Menü

Aktuelle Interviews

Stefan Kempf, Vorstand, aifinyo AG

Stefan Kempf
Vorstand | aifinyo AG
Tiergartenstraße 8, 01219 Dresden (D)

ir@aifinyo.de

+49 351 896 933 10

Interview mit Stefan Kempf, Gründer und Vorstand des B2B-Fintechs aifinyo AG


Dirk Graszt, CEO, Clean Logistics SE

Dirk Graszt
CEO | Clean Logistics SE
Trettaustr.32, 21107 Hamburg (DE)

info@cleanlogistics.de

+49-4171-6791300

Interview Clean Logistics: Wasserstoff-Kampfansage an Daimler + Co.


Hans Hinkel, CEO/COO, BioTec CCI AG

Hans Hinkel
CEO/COO | BioTec CCI AG
Königsallee 6, 40212 Düsseldorf (D)

ir@biotec-cci.de

+49 211 540 666 51

BioTec CCI: „BioNTech zeigt, was bei vorbörslichen Beteiligungen möglich sein kann.“


28.06.2021 | 05:10

Nel Asa, Mineworx Technologies, Volkswagen – Die nächste Stufe gezündet

  • Elektromobilität
  • Recycling
Bildquelle: pixabay.com

Ohne Frage sind Elektroautos die großen Gewinner der Mobilitätswende. Will Deutschland die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens erreichen, soll der CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 50% sinken. Damit ist der langsame Abschied der Verbrennungsmotoren besiegelt. Doch nun treten neue Probleme im Hinblick auf die Elektromobiliät auf. Neben der Knappheit der benötigten Rohstoffe, kommt das Thema Recycling der Batterien sowie Rückgewinnung von Rohstoffen auf den Plan. Hier öffnet sich ein Milliardenmarkt mit Riesenpotenzial für die jeweiligen Unternehmen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: MINEWORX TECHS LTD | CA6034651050 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Dirk Harbecke, Executive Chairman, Rock Tech Lithium Inc.
"[...] 2020 sind die Würfel in der Automobilindustrie endgültig in Richtung Elektromobilität gefallen. [...]" Dirk Harbecke, Executive Chairman, Rock Tech Lithium Inc.

Zum Interview

 

Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor


Was passiert mit den Akkus?

Aktuell hält ein Akku für ein Elektroauto maximal 15 Jahre. Was danach mit den entsprechenden Batterien passieren soll, ist sowohl technisch als auch politisch noch nicht geregelt. Experten mahnen deshalb jetzt bereits die Automobilindustrie, in die Kreislaufwirtschaft einzusteigen. So entwickeln Recycling-Unternehmen bereits Verfahren, bei denen der Akku mechanisch zerkleinert und dann in seine einzelnen Rohstoffkomponenten aufgeteilt wird. Das spart viel Energie und erlaubt sehr hohe Rückgewinnungsquoten.

Umweltschonendes Recycling als Markenzeichen

Weitaus näher liegt jedoch ein akuteres Problem. Durch den Wechsel von Verbrennungsmotoren zu Elektroautomobilen müssen Millionen von Dieselaggregaten verarbeitet werden, die in die Recyclingbetriebe strömen werden. Die einzige derzeitige kommerzielle Methode zur Rückgewinnung von Palladium und Platin aus Katalysatoren ist das Schmelzen. Jedoch sind Dieseloxidationskatalysatoren und Dieselpartikelfilter schwierig zu verarbeiten. Die meisten Schmelzhütten und Raffinerien weigern sich mittlerweile, Dieselkatalysator-Rohstoffe anzunehmen, da sie ineffiziente Verarbeitungsprozesse verursachen - derzeit werden nur 30% des Platins und Palladiums in Katalysatoren zurückgewonnen - und zudem extrem umweltgefährdend sind.

Mineworx Technologies hat es geschafft, einen aus umweltschutztechnischer Sicht kritischen Sektor einen grünen Anstrich zu verpassen und darüber hinaus die Rückgewinnungsraten von Platin und Palladium auf über 90% zu steigern. Bei der patentierten Extraktionstechnologie werden Katalysatoren beim Verfahren von Mineworx nicht eingeschmolzen, sondern relevante Teile gemahlen und mittels chemischer Verfahren weiterverarbeitet. Damit erschließt sich das kanadische Unternehmen einen Markt mit weit über 100 Mio. Katalysatoren.

Pilotanlage kurz vor dem Start

Durch die fertig geplante und vollfinanzierte Pilotanlage, die im dritten Quartal 2021 in Betrieb genommen und bis Anfang des Jahres 2022 auf Vollauslastung gefahren werden soll, rechnen die Kanadier mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. CAD Umsatz pro Jahr bei einer Bruttomarge von 20%. Zudem sieht die Strategie des Unternehmens vor, mehrere Anlagen in Nordamerika zu bauen. Nordamerika macht allein 35% des Weltmarktes für Dieselmotoren aus.

Um die Vision weiter voranzutreiben hat Mineworx Technologies mit Davis Recycling, einem führenden Katalysator-Recycler an der Ostküste der USA, mit dem man seit Jahren in den Bereichen Forschung und Tests erfolgreich zusammenarbeitet, ein Joint Venture-Unternehmen gegründet. Mineworx USA, eine 100%-Tochter und Davis Recycling gaben vergangene Woche bekannt, die PGM Renewal LLC ins Leben zu rufen. Dabei hält Mineworx 55% und steuert dafür seine Technologien und Prozesse bei, während der US-Partner für das Supply-Chain-Management und die Materialvorbereitung der Dieselkatalysatoren zuständig ist.

Aktuell beträgt der Börsenwert von Mineworx Technologies, die neben dem Kerngeschäft noch eine Wollastonit-Mine sowie eine Eisenerzmine in Spanien unterhalten, lediglich 20 Mio. CAD. Im Hinblick darauf, dass in nächster Zeit pro Jahr 27 Mio. Katalysatoren als Schrott verfügbar sein werden, kann man sich das Potenzial errechnen. Auf lange Sicht ist der Wert mehr als interessant.

Ausstieg 2035

Für mehr Katalysatoren-Schrott sorgen wird in den nächsten Jahren auch der Autobauer Volkswagen AG. Laut eines Berichtes des „Münchner Merkur“ soll zwischen 2033 bis 2035 der komplette Umstieg auf Elektroautomobile erfolgen, zumindest in Europa. In anderen Regionen der Erde wird der Verbrenner jedoch weiter vertrieben. So wird in den USA und China laut Management der Ausstieg etwas länger dauern, in Südamerika und Afrika ein gutes Stück länger.

Konsolidierung vor Abschluss?

Fundamental unterstützt pirscht sich die Aktie des norwegischen Wasserstoffspezialisten Nel Asa zum Kaufsignal. So vermeldete Nel Hydrogen Electrolyser die Unterzeichnung eines Rahmenvertrages mit dem führenden Hersteller von Gashandling-Lösungen Howden über die Lieferung von Wasserstoffkompressoren für Nels Elektrolyseure. Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung kostengünstiger Wasserstoffkompressor-Systeme für die Elektrolyseure von Nel. Nel will die Kosten der Herstellung von grünem Wasserstoff auf 1,50 US-Dollar/kg kappen. Charttechnisch steht die Nel-Aktie kurz davor, ihre Bodenbildungsphase abzuschließen. Ein bullishes Zeichen wäre ein nachhaltiger Bruch des Widerstandes bei 18,75 NOK. Nächstes Ziel wäre dann die Marke von 20 NOK.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  3. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Carsten Mainitz vom 18.10.2021 | 05:08

Defense Metals, Nordex, Varta – Das sind die Gründe für steigende Kurse!

  • Seltene Erden
  • Rohstoffe
  • Erneuerbare Energien
  • Elektromobilität

Für die Herstellung von Laptops, Handys, Elektromotoren oder Windturbinen sind Seltene Erden unverzichtbar. Ihre Gewinnung ist jedoch kompliziert, deshalb ist das Angebot auch relativ gering. Die EU hat viele dieser Metalle als kritisch in Bezug auf deren Verfügbarkeit angesichts einer hohen Bedeutung für viele Industrien eingestuft, auch wegen der Dominanz Chinas als größtem Anbieter. Bemühungen außerhalb Chinas Seltenerd-Minen aufzubauen laufen mit Hochdruck.

Zum Kommentar

Kommentar von Carsten Mainitz vom 08.10.2021 | 05:08

Central African Gold, Varta, Standard Lithium – Einsteigen oder Austeigen?

  • Elektromobilität
  • Rohstoffe
  • Kobalt
  • Lithium

Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch. Das Wachstum gewinnt, beflügelt durch die massive Unterstützung der Politik, immer mehr an Dynamik. Für Erneuerbare-Energieanlagen, Speicher und Netze werden immer größere Mengen verschiedener Rohstoffe und kritischer Metalle benötigt. Kupfer, Zink, Nickel, Kobalt oder Lithium gewinnen enorm an Bedeutung. Oft dominiert China dabei das weltweite Angebot. Die nachfolgenden Gesellschaften sind ganz unterschiedlich mit dem Megatrend Elektromobilität verbunden. Was sie vereint, ist die Chance auf Wachstum. Wer hat die Nase vorn?

Zum Kommentar

Kommentar von Stefan Feulner vom 08.09.2021 | 05:10

BYD, Aspermont, Salzgitter AG – Extremer Nachfrageschub

  • Elektromobilität
  • Zukunftsmodelle

Die bessere Stimmung in der Wirtschaft und die auflebende Konjunktur bescherten Unternehmen im zweiten Quartal Rekordergebnisse. Allen voran glänzen Elektroautobauer mit deutlich steigenden Absatzzahlen. Allein im Juni kletterte die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland um 311% verglichen mit dem Vorjahresmonat. Dabei steht der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektroautomobil erst am Anfang. Der Anteil der mit Batterie betriebenen Fahrzeuge beträgt auf deutschen Straßen gerade einmal 12%.

Zum Kommentar