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28.12.2020 | 04:50

Nornickel, Newcrest Mining, Silver Viper, First Majestic: Hat Silber Nachholpotenzial?

  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Als der Goldpreis zwischen März und August Rekorde aufs Parkett legte und ein neues Allzeithoch erreichte, entwickelte sich auch Silber gut. Zuvor waren beide Edelmetalle weit auseinandergelaufen. Das Gold-Silber-Verhältnis, das anzeigt, für wie viele Unzen Silber man eine Unze Gold kaufen kann, war zu Beginn der Pandemie stark gestiegen und zeigte eine Unterbewertung von Silber an. Inzwischen hat sich diese Übertreibung zwar korrigiert, doch handelt Silber mit einem Gold-Silber-Verhältnis von 80 noch immer in einem attraktiven Bereich. Blickt man allerdings auf die großen Rohstoff-Unternehmen, so fällt auf, dass Silber dort keine große Rolle spielt und in der Regel nur ein Nebenprodukt von Gold ist.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
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Inhaltsverzeichnis:


    Newcrest und Nornickel: Silber unter ferner liefen

    Bei Newcrest Mining liegt der Anteil von Silber am Gesamtumsatz bei unter einem Prozent. Nornickel weist Silber nicht einmal explizit aus und subsummiert das Edelmetall schlichtweg gemeinsam mit Kolbalt, Rhodium oder Tellur unter den Nebenprodukten. Auch hat es nicht den Anschein, als würde Silber in den Planungen der großen Rohstoffgesellschaften eine große Rolle spielen: Nornickel möchte in den kommenden Monaten in erster Linie in die Kupfer-Produktion investieren, den Output erhöhen und sich nebenbei nachhaltiger aufstellen – weder von Gold, noch von Silber ist bei Nornickel die Rede.

    Lediglich Palladium und Platin spielen für das russische Unternehmen eine Rolle. Beide Edelmetalle sind für die Autoproduktion wichtig und haben in den vergangenen Jahren auch unabhängig von der Edelmetall-Hausse für Investoren Chancen geboten. Grund für die Kursrally insbesondere bei Palladium waren aber in erster Linie Marktverwerfungen. Die Aktie von Nornickel konnte davon allerdings kaum profitieren: Auf Sicht von zwölf Monaten bietet die Aktie eine Nullrendite.

    Stärker von Edelmetallen profitiert dagegen die Aktie von Newcrest Mining. Die Australier machen ihre Umsätze zu mehr als 80% mit Gold. Zweiwichtigster Rohstoff ist mit einem Anteil von rund 17% Kupfer. An der Börse kam dieser Mix allerdings innerhalb des vergangenen Jahres nicht gut an: Die Aktie büßte 8,6% ein. Das ist umso verwunderlicher, als dass Newcrest mit niedrigen Produktionskosten von weniger als 900 USD je Unze Gold aufwarten kann.

    Silver Viper: Profi-Investoren warten geduldig ab

    Dass die tatsächliche Produktion von Rohstoffen oftmals komplexer ist, als die Entwicklung aussichtsreicher Produktionsstätten, zeigt die Aktie von Silver Viper. Das kanadische Junior-Unternehmen treibt in Mexiko das La-Virginia-Projekt voran. Zwischen 2010 und 2012 wurden dort bereits mehr als 50.000 Meter gebohrt und einige vielversprechende Ergebnisse mit Gold- und Silbervorkommen zutage gefördert.

    Aktuell nutzt Silver Viper die historischen Daten, um die Liegenschaft umfassend zu erkunden und die Ressourcen auszuweiten. Im Zuge der Pandemie-bedingten Edelmetall-Rally profitierte auch die Aktie und schaffte während der vergangenen zwölf Monate rund 100% Rendite.

    Im Dezember 2020 hatte Silver Viper 3,5 Mio. USD in der Kasse und ist damit für weitere Explorationsmaßnahmen sowie die im Juni fällige Kaufrate für die Liegenschaft in Höhe von 100.000 USD gut aufgestellt. Das Unternehmen ist bei Privatanlegern wenig bekannt, dafür sind professionelle Investoren wie Sprott Asset Management, US Global Investors, Commodity Capital oder die Contrarian Group mit an Bord.

    Große Namen haben bei Silber Nachholbedarf

    Da große Rohstoffgesellschaften Silber in ihren Planungen oft vernachlässigen, könnten kleinere Produzenten, wie etwa Fortuna Silver oder auch First Majestic Silver, oder auch Explorationsgesellschaften mit signifikanten Silber-Vorkommen, wie Silver Viper, schon bald attraktiver werden. Im historischen Verlauf ist Silber im Vergleich zu Gold noch immer unterbewertet. Hinzu kommt die Eigenschaft als Industriemetall: Vor allem im elektrischen Geräten, in Solarzellen oder auch in der Medizintechnik kann Silber zum Einsatz kommen.

    Anleger tun gut daran, neben Gold auch einige aussichtsreiche Unternehmen aus der Silber-Branche zu beobachten – gerade bei den großen Namen der Branche besteht diesbezüglich Nachholbedarf. Übernahmen sind mittelfristig alles andere als ausgeschlossen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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