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11.03.2021 | 04:50

Nel Asa, dynaCERT, Ballard Power – bombastische Einstiegschancen!

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Mächtige Bewegungen bei den Wasserstoffaktien. Nach einer heftigen Kurskorrektur in den vergangenen Wochen setzte am Montag eine starke Gegenbewegung ein. War es das mit dem Luft holen oder geht die Normalisierung der teilweise wahnwitzigen Bewertung weiter? Klar ist, die Wasserstofftechnologie wird ein Zukunftsthema bleiben, genauso wie die ebenfalls getroffene Branche der Elektromobilität. Nun ist die Frage, welche Aktien setzen zu neuen Höchstständen an und welche bleiben auf der Strecke.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA26780A1084 , NO0010081235 , CA0585861085

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Inhaltsverzeichnis:


    Förderung von oberster Stelle

    Geht es nach dem Willen der aktuellen Bundesregierung, soll Deutschland weltweit zum Vorreiter bei der Nutzung neuartiger klimafreundlicher Wasserstoff-Energie werden. So pumpt Berlin insgesamt neun Milliarden EUR in die Zukunftsbranche. Die Ablösung der fossilen Brennstoffe wie Erdöl ist das Ziel. Wasserstoff hinterlässt beim Verbrennen praktisch keine Abgase. Das macht das Gas zum idealen Ersatz für Kohle, Öl und Erdgas in Industrie und Verkehr. Wasserstoff ist das häufigste chemische Element im Universum und deshalb in großen Mengen vorhanden. Allerdings hat er den Nachteil, dass er nur in gebundener Form vorkommt. Um Wasserstoff als Energieträger nutzen zu können, muss man das Gas daher erst aus Wasser oder Methan gewinnen. Bei der Elektrolyse trennt man mit Strom Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff und fängt die aufsteigenden Gase auf.

    Nachteile auf der Hand

    Probleme kann es hingegen geben, sollte Wasserstoff auf Sauerstoff treffen. Hier kann es zur Explosion führen. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass manche Techniken der Wasserstoffwirtschaft mit fossilen Energieträgern wie Erdgas arbeiten. Bei den Umwandlungsprozessen kann Kohlendioxid entstehen. So wird aus einem umweltfreundlichen Rohstoff ein wenig ökologisches Endprodukt. Eine Zukunft könnte Wasserstoff trotzdem in der Automobilindustrie haben. Der Aufbau eines Tankstellennetzes für Wasserstoffautos in Deutschland geht jedoch äußerst langsam. Die batteriebetriebenen Fahrzeuge kommen hier deutlich schneller voran. Deutlich vielversprechender hinsichtlich der Marktdurchdringung sieht es bei den größeren Fahrzeugen, den Lastkraftwagen aus. Rund 40% aller Klimagas-Emissionen im Verkehr kommen aus den Auspuffrohren der schweren Brummis. Nun schreitet die EU ein und setzt die Nutzfahrzeughersteller unter Zugzwang. Bis 2025 müssen die Lkw-Bauer die CO2-Emissionen durchschnittlich um 15%, bis 2030 gar um 30% senken, ansonsten drohen hohe Strafen.

    Lösung am Markt

    Es stellt sich die Frage, was für die Fuhrparkbetreiber angenehmer ist. Das Bezahlen von hohen Strafen oder Millioneninvestitionen in eine neue Flotte? In sechzehnjähriger Forschungsarbeit hat dynaCert die Lösung gefunden. Anstatt Unsummen in neue Vehikel zu stecken, ist es durch das patentierte Elektrolysesystem „HydraGEN“ auf Wasserstoff-Basis möglich, Kraftstoffverbrauch und Emissionen bei großen Diesel-Motoren um bis zu 20% zu reduzieren. Neben „HydraGEN“ hat dynaCERT eine intelligente Software programmiert, welche bereits in mehr als 400 Fahrzeugen in Probeläufen eingesetzt wird. Mit „HydraLytica“ ist es möglich, die Kraftstoffeinsparungen aufzuzeichnen und zu analysieren. Daneben kann der Fuhrparkmanager Features wie Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit sowie Lastmanagement hinzufügen.

    Universell einsetzbar

    Aktuell legt man den Schwerpunkt des Vertriebs auf Kunden in den Bereichen Fuhrpark, Logistik, Baumaschinen und Dieselgeneratoren. Technisch wäre es jedoch bereits jetzt möglich, jeden PKW mit der Technik von dynaCert auszustatten. Zukünftig will das Management in Kanada eine Führungsrolle in der neuen Wasserstoffwirtschaft einnehmen und gleichzeitig mit anderen hochrangigen Branchenführern zusammenarbeiten, um der derzeit auf dem Weltmarkt erhältlichen Umwelttechnologie-Produktlinie des Unternehmens noch mehr Vorteile zu verschaffen und diese weiter auszubauen. Der Markt hat das Potenzial der Kanadier noch nicht wirklich erkannt. So liegt der Aktienkurs aktuell bei 0,36 EUR. Der Börsenwert von dynaCERT beträgt 137,16 Mio. EUR.

    Reicht die Kraft?

    Deutlich hinzugewinnen konnten gestern die Aktien des Wasserstoffspezialisten Nel ASA. Und das war aus charttechnischer Sicht bitter nötig. So rutschte der Kurs am Montag deutlich unter die 200-Tage-Linie bei 2,25 EUR, ehe diese in beeindruckender Weise zurückgewonnen werden konnte. So schloss das Papier nahe am Tageshoch bei 2,54 EUR. Nächste Etappe wäre das Überwinden des Widerstandes bei 2,62 EUR. Im gestrigen Tageshandel zeigte der Titel erneut Schwächezeichen und verlor mehr als 5%. Wichtig bleibt weiterhin der Bereich um 2,25 EUR, ansonsten droht im negativen Fall der Rutsch auf die 2,00 EUR- Marke. Rückenwind bekamen die Norweger einmal mehr von ihren Landsleuten. So empfehlen gleich zwei norwegische Investmentbanken Nel ASA zum Kauf. Auch das Kursziel von 3,47 EUR vergaben die beiden Analysten synchron. Wir raten abzuwarten.

    Erfolgversprechende Aufträge

    Ebenfalls unter die Räder kam der Brennstoffzellen-Hersteller Ballard Power. Nach dem Hoch bei 35 EUR hielt der Kurs bei der wichtigen Unterstützung bei 18 EUR. Nachbörslich wurden die Kurssteigerungen dann nochmals durch zwei gute Nachrichten pulverisiert, so dass gestern nochmals ein Plus von mehr als 12% heraussprang. So erhielt Ballard Power zwei neue Aufträge für Brennstoffzellensysteme im Schwerlastbereich. Kunden sind die Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific und der Bushersteller Wrightbus. Im Rahmen des Hydrogen Locomotive Program will Canadian Pacific die erste wasserstoffbetriebene Güterzuglokomotive Nordamerikas entwickeln.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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