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26.02.2021 | 04:34

REVEZ, Alibaba, Tencent, GameStop: Digitalisierung 'Made in Asia'

  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Es ranken sich Gerüchte um den merkwürdigen Short-Squeeze. Einige Politiker in den USA vermuten chinesische Internetgiganten hinter dem GameStop-Hype. Noch unter Donald Trump war versucht worden, Tencents Super-App WeChat in den USA zu verbieten. Sogar ein Kaufverbot der Aktie für US-Anleger wurde zeitweise diskutiert. Doch dann hat man sich glücklicherweise doch für die Prinzipien der freien Marktwirtschaft entschieden, schließlich fiel die Diskussion auch in die Amtsübergabe an Biden. Ob Biden mit China einen ähnlich harten Kurs wie sein Vorgänger fährt, bleibt noch ein offenes Buch, denn es gibt zurzeit nur wenige außenpolitische Verlautbarungen…

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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Christoph Möltgen, CIO, Berner SE
"[...] Der Besuch eines Vertriebsmitarbeiters bei einem Kunden mit dem Ziel, möglichst viele Aufträge an Land zu ziehen, wird aber im direkten Face-to-Face-Vertrieb mehr und mehr an Bedeutung verlieren. [...]" Christoph Möltgen, CIO, Berner SE

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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REVEZ Corporation – Mit digitalen Geschäftsmodellen nach vorne

Die REVEZ Corporation betreibt ihr Geschäft aus Singapur heraus. In der Gruppe vereint REVEZ moderne digitalisierbare Geschäftsansätze innerhalb eines kreativen Tech-Hubs mit Fokus auf Innovationen im Bereich Digitalisierung und industrielle Automatisierung (IOT). Unterschiedlichste Kundenanforderungen finden bei REVEZ Gehör und werden durch intelligente Software-Lösungen unterstützt. Die Kundenbasis verteilt sich komplett auf den asiatisch-pazifischen Raum, an eine Expansion der Dienstleistungen in andere Teile der Erde wird derzeit gearbeitet.

Das Portfolio von REVEZ besteht aus einer Mehrmarken-Strategie, die einzelnen Themen können jedoch in jeder kundenadaptierten Lösung synergetisch verbunden werden. Die zugehörigen Marken heißen REVEZ, Newood Design, IOIO Lab sowie AIAC. Dahinter verbergen sich bekannte IT-Dienstleistungen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), Künstliche Intelligenz (KI) und Internet der Dinge (IOT). Die Anwendungsgebiete liegen vornehmlich in der Industrieautomation, der Cybersicherheit sowie dem MICE-Support. Solche integrierten Lösungspakete transformieren Markenerlebnisse, unterstützen Kommunikation sowie das People Engagement. Sie verbessern die Produktivität eines Unternehmens signifikant. REVEZ bietet seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen, welche skalierbar und flexibel sind, indem sie auf die eigenen IP-Module zurückgreifen.

Die Historie der Gesellschaft geht schon bis ins Jahr 2010 zurück, seit der Börsennotierung wächst das Geschäft konstant im zweistelligen Bereich. Die auch in Frankfurt gelistete Aktie notiert derzeit bei 0,17 EUR oder umgerechnet 0,24 SGD. Das Unternehmen ist komplett schuldenfrei und bringt es auf eine Marktkapitalisierung von 40 Mio. SGD. Ein interessanter IT-Small Cap mit IOT-Phantasie!

Alibaba Group Holding Ltd – Gibt es doch noch Hoffnungen für die Ant Group?

Da wurde dann doch mal ordentlich Kasse gemacht! Einer der reichsten Männer der Welt verabschiedet sich von langjährigen Web-Investments wie Alibaba oder Apple. Zittrige Hände? Nein, vielmehr ein Zeichen einer ausgewogenen Steuerung der Familienstiftung von Bill und Melinda Gates. Denn erfolgreiches Investieren erfordert natürlich auch Maßnahmen der Risikoreduzierung, wenn z.B. Bewertungsparameter durch die Decke gehen, wie es seit gut 6 Monaten an der Nasdaq zu beobachten ist. Anstatt daran herumzumäkeln sollten Anleger die Erfahrung von ehemaligen Konzern-Lenkern zu ihren Gunsten nutzen.

Um Alibaba ranken sich abermals Gerüchte, die Ant Group könnte doch noch den Sprung aufs Parkett schaffen. Als die Aufsichtsgremien der Börsen in Shanghai und Hongkong die Börseneinführung der Ant Group im November 2020 überraschend vorerst aussetzten, waren die Gründe für diese Entscheidung zunächst unklar. Offiziell hieß es von der Börse in Shanghai, dass sich das "aufsichtsrechtliche Umfeld" bedeutend geändert habe, was dazu führen könne, dass die Ant Group die Bedingungen für den Börsengang und die Offenlegungspflichten nicht erfüllen könnte.

Erst im Nachgang wurden die Gründe für die Absage deutlicher: Offenbar hatte Jack Ma, der Chef der Ant Financial-Mutter Alibaba, Kritik an den chinesischen Staatsbanken geäußert, was bei der Führung des Landes alles andere als gut ankam. Chinesische Regulierungsbehörden haben neben der Alibaba Group auch deren größte Beteiligung Ant Group ins Visier genommen und untersuchen deren Aktivitäten. Jack Ma gefallen diese Untersuchungen gar nicht, hatte er doch bislang fast freie Hand.

Während Alibaba die führende E-Commerce und Cloud-Computing Plattform in China ist, kontrolliert die Ant Group als größtes Finanztechnologie-Unternehmen den Online-Finanzsektor in China. Sie ist mit Tencent in ein staatliches Fortschrittsprogramm für den Aufbau einer neuen Finanzwelt einbestellt worden. Eventuell hilft es der Mutter Alibaba damit doch noch, den Börsengang durch die Hintertür zu schaffen. Voraussetzung wäre wohl, dass Jack Ma demutsvoll um Genehmigung bittet.

Tencent Holdings Ltd – WeDoctor kurz vor dem Börsengang

Auch Tencent schmiedet an der nächsten Börseneinführung. Die Beteiligung WeDoctor plant bereits im nächsten Monat einen Börsengang in Hongkong, nachdem das Unternehmen in seiner letzten Finanzierungsrunde eine Bewertung von 6,8 Mrd. USD erhalten hat. Das Ganze ist aber bislang nur inoffiziell an die Oberfläche durchgesickert.

WeDoctor ist ein Unternehmen, das von Tencent Holdings Ltd. unterstützt wird, es gehört zu einer wachsenden Zahl von Technologie-Giganten, welche versuchen, Chinas Gesundheitssystem zu verändern. In Vorbereitung auf die Börsennotierung spaltet das Unternehmen mit Sitz in Hangzhou sein Geschäft in zwei Teile auf und plant die Börsennotierung seiner Gesundheitsdienstleistungen, die Online- und Vor-Ort-Beratung anbieten. Das Geschäft der digitalen, medizinischen Plattform umfasst Versicherungen, medizinischen Bedarf, Online-Terminbuchungen und Kliniken.

Das sensiblere Datengeschäft, das sich mit persönlichen medizinischen Aufzeichnungen befasst, soll ausgegliedert und privat gehalten werden, um den regulatorischen Anforderungen zu entsprechen. WeDoctor lehnte in einer an die Öffentlichkeit versandten Stellungnahme ab, sich zu seinen Plänen für die Mittelbeschaffung und den Börsengang zu äußern. Citigroup zusammen mit JPMorgan Chase und CMB International Securities waren zuvor als Investmentbanken ausgewählt worden, laut Gerüchten soll das Listing bis zu 1 Mrd. USD in die Kassen spülen.

Bislang bewies Tencent ein sehr gutes Handling seiner Beteiligungen. Die Aktie hat im Zuge der NASDAQ-Korrektur von letzter Woche rund 12% vom Hoch eingebüßt. Im Vergleich zu anderen technologie-Unternehmen bleibt Tencent ein asiatischer Top-Pick.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
  3. Künstliche Intelligenz – Die Automatisierung von intelligentem Verhalten und Maschinellen Lernen wird Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet.
  4. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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