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11.03.2021 | 04:50

Nel Asa, dynaCERT, Ballard Power – bombastische Einstiegschancen!

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Mächtige Bewegungen bei den Wasserstoffaktien. Nach einer heftigen Kurskorrektur in den vergangenen Wochen setzte am Montag eine starke Gegenbewegung ein. War es das mit dem Luft holen oder geht die Normalisierung der teilweise wahnwitzigen Bewertung weiter? Klar ist, die Wasserstofftechnologie wird ein Zukunftsthema bleiben, genauso wie die ebenfalls getroffene Branche der Elektromobilität. Nun ist die Frage, welche Aktien setzen zu neuen Höchstständen an und welche bleiben auf der Strecke.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner

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Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Förderung von oberster Stelle

Geht es nach dem Willen der aktuellen Bundesregierung, soll Deutschland weltweit zum Vorreiter bei der Nutzung neuartiger klimafreundlicher Wasserstoff-Energie werden. So pumpt Berlin insgesamt neun Milliarden EUR in die Zukunftsbranche. Die Ablösung der fossilen Brennstoffe wie Erdöl ist das Ziel. Wasserstoff hinterlässt beim Verbrennen praktisch keine Abgase. Das macht das Gas zum idealen Ersatz für Kohle, Öl und Erdgas in Industrie und Verkehr. Wasserstoff ist das häufigste chemische Element im Universum und deshalb in großen Mengen vorhanden. Allerdings hat er den Nachteil, dass er nur in gebundener Form vorkommt. Um Wasserstoff als Energieträger nutzen zu können, muss man das Gas daher erst aus Wasser oder Methan gewinnen. Bei der Elektrolyse trennt man mit Strom Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff und fängt die aufsteigenden Gase auf.

Nachteile auf der Hand

Probleme kann es hingegen geben, sollte Wasserstoff auf Sauerstoff treffen. Hier kann es zur Explosion führen. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass manche Techniken der Wasserstoffwirtschaft mit fossilen Energieträgern wie Erdgas arbeiten. Bei den Umwandlungsprozessen kann Kohlendioxid entstehen. So wird aus einem umweltfreundlichen Rohstoff ein wenig ökologisches Endprodukt. Eine Zukunft könnte Wasserstoff trotzdem in der Automobilindustrie haben. Der Aufbau eines Tankstellennetzes für Wasserstoffautos in Deutschland geht jedoch äußerst langsam. Die batteriebetriebenen Fahrzeuge kommen hier deutlich schneller voran. Deutlich vielversprechender hinsichtlich der Marktdurchdringung sieht es bei den größeren Fahrzeugen, den Lastkraftwagen aus. Rund 40% aller Klimagas-Emissionen im Verkehr kommen aus den Auspuffrohren der schweren Brummis. Nun schreitet die EU ein und setzt die Nutzfahrzeughersteller unter Zugzwang. Bis 2025 müssen die Lkw-Bauer die CO2-Emissionen durchschnittlich um 15%, bis 2030 gar um 30% senken, ansonsten drohen hohe Strafen.

Lösung am Markt

Es stellt sich die Frage, was für die Fuhrparkbetreiber angenehmer ist. Das Bezahlen von hohen Strafen oder Millioneninvestitionen in eine neue Flotte? In sechzehnjähriger Forschungsarbeit hat dynaCert die Lösung gefunden. Anstatt Unsummen in neue Vehikel zu stecken, ist es durch das patentierte Elektrolysesystem „HydraGEN“ auf Wasserstoff-Basis möglich, Kraftstoffverbrauch und Emissionen bei großen Diesel-Motoren um bis zu 20% zu reduzieren. Neben „HydraGEN“ hat dynaCERT eine intelligente Software programmiert, welche bereits in mehr als 400 Fahrzeugen in Probeläufen eingesetzt wird. Mit „HydraLytica“ ist es möglich, die Kraftstoffeinsparungen aufzuzeichnen und zu analysieren. Daneben kann der Fuhrparkmanager Features wie Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit sowie Lastmanagement hinzufügen.

Universell einsetzbar

Aktuell legt man den Schwerpunkt des Vertriebs auf Kunden in den Bereichen Fuhrpark, Logistik, Baumaschinen und Dieselgeneratoren. Technisch wäre es jedoch bereits jetzt möglich, jeden PKW mit der Technik von dynaCert auszustatten. Zukünftig will das Management in Kanada eine Führungsrolle in der neuen Wasserstoffwirtschaft einnehmen und gleichzeitig mit anderen hochrangigen Branchenführern zusammenarbeiten, um der derzeit auf dem Weltmarkt erhältlichen Umwelttechnologie-Produktlinie des Unternehmens noch mehr Vorteile zu verschaffen und diese weiter auszubauen. Der Markt hat das Potenzial der Kanadier noch nicht wirklich erkannt. So liegt der Aktienkurs aktuell bei 0,36 EUR. Der Börsenwert von dynaCERT beträgt 137,16 Mio. EUR.

Reicht die Kraft?

Deutlich hinzugewinnen konnten gestern die Aktien des Wasserstoffspezialisten Nel ASA. Und das war aus charttechnischer Sicht bitter nötig. So rutschte der Kurs am Montag deutlich unter die 200-Tage-Linie bei 2,25 EUR, ehe diese in beeindruckender Weise zurückgewonnen werden konnte. So schloss das Papier nahe am Tageshoch bei 2,54 EUR. Nächste Etappe wäre das Überwinden des Widerstandes bei 2,62 EUR. Im gestrigen Tageshandel zeigte der Titel erneut Schwächezeichen und verlor mehr als 5%. Wichtig bleibt weiterhin der Bereich um 2,25 EUR, ansonsten droht im negativen Fall der Rutsch auf die 2,00 EUR- Marke. Rückenwind bekamen die Norweger einmal mehr von ihren Landsleuten. So empfehlen gleich zwei norwegische Investmentbanken Nel ASA zum Kauf. Auch das Kursziel von 3,47 EUR vergaben die beiden Analysten synchron. Wir raten abzuwarten.

Erfolgversprechende Aufträge

Ebenfalls unter die Räder kam der Brennstoffzellen-Hersteller Ballard Power. Nach dem Hoch bei 35 EUR hielt der Kurs bei der wichtigen Unterstützung bei 18 EUR. Nachbörslich wurden die Kurssteigerungen dann nochmals durch zwei gute Nachrichten pulverisiert, so dass gestern nochmals ein Plus von mehr als 12% heraussprang. So erhielt Ballard Power zwei neue Aufträge für Brennstoffzellensysteme im Schwerlastbereich. Kunden sind die Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific und der Bushersteller Wrightbus. Im Rahmen des Hydrogen Locomotive Program will Canadian Pacific die erste wasserstoffbetriebene Güterzuglokomotive Nordamerikas entwickeln.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen
  3. Erdöl – Fossiler Energieträger, welcher als ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen in der Erdkruste vorkommt.
  4. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar von André Will-Laudien vom 08.04.2021 | 04:48

NEL, dynaCERT, Fuelcell Energy – Wasserstoff die zweite Welle!

  • Wasserstoff

Der Wasserstoff-Hype geht in die zweite Welle. Grund ist sicherlich die aktuelle Beschlussvorlage des Joe Biden-Pakets zugunsten der weltweiten Klimaziele. Diese beinhaltet eine Investitionssumme von mehreren hundert Milliarden US-Dollar zur Senkung der klimaschädlichen Emissionen. Ob hierbei stärker die Batterie- oder die Wasserstofftechnologie zum Zuge kommt, wird der Markt entscheiden, wichtig ist nur die schnelle Freigabe der Mittel für den Start der Forschungsprojekte. Die Zeit drängt, denn die Pandemie hat viele Branchen ins Abseits bugsiert, gerade die Transportbranche lebt vom Warenumsatz und der soll in Zukunft ohne negative Umwelteinflüsse von statten gehen.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 25.03.2021 | 05:10

Linde, Royal Helium, Air Liquide – Zwei Wasserstoff, ein Helium. Alles da für eine explosive Mischung!

  • Helium
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  • Energie

Kernfusion ist das Stichwort der Zukunft. Technisch werden dabei zwei Wasserstoffatome zu einem Heliumkern verschmolzen. Was auf der Sonne im großen Maßstab problemlos möglich ist (tatsächlich werden dort jede Sekunde 564 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium fusioniert), bleibt bei uns leider noch Zukunftsmusik. Das bedeutet: 1. Leider können wir noch keinen Strom aus Kernfusion erzeugen, darum müssen wir die Energiewende weiterhin mit etablierten nachhaltigen Technologien wie Wind-, Solar- und Wasserkraft schaffen. Dabei wird Wasserstoff als Energiespeicher und Übertragungsmedium eine herausragende Rolle spielen. Und 2. Helium wird auch auf absehbare Zeit nicht anders als durch klassische Förderung im industriellen Maßstab zu erzeugen sein. Folgende drei Unternehmen sollten kräftig von der Energiewende profitieren.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 24.03.2021 | 04:50

Siemens Energy, Enapter, ThyssenKrupp – Wasserstoff oder Batterie? Egal! Warum diese Unternehmen in jedem Fall profitieren werden!

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  • Investments

Die starken Kursschwankungen bei Wasserstoffaktien zeugen von einem aktuellen Glaubenskrieg rund um das häufigste Element auf unserem Planeten, das auch gleichzeitig das am einfachsten aufgebaute ist: ein Proton, ein Elektron. So schön simpel kann Perfektion sein. Und doch steckt darin das Potential unsere Gesellschaft von Grund auf zu ändern – die Sonne macht es vor. Zugegeben, aktuell stehen wir noch am Anfang dieser Entwicklung. Im kurzfristigen Fokus des Kapitalmarktes stehen eher die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Elements. Dabei blicken viele Investoren auf das Thema Mobilität. Was wird sich durchsetzen? Batterien? Oder doch Wasserstoff? Eine mögliche Antwort gab jüngst die VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton SE: ein salomonisches „beides“. Batterien für den Langstreckenverkehr, Wasserstoff bspw. für Busse, die nicht lange zwischendurch nachladen können. Doch Wasserstoff kommt noch für viele weitere Anwendungsbereiche eine große Bedeutung zu. Darum wird die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff als Energieträger in den nächsten Jahren in jedem Fall massiv zunehmen. So sieht Aurora Energy Research bis 2050 eine Verachtfachung der Wasserstoffnachfrage auf 2.500 TWh pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresumsatz von mehr als 120 Mrd. Euro. Folgende Unternehmen dürften von dem Boom ganz unabhängig von der Entwicklung der Elektromobilität profitieren.

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