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12.04.2021 | 04:50

JinkoSolar, Revez, Alibaba – Willkommen in der neuen Welt!

  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren, verschärfte Lockdowns. Ohne Zweifel war COVID-19 eine beschleunigende Kraft für die Einführung und Weiterentwicklung von digitalen Technologien. Videokonferenzen, Internet-Shopping oder Home Office gehören zur neuen Normalität. Selbst virtuelle Touren, Events oder Kongresse laufen ab sofort über das Netz. Unternehmen, die in Zukunft überleben wollen, sollten ihr Geschäft auf digitale Beine stellen. Die Technologieunternehmen, die die neuen Technologien abdecken, werden die Börsenstars von morgen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: SGXE83751573 , US01609W1027 , US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    Die digitale Welt zum Greifen nah

    Mit diesem Slogan wirbt die Revez Corporation, die führende CreativeTech-Gruppe Asiens, und das zu Recht. So vereint das in Singapur ansässige Unternehmen sieben Fachgebiete, um dem Kunden ein einzigartiges Produkt anzubieten. Gebündelt wird dieses Know How im Revez Hub in fünf rechtlich voneinander getrennten Tochterunternehmen. Zwar sind die Gesellschaften separat, intern bilden diese jedoch ein Öko-System, das Cross-Selling, die Maximierung von Skaleneffekten und effektive Ressourcenallokation fördern soll. So werden die Segmente Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), Deep Tech in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Internet der Dinge (IOT), Industrieautomation, Cybersicherheit und MICE-Support abgedeckt.

    Branchenübergreifende Technologie

    Revez sieht sich nach eigenen Angaben nicht nur als SaaS-Dienstleister, sondern vielmehr als langfristigen Technologiepartner für seine Kunden, der die Umstellung des Geschäftsmodells auf digital optimal unterstützen will. Insgesamt wächst der schuldenfreie Web4.0.-Pionier mit einer Bruttomarge von knapp 60% seit 2010 zweistellig und betreut aktuell mehr als 100 Klienten aus allen Branchen. Neben zahlreichen Fortune 500-Unternehmen wie Microsoft oder Paypal erhält Revez regelmäßig Aufträge aus öffentlicher Hand. So wurde kürzlich eine virtuelle Tour für die National Gallery Singapore programmiert. Daneben zählen die größten Bibliotheken, Museen und Freizeitparks Singapurs zur Klientel und sorgen für immer wiederkehrende Umsätze.

    Zukunft im Blick

    Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie wurden genutzt, indem Features wie virtuelle Tagesräume oder Lösungen für die Industrieautomation noch verfeinert und ausgebaut wurden. In Zukunft sieht das Unternehmen die 5G-Technologie sowie das Thema Sicherheit im Netz als größte Herausforderung. Deshalb wurde in der vergangenen Woche eine eine Vertriebsvereinbarung mit Imvision, ein Cybersicherheitsunternehmen aus Israel, unterzeichnet.

    Mit dieser Vereinbarung verfolgen die beiden Unternehmen den Plan, gemeinsam eine Sicherheitslösung mit automatisierten APIs für ihre Firmenkunden zu entwickeln, mit der Anomalien festgestellt und eingedämmt werden können. Dabei werden auf der Basis künstlicher Intelligenz sofortige Abhilfemaßnahmen empfohlen und Angriffe simuliert. Die Aktie von Revez wird neben der Heimatbörse in Singapur auch in Deutschland gehandelt. Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 25 Mio. EUR. Wer auf Digitalisierung setzt, sollte sich in jedem Fall mit diesem Unternehmen befassen!

    Es wird spannend

    Schwache Zahlen, ernüchternder Ausblick. Dies führte dazu, dass die Aktie des Solarmodulherstellers JinkoSolar vorbörslich auf Tauchstation ging und sogar den extrem wichtigen Widerstand bei 37,68 USD riss. Dieser wurde im Laufe des Tages wieder zurückerobert, sodass die Möglichkeit auf eine Gegenbewegung zum Wochenstart durchaus gegeben ist. Dafür würden auch die extrem überverkauften Indikatoren sprechen. Aus Trading-Gesichtspunkten bietet sich eine 30%-Chance. Einen Einstieg sollte man jedoch mit einem engen Stopp auf Basis des letzten Tiefs versehen. Die Quartalszahlen, JinkoSolar verbuchte einen Verlust von 57,8 Mio. USD, der Umsatz betrug 1,44 Mrd. USD, lagen unter den Erwartungen der Analysten.

    Schuld für die schwache Entwicklung sind wieder einmal die gestiegenen Rohstoffpreise sowie sinkende Margen bei Solarmodulen. Der Ausblick für das erste Quartal war für die Experten ebenfalls zu verhalten. Hier rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,18 bis 1,30 Mrd. USD und Modulauslieferungen von 4,5 bis 5,0 Gigawatt, das Gros der Analysten ging von 1,31 Mrd. USD aus.

    Jack zahlt!

    Chinas Wettbewerbshüter greifen durch. Eine Strafe von 2,3 Mrd. EUR wurde nun gegen Alibaba, der weltgrößten Online-Handelsplattform verhängt. Der Konzern habe seine marktbeherrschende Position ausgenutzt, um Händler zu bestrafen, die ihre Waren über konkurrierende Plattformen anbieten wollten, zitierten Staatsmedien am Samstag die Marktaufsichtsbehörde. Die Höhe der Strafe sollte von Alibaba leicht zu tragen sein. So lag der Gewinn des Unternehmens in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres bei rund zehn Mrd. EUR. Alibaba teilte mit, die Strafe anzunehmen und die Zusammenarbeit mit den Behörden verstärken zu wollen. Der Konzern werde sein System zur Erfüllung der Regeln stärken und "seine soziale Verantwortung besser erfüllen". Ebenso unberechenbar wie die Wettbewerbshüter sieht aktuell der Chart von Alibaba aus. Wir raten im Moment abzuwarten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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