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10.03.2021 | 05:10

K+S, Almonty Industries, ThyssenKrupp – Neubewertung läuft, noch günstig einsteigen!

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Viele Facetten des Börsengeschehens sind spannend. Nicht nur spannend, sondern extrem lukrativ sind Situationen, in den Gesellschaften eine Neubewertung durchlaufen und Anleger früh genug einsteigen. Im Kern geht es darum, dass sich die Gesellschaft in ein neues Terrain vorwagt bzw. nach einer Restrukturierung wieder auf die Beine kommt und die Potenziale längere Zeit nicht im Kurs eingepreist sind. Wir stellen Ihnen drei Aktien vor, bei denen die Neubewertung läuft und weiterhin großes Potenzial besteht.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA0203981034 , DE000KSAG888 , DE0007500001

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Inhaltsverzeichnis:


    K+S AG – kein Bilanzskandal! Fällt die 10 Euro Marke jetzt dauerhaft?

    Letzten Monat mussten die Aktionäre von K+S tief durchatmen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte eine Sonderprüfung der Bilanz durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung initiiert. Im Raum stand, dass der Konzern Abschreibungen auf sein Düngergeschäft zu niedrig und zu spät durchgeführt hatte. Die Aktie korrigierte daraufhin auf rund 8 Euro.

    Gestern Nachmittag gab es nun die Entwarnung: der Abschlussprüfer Deloitte habe den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 uneingeschränkt testiert. Zudem falle die Sonderabschreibung mit 1,86 Mrd. Euro rund 140 Mio. Euro niedriger aus als angekündigt. Diese positiven Nachrichten sollten der Aktie jetzt den dauerhaften Sprung über die 10 Euro Marke ermöglichen.

    Diesen Donnerstag veröffentlicht der Konzern die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Vielleicht erfahren Anleger dann auch etwas mehr über die aktuelle Situation der Sonderprüfung. Denn wie K+S berichtete, läuft die Prüfung noch. Bald sollte das Thema aber durch sein. Dann können sich Anleger auf die guten Mittelfristperspektiven des Konzerns konzentrieren und sich über weitere Kurssteigerungen freuen.

    ALMONTY INDUSTRIES INC – absolute und relative Stärke

    Almonty wird sich in Zukunft zu einem der global führenden Hersteller von Wolfram entwickeln. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Kanadier mit der Sangdong-Mine in Südkorea der größte Produzent des strategischen Metalls außerhalb Chinas sein. Wolfram ist das chemische Element mit dem höchsten Schmelz- und Siedepunkt und findet deshalb in vielen wichtigen Industriebereichen Einsatz. Die steigende Nachfrage bei einem überschaubaren Angebot, welches momentan mehrheitlich aus der Volksrepublik stammt, machen langfristig steigende Preise sehr wahrscheinlich.

    Im letzten Monat gab es zudem weitere positive Neuigkeiten zu dem zweiten Projekt der Gesellschaft, welches nun, da die entscheidenden Weichenstellungen für das Wolfram-Projekt getroffen sind, forciert werden soll. Es handelt sich um das Sangdong Molybdän Projekt. Almonty gab bekannt, Mitte April hier ein wichtiges, rund 6 Monate andauerndes Bohrprogramm starten zu wollen. Dies wird dann die Erstellung einer belastbaren Ressourcenbestimmung u.a. nach dem kanadischen Branchenstandard NI 43-101 ermöglichen und weitere Rückschlüsse auf die Potenziale und die Wirtschaftlichkeit des Projekts zulassen. Molybdän ist sehr hitzebeständig und wird häufig für Speziallegierungen bei Edelstählen verwendet.

    Es verwundert uns ehrlich gesagt nicht, dass die Almonty-Aktie in den letzten Monaten zulegte und zuletzt die 1 CAD Marke übersprungen und zudem Aktien von Wettbewerbern deutlich outperformt hat. Mit Kursen um 1,16 CAD ist das Unternehmen aktuell mit 218 Mio. CAD bewertet und angesichts der riesigen Potenziale keineswegs zu teuer.

    ThyssenKrupp AG – Wasserstoff heißt das Zauberwort

    In den letzten Jahren war mit Stahlaktien kein Blumentopf zu gewinnen. Aber wer im Herbst bei der Aktie des Essener Konzerns zugriff, kann sich jetzt über die Verdreifachung des eingesetzten Kapitals freuen. Der MDAX-Wert weist aktuell eine Marktkapitalisierung von 7,4 Mrd. Euro auf.

    Der Konzern versucht seit geraumer Zeit profitabel zu werden. Die Veräußerung des Aufzugsgeschäfts brachte nur eine kurze Erleichterung. In den letzten Monaten wurde eine Lösung für die wichtige Sparte Stahl gesucht. Die Hoffnung war, den defizitären Bereich an den Konkurrenten Liberty Steel zu verkaufen. Dies scheiterte nun aber letzten Monat. Nun wird der Bereich restrukturiert und verbleibt im Konzern.

    Aber woher stammte die Kursphantasie in den letzten Monaten? Die Antwort heißt Wasserstoff. Dieses Thema wird an der Börse derzeit stark gespielt und Anleger billigen den Akteuren hohe Bewertungen zu. Die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp Uhde Chlorine verkauft Elektrolyseure, die Wasserstoff erzeugen. Sofern man zur Stromerzeugung erneuerbare Energien verwendet, kann „grüner“ Wasserstoff erzeugt werden, was die Herzen der auf nachhaltige Investments fokussierten Anleger höherschlagen lässt. Die Essener prüfen zudem intensiv Partnerschaften, um in diesem Zukunftsmarkt schneller wachsen zu können.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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