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22.10.2020 | 05:00

JinkoSolar, Saturn Oil & Gas, Plug Power – Hier kommt die zweite Chance!

  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Die Märkte korrigieren auf breiter Front. Die seit Monaten haussierenden Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien holen Luft. Das ist gut und ganz normal in einem langlaufenden Trend. Zeit, um sich neben dem charttechnischen Unterstützungszonen und Trendformationen auch noch einmal die fundamentalen Aspekte zu Gemüte zu führen. Einige Firmen haben es geschafft, sich breit aufzustellen und können in Zukunft weiter solide wachsen. Andere sind nur mit dem Strom geschwommen und werden bei Zeiten untergehen. Nun gilt es, die Perlen ins Depot zu legen. Frei nach Aschenputtel: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.“

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA80412L1076 , US47759T1007 , US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Photovoltaik gefragter denn je

    Glaubt man einer Prognose der der Internationalen Energieagentur (IEA) soll Photovoltaik in den nächsten Jahren weltweit der größte Stromerzeuger werden. Demnach soll die Solarbranche bis 2030 jedes Jahr um 13% wachsen. Dies wiederum heißt, dass 2030 die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen ein Drittel des weltweiten Strombedarfs decken wird.

    Diese Annahme ist durchaus realistisch. Zum einen werden Investitionen in die Solarenergie von den Staaten endlich mehr gefördert, zum Anderen ist die Photovoltaik inzwischen günstiger, als aus Kohle oder Gas Energie zu erzeugen. Die internationale Energieagentur geht sogar so weit, dass Solarenergie die Wasserkraft überflügeln wird. Die zunehmende Trockenheit durch den Klimawandel und die preiswertere Technik seien hierfür die Hauptgründe.

    Weltmarktführer weiter spannend

    Der Weltmarktführer der Solarmodulhersteller musste gestern jedoch stark Federn lassen. Vom kurz nach Beginn der Sitzung erzielten Allzeithochs bei um die 90 USD stand phasenweise ein Minus von 12% zu Buche. Allerdings darf man nicht vergessen, dass JinkoSolar vor vier Wochen noch bei knapp 20 USD notierte, per Stand heute eine Vervierfachung markierte.

    Dass die Aktie noch etwas Korrekturpotenzial besitzt, der Aufwärtstrend verläuft um die 70 USD, ist nicht von der Hand zu weisen. Von der fundamentalen Bewertung gegenüber der Peer-Group ist JinkoSolar jedoch alles andere als teuer.

    Megaprojekt in Europa

    Fundamental läuft es bei dem 2006 gegründeten chinesischen Unternehmen mit Sitz in Shanghai wie am Schnürchen. Anfang dieser Woche wurde ein Joint Venture mit Juwi verkündet. So liefert JinkoSolar 204 Megawatt bifaziale Module für ein Juwi-Projekt in Griechenland. Juwis griechische Tochtergesellschaft wird mit den Modulen den Kozani-Solarpark im Norden Griechenlands realisieren. Für Juwi ist es das bislang größte Photovoltaik-Projekt, das laut JinkoSolar nach Fertigstellung zudem einer der größten Solarparks mit bifazialen Modulen in Europa sein soll.

    Plug Power- Vorsicht

    Ebenfalls weiter im Korrekturmodus befinden sich die Papiere von Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Werten. Der sehr gut aufgestellte US-Hersteller Plug Power kommt nun in die breite, wichtige Unterstützungszone um die 14 USD. Hier sollte man das Kursverhalten genauestens beobachten. Der langfristige Aufwärtstrend ist aber weiterhin in Takt.

    Auf der Suche nach günstigen Einstiegschancen

    Antizyklisch investieren gehört zur Geschäftsstrategie von John Jeffrey, dem erfahrenen CEO und Chairman von Saturn Oil & Gas. Er ist, spätestens seit dem Kollaps am Ölmarkt im März 2020, auf der Suche nach weiteren Akquisitionen. Der Vorstandsvorsitzende ist der Auffassung, dass ein Zukauf von Wettbewerbern deutliche Vorteile gegenübereinem eigenem Bohrprogramm biete. Man darf gespannt sein, ob in den nächsten Wochen die ersten Erfolge aufgezeigt werden können.

    Organisch auf der Spur

    Im Alltagsbusiness lief es bis zur Corona-Delle äußerst vielversprechend. So war Saturn Oil & Gas im Produktionsjahr 2019 der mit Abstand günstigste Ölproduzent Kanadas. Mit nur ca. 12 USD je Barrel Öl waren die Produktionskosten deutlich niedriger als bei den großen bekannteren Erdölplayern, die allesamt weit über 30 USD je Barrel Produktionskosten hatten. Die größten Liegenschaften des Unternehmens sind in West-Zentral Saskatchewan. Die Ölfelder bieten guten Zugang zu den unterirdischen Lagerstätten mit Viking Light Oil.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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