    "[...] Wir können Busse und LKW vollständig klimaneutral umbauen. Dabei gehen wir modular und inkrementell vor. So können wir mit allen gängigen Fahrzeugtypen arbeiten und zudem auf neue Technologie und Innovation reagieren [...]" Dirk Graszt, CEO, Clean Logistics SE

    Zum Interview

     

    Kommt die zweite Welle?

    Die Börsenstars des vergangenen Jahres, Wasserstoffaktien, korrigieren seit Monaten auf breiter Front und bauen ihre aufgebaute Überbewertung sukzessive weiter ab. So ist es völlig normal, dass sogar Marktführer mehr als 60% korrigieren. Dass diesen Technologien die Zukunft gehört, steht jedoch außer Frage. Das Gas mit der Formel H2 gilt in Ergänzung zu grünem Strom als der Schlüssel für das Erreichen der Klimaziele weltweit.

    Morgan Stanley hat den globalen Hydrogen-Markt nun in einer Analyse unter Einbeziehung von 20 Analysten durchleuchtet. Wie CNBC berichtete, wurde von den Experten nicht nur der Gesamtmarkt analysiert, sondern explizit die Favoriten genannt. Dabei steht in Europa neben dem französischen Unternehmen Alstom, dass sich auf mit Wasserstoff betriebene Züge spezialisiert, auch das deutsche DAX-Unternehmen Linde und der norwegische Elektrolyseur-Hersteller Nel Asa.

    Durch den Aufbau eines doppelten Bodens bei 1,25 EUR sieht die charttechnische Situation bei den Norwegern vielversprechend aus. Das Überschreiten des Widerstands bei 1,50 EUR würde ein neues Kaufsignal auslösen und die Formation abschließen.

    Wann erfolgt der Startschuss?

    Kräftig Federn lassen musste in den vergangenen Monaten auch die Aktie von dynaCERT. Nach Höchstständen von 0,56 EUR Anfang des Jahres gibt es die Anteile der Kanadier aktuell für 0,16 EUR zu erwerben. Dass die Technologie von dynaCERT zukunftsträchtig ist, steht außer Frage. Jedoch wartet der Markt auf Nachrichten im Hinblick auf größere, skalierbare Aufträge und den Eintritt in den Massenmarkt. Zu diesem Thema dürften nähere Details im Rahmen der in dieser Woche stattfindenden Hauptversammlung verkündet werden. Sollten hier positive News vom Management kommen, dürfte man bei dem Wert, der im Moment von Leerverkäufern auf dem Zettel steht, einen Short-Squeeze erleben.

    Mit der HydraGEN-Technologie von lassen sich Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren günstig umrüsten, um sowohl CO2-Ausstoß als auch Kraftstoffverbrauch um bis zu 19% zu senken. Zudem wurde eine intelligente Software entwickelt, die den Verbrauch aufzeichnet und analysiert. Das eingesparte CO2 können die Fuhrparkunternehmen in entsprechende Zertifikate umwandeln und verkaufen.

    In Zukunft will das Management in Kanada eine Führungsrolle in der neuen Wasserstoffwirtschaft einnehmen und gleichzeitig mit anderen hochrangigen Branchenführern kooperieren, um der derzeit auf dem Weltmarkt erhältlichen Umwelttechnologie-Produktlinie des Unternehmens noch mehr Vorteile zu verschaffen und diese weiter auszubauen. Spekulativen Anlegern bietet sich die Möglichkeit, auf verbilligtem Niveau, erste Positionen aufzubauen.

    Tochter mit IPO

    Auch die Stromversorgung wird Jahr für Jahr „grüner“. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch wächst beständig: von rund 6% im Jahr 2000 auf rund 46% im Jahr 2020. Damit wurde die Zielmarke von 35% für das Jahr 2020 vorzeitig deutlich übertroffen. Bis zum Jahr 2025 sollen 40 bis 45% des in Deutschland verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen. Dabei ist die Photovoltaik mit knapp 45% die wichtigste Stromquelle der Erneuerbaren.

    Der chinesische Marktführer JinkoSolar treibt nun den Börsengang seiner wichtigsten Tochter, Jiangxi Jinko, voran. Diese soll am Sci-Tech Innovation Board, dass zur Shanghai Stock Exchange gehört, notiert werden. Aktuell hält dervSolarmodule- und Solarzellen-Produzent knapp 74% an der Tochter, nach dem Börsengang stünde mit 54,96% immer noch die Mehrheit.

    Aus technischer Sicht wird nun ein weiterer Test der 40 EUR-Marke wahrscheinlich. Sollte die breite Unterstützung nicht halten, wären Kurse um 35 EUR das wahrscheinliche Ziel.


    Für den Klimaschutz ist die Wasserstofftechnologie ein wichtiges Puzzleteil. DynaCERT hat ein visionäres System entwickelt, das bei Einführung in den Massenmarkt deutliches Potenzial besitzt. Nel Asa könnte seine Bodenbildungsformation beenden, bei JinkoSolar ist Vorsicht geboten.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 09.03.2026 | 05:00

    Energieschock? Hier ist die Lösung! Das Potenzial von Linde, Veolia und AHT Syngas

    • Synthesegas
    • Wasserstoff
    • dezentrale Energieversorgung
    • Energiepreisschock

    Börse und Wirtschaft sind volatiler denn je. Gründe sind die militärische Eskalation im Nahen Osten und die faktische Sperrung der Straße von Hormus. Mit Rohölpreisen, die die Marke von 90 USD je Barrel überschritten haben und laut Analysten in einem anhaltenden Krisenszenario auf über 150 USD steigen könnten, steht die Industrie vor einer ernsten Herausforderung. In diesem Umfeld wandelt sich auch die Dynamik der Energiewende: Dekarbonisierung ist für Unternehmen nicht mehr nur ein regulatorisches Ziel, sondern Überlebensstrategie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit geworden. Während der Industriegase-Konzern Linde durch seine Expertise in der Wasserstofflogistik das technologische Rückgrat der Dekarbonisierung bildet, sichert Veolia Environnement durch das Management globaler Stoffkreisläufe Ressourcen und generiert sogar krisenfeste Cashflows. Gut zu den genannten Unternehmen passt auch AHT Syngas, dessen Vergasungsanlagen industrielle Abfallströme direkt am Ort ihrer Entstehung zu kostengünstigem Synthesegas und grünem Wasserstoff umwandeln – eine dezentrale Technologie, die heute mehr denn je einen Nerv trifft.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 09.03.2026 | 04:30

    Iran-Krieg und explodierende Ölpreise! Gibt es überhaupt Gewinner? Infineon, First Hydrogen und Aixtron im Fokus

    • HighTech
    • Halbleiter
    • Microindustrie
    • Energiespeicher
    • Robotik
    • Wasserstoff

    Donald Trump fordert die bedingungslose Kapitulation des iranischen Regimes nach einem Blitzkrieg über ganze 7 Tage. Für die internationale Staatengemeinschaft und den laborierenden Ökonomien bedeutet ein nachhaltiger Ölpreisanstieg von 20 % starke Einbußen im Wirtschaftswachstum und einen gewaltigen Inflationsschub in den Ladenregalen durch die nachgelagerten Teuerungseffekte. Auch der Konsument wird in Kriegszeiten in keinen neuen Kaufrausch verfallen, sondern die Taschen geschlossen halten. Börsianer sollten daher ihren Blick nun weiter nach vorne richten als üblich. Denn vielleicht sind die Gewinnbringer nun jene Werte, die in den letzten Tagen arg gelitten haben oder neue Titel, mit entsprechender Langfrist-Perspektive. Wer wird nach der Krise wieder zum Spurt ansetzen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.03.2026 | 04:15

    Sind Öl und Gas das neue Gold? Jetzt geht´s rund bei Shell, BP, Pure One und Oklo

    • Energie
    • Kritische Rohstoffe
    • Öl und Gas
    • Wasserstoff
    • Kernenergie
    • SMRs

    Nach einer langen Durststrecke für Öl musste es nun ein Krieg sein, der die Notwendigkeit der fossilen Brennstoffe wieder in den Fokus rückt. Aber, man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Die Weltmärkte sind überschwemmt mit Öl, USA und Kanada haben in den letzten 20 Jahren so viele Kapazitäten aufgebaut, dass die 4 Mio. Barrel Iran-Förderung leicht ausgeglichen werden können. „There´s plenty of oil“ war die Reaktion auf die wiederholten Peak Oil-Aussagen nach den Arbeiten des Geologen Marion King Hubbert aus dem Jahr 1949. Im Jahr 2000 sollten die Reserven erschöpft sein, doch es kam anders. Heute gehen Forscher von Reserven für weit mehr als 200 Jahre aus, somit lohnt es sich für Investoren auf Ölwerte zu blicken. Alternativen dazu gibt es viele u. a. von den Unternehmen Pure Hydrogen und Oklo. Im Zuge der Irankrise eine weitere Gelegenheit, das Portfolio neu zu strukturieren.

    Zum Kommentar