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21.01.2021 | 04:50

Silver Viper, General Electric, Aurelius – Silber wird fliegen!

  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Der Demokrat Joe Biden wurde gestern als 46.Präsident der USA vereidigt. Begleitet von den Stars und überzeugten Trump-Gegnern Lady Gaga und Jennifer Lopez leistete er seinen Schwur auf die Bibel. Sein unrühmlicher Vorgänger Trump hielt noch eine Rede über seine beachtlichen Regierungserfolge und sieht sich dabei nach wie vor als Wegbereiter der Wiederauferstehung USAs zur Supermacht. Was haften bleibt, ist natürlich die Spaltung der Gesellschaft in superreich und ziemlich arm, immerhin leben mittlerweile 75 Mio. Amerikaner von staatlichen Hilfen, das sind 25% der Bevölkerung. Joe Biden will moderne und vor allem grüne Technologien fördern, das Volk wieder einen und mindestens 3 Billionen USD in die Wirtschaft investieren. Die letzten Staatsprogramme haben neben einer Mauer zu Mexico keinen Beschäftigungsanstieg erwirkt, die Asset Inflation aber kräftig angeheizt. In diesem Umfeld müssen Edelmetalle steigen, vielleicht war gestern der Start dieser noch fehlenden Hausse.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA8283341029 , US3696041033 , DE000A0JK2A8

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Inhaltsverzeichnis:


    Dennis Karp, Executive Chairman, Manuka Resources
    "[...] Intern gehen wir davon aus, dass die Ressource deutlich wachsen wird, je tiefer wir abbauen. [...]" Dennis Karp, Executive Chairman, Manuka Resources

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    Silver Viper – Am besten Silber-Standort der Welt

    Der kanadische Junior Explorer Silver Viper Minerals Corp. bewirtschaftet mit La Virginia eine Explorationszone im mexikanischen Sonora. Man befindet sich von der Projektphase noch ziemlich am Anfang der Aktivitäten, allerdings ist der Bundesstaat ein Eldorado für die Gold- und Silberproduktion. Große Unternehmen haben hier schon ihren Fußabdruck hinterlassen. Erfolgreich waren dabei in den vergangenen Jahren vor allem Fresnillo, First Majestic und Silvercrest Mines, die ihre Produktion in Mexiko kräftig steigern konnten.

    Fresnillo ist mit 55 Mio. Unzen Silber der größte reine Silberproduzent der Erde, ihre Silberminen befinden sich in den am stärksten silberhaltigen Erzgebieten der Welt vor allem in Mexiko. Jede zehnte jemals in der Menschheitsgeschichte geförderte Silberunze kommt von dort. Da die reinen Produktionskosten der Silberminen in der Regel mit 5 bis 12 USD deutlich unter dem aktuellen Silberpreis von 25,75 USD liegen, forcieren die Produzenten die Suche nach neuen Vorkommen.

    Silver Viper ist vermutlich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um für einen Major wie Fresnillo oder First Majestic interessant zu werden. Denn eine Mine baut sich nicht von alleine und eine Integration in eine bestehende Infrastruktur ist schnell vollzogen. Die Bilanz weist zum 30.09. noch eine Cash-Reserve von 4,2 Mio. CAD aus – in etwa genau diesen Betrag hatte man in den ersten 9 Monaten für Bohrungen und Exploration aufgewendet. Die laufenden Kosten sind bei Silver Viper sehr niedrig, sodass noch kräftig weitergesucht werden kann, im Fokus 2021 liegt die El Rubi Zone.

    Das Unternehmen hat zurzeit eine Marktkapitalisierung von 32,6 Mio. CAD, das Management hält 23% der Aktien. Mit der Silber-Korrektur hat die Aktie 50% seit August 2020 verloren, damit ist jetzt der Zeitpunkt für ein Neu-Investment gekommen.

    General Electric – Die Vergangenheit ist Vergangenheit

    Ein wohl bekannter Vertreter der vergangenen Aktienhausse der 90-iger Jahre ist sicherlich die US-amerikanische General Electric, sie ist auch heute noch einer der größten Mischkonzerne der Welt. Der Stammsitz befindet sich seit 2016 in Boston. Mit einem Umsatz von 95,2 Mrd. USD erzielte das Unternehmen in 2019 ein operatives Ergebnis von 3,47 Mrd. USD. Von dem einstigen Glanz der Jack Welch Ära und der damaligen schwersten Aktie der Welt ist in der New Economy nicht mehr viel übriggeblieben. Das Unternehmen wurde im Jahr 2018 komplett restrukturiert, seitdem hat Lawrence Culp das Sagen. Er ist ein großer Verfechter einer kompletten Digitalisierungsstrategie.

    Im Kampf gegen den hohen Schuldenberg hat der Industrieriese die Pensionspläne von zehntausenden Mitarbeitern eingefroren. Die Maßnahme soll das Pensionsdefizit des Konzerns um 5 bis 8 Mrd. USD senken, die Finanzverschuldung ist mit diesem Schritt schon mal um 4 bis 6 Mrd. USD gesunken. Die Zahlen bessern sich nun sukzessive, von Juli bis September ergab sich ein Finanzzufluss im Industriegeschäft von 514 Mio. USD, während Analysten noch einen Abfluss von 876 Mio. USD befürchtet hatten.

    Für das vierte Quartal rechnet der neue Vorstandschef Larry Culp sogar mit einem positiven Free Cashflow von mindestens 2,5 Mrd. USD. Das reicht aber noch nicht, um die Verluste aus dem ersten Halbjahr wettzumachen. 2021 soll der Free Cashflow insgesamt positiv ausfallen, dann können die Schulden endlich fallen. Die Aktie hat das Wetterleuchten schon gesehen und steigt seit September 2020 kontinuierlich an, gestern stand sie bei 11,45 USD. Charttechnisch steht noch die 12,50 USD im Raum, danach ist der Weg frei. GE scheint die Vergangenheit erfolgreich hinter sich zu lassen.

    Aurelius – Gut auf Kurs und pro Klimaschutz

    Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist eine Investmentgesellschaft mit Sitz in Deutschland, die sich vor allem auf die Segmente Informationstechnologie und Business Services, Industrie und Chemie sowie Lifestyle- und Konsumgüter konzentriert. Das Investmentportfolio der Gesellschaft umfasst weltweit tätige Tochtergesellschaften wie z.B. Office Depot Europe, Working Links, Regain Polymers Limited, HanseYachts AG und viele andere.

    Das Unternehmen hat am 1. Dezember 2020 seine fällige Wandelanleihe 2015/20 vollständig an die Anleihegläubiger zurückgezahlt, es verbleibt eine Liquidität von mehr als 300 Mio. EUR. Rund 100 Mio. EUR dieser Kriegskasse ist vorhandenes Cash in den Holdinggesellschaften und kann für weitere Zukäufe und Investitionen in das Portfolio verwendet werden. Das Management sieht in den nächsten Monaten eine Vielzahl an interessanten Übernahmekandidaten, hierfür dürfte auch die angespannte Situation in vielen Branchen aufgrund der Corona-Pandemie verantwortlich sein. Als eine Möglichkeit der Erweiterung der bisherigen Finanzierungsstrategie prüft Aurelius auf Gruppenebene auch Co-Investmentfunds, mit denen unter dem Dach der Aurelius Gruppe weitere Investorengruppen angesprochen werden können.

    In den ersten 9 Monaten 2020 konnten die Portfoliounternehmen zusammen ein solides operatives EBITDA von 100 Mio. EUR erwirtschaften, der beobachtete Trend soll auch für das Gesamtjahr positiv ausfallen. Im Zuge der bereits zu Anfang des Geschäftsjahres 2020 eingeführten Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen kompensiert die Aurelius Gruppe den CO2-Verbrauch für die Flugreisen aller Holdingmitarbeiter für das Geschäftsjahr 2020.

    Insgesamt wurden hierfür im abgelaufenen Geschäftsjahr 507 Tonnen an CO2 Emissionen verursacht. AURELIUS wird diese erneut durch Kompensationszahlungen an die Klimaschutzorganisation „atmosfair“ kompensieren. Der Aktienkurs konnte die Tiefs bei 10,8 EUR erfolgreich hinter sich lassen und notiert nun wieder bei 18,4 EUR. Das ergibt eine Marktkapitalisierung von 545 Mio. EUR. Die Aurelius-Story lebt wieder auf.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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