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Ryan Jackson
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Jared Scharf, CEO von Desert Gold Ventures, über Westafrika und sein Potenzial


23.09.2020 | 04:50

Varta, United Internet, SolGold: Kupferknappheit wird zur Phantasie!

  • Kupfer

Eine von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Motoren in Fahrzeugen jeglicher Art verwendet werden. Hinzu kommt der normale Kupferbedarf in allen herkömmlichen Elektrogeräten, Strom-Speichern, Generatoren und nicht zuletzt im Bau, wenn es um die Patina von Dach- und Regenrohrkonstruktionen geht. Kupfer ist allgegenwärtig und trotzdem einer der seltensten Metalle auf diesem Globus. Die gegenwärtige Produktion liegt bei etwa 20 Mio. Tonnen Kupfer pro Jahr, bildet sich aber aufgrund von Minenausbeutung und Schließungen tendenziell um 5% pro Jahr zurück. In Südamerika wird am meisten Kupfer gefördert, nach offiziellen Ressourcenschätzungen liegen etwa 40% der gesamten Kupferlagerstätten weltweit in Süd- und Mittelamerika, vor allem in Chile. Der Spotpreis des seltenen Metalls stieg seit dem Corona-Einbruch im März um sagenhafte 55% und erreichte jüngst ein neues Jahreshoch. Zukünftige Knappheit zeichnet sich bereits ab.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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Nick Mather, CEO, SolGold PLC
"[...] Wir wussten, dass die Welt sich rasch elektrifiziert und urbanisiert und dafür erhebliche Mengen an Kupfer benötigt. [...]" Nick Mather, CEO, SolGold PLC

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Der Trend zu dezentraler Energieversorgung beflügelt den Batterie-Hersteller

Die Aktie des Batterieherstellers VARTA mit Sitz in Ellwangen, Baden-Württemberg, zeigt sich aktuell sehr stark, obwohl Varta die verteuerten Rohstoffpreise für seine Stromspeicher-Anwendungen zahlen muss. Ende August erreichte der Kurs von Varta ein Hoch von 130,50 EUR, was gegenüber dem Märzeinbruch auch eine glatte Verdoppelung darstellt. Grund für den starken Anstieg sind die hervorragenden Zahlen.

Für 2020 wird ein Konzernumsatz zwischen 780 und 800 Mio. EUR erwartet. Das entspricht einem Umsatzwachstum zwischen 115% und 120% im Vergleich zum Vorjahr. Das organische Umsatzwachstum soll dabei zwischen 32% und 38% liegen. Das bereinigte Konzern-EBITDA wird 2020 in einem Korridor zwischen 175 Mio. EUR und 185 Mio. EUR erwartet und damit um 79% bis 90% im Vorjahresvergleich zulegen.

Durch die Pandemie sieht Varta weiterhin keine Einbußen. Im Gegenteil: Durch den starken Anstieg von Heimarbeit und den daraus ableitbaren, dezentralen Energiebedarf in Form von Akkus und Batteriespeicher führt zu einer Sonderentwicklung im Hause Varta. Der Kurs reflektiert die gute Geschäftslage bislang recht gut.

Die Partnerschaft mit Telefónica bereitet Schwierigkeiten

Der Internet- und Telekommunikationskonzern United Internet sowie dessen Mobilfunktochter 1&1 Drillisch haben seit Montagmorgen teilweise mehr als 25% eingebüßt. Grund waren die höheren Preisforderungen des Partners Telefónica Deutschland für die Nutzung des ehemaligen E-Plus/O2-Netzes. Die Vereinbarung zwischen United Internet, seiner Mobilfunktöchter und Telefónica war einst Auflage für die damalige kartellrechtlichen Zustimmung zur Fusion von E-Plus und O2.

Der Gewinn wird sich zwar insgesamt nur um 6% ermäßigen, trotzdem ist der Kursausschlag nach unten erheblich. An der Börse war United Internet in den letzten Monaten sehr gefragt und legte im laufenden Jahr bereits über 30% zu. Die COVID-Pandemie hatte Anleger auf Service-Dienstleister rund um Telekommunikation und Internet aufspringen lassen, da die Netznutzung auch aufgrund von Streamingdiensten sehr stark angewachsen ist.

Wiederum ein Knappheitsthema, was im netzschwachen Deutschland immer wieder zu öffentlichen Diskussionen führt. Für einen breitbandigen Ausbau der Netze in Deutschland braucht es nach wie vor eine Menge Kupfer, denn die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser wird noch auf sich warten lassen. Somit ist wohl jedes Infrastrukturthema und die weithin propagierte Digitalisierung automatisch ein Trigger für die vorgelagerte Rohstoffindustrie.

Kupfer- und Goldlagerstätten in Ecuador

Ganz und gar nicht knapp sind die Kupfer-Konzessionen von SolGold Plc, ein in Australien ansässiges Kupfer- und Goldexplorationsunternehmen. Das Unternehmen konzentriert sich hauptsächlich auf die Rohstoffstätten des nördlichen Andenkupfergürtels in Ecuador und verfügt dort über mehrere Sektionen von kontinuierlichen Kupfer- und Goldmineralisierungen aus seinem Hauptprojekt Cascabel.

Daneben besitzt man Vermögenswerte auf den Salomonischen Inseln und Australien. Das Cascabel-Projekt des Unternehmens ist eine Porphyr-Kupfer-Gold-Lagerstätte in der Provinz Imbabura im Nordwesten Ecuadors. Eine umfassende, landesweite Studie wurde jüngst von unabhängigen Experten durchgeführt, um die topographischen, geologischen und chemischen Daten des Projekts zu analysieren. Im Ergebnis wurden die Mineralisierungen als „erheblich“ eingestuft, auch die geologische Abbaufähigkeit ist umfassend gegeben.

Als Reaktion auf diese Studie gründete und finanzierte das Unternehmen zunächst vier neue Tochtergesellschaften in Ecuador, namentlich Carnegie Ridge Resources S.A., Green Rock Resources S.A., Cruz del Sol S.A. und Valle Rico Resources S.A. Diese Tochtergesellschaften halten derzeit 72 Mineralkonzessionen in einer lokalen Ausdehnung von rund 3.200 Quadratkilometern. Die Muttergesellschaft Exploraciones Novomining S.A. mit Sitz in Equador hält alle Cascabel-Konzessionen und gehört SolGold (85%) und Cornerstone (15%). Wegen der guten Kapitalausstattung der beteiligten Unternehmen rechnen wir mit einem baldigen Start der Kupferproduktion.

SolGold ist vor dem oben beschriebenen Szenario mit rund 582 Mio. EUR im Vergleich zu den großen Kupfer-Produzenten wie Rio Tinto oder BHP Billiton sehr gering kapitalisiert. Angesichts der Größe allein der Kupferprojekte, sind die Goldaktivitäten fast geschenkt. Per Ende Juni 2020 befanden sich noch rund 46 Mio. USD in der Kasse und man versuchte auch schon den Mitstreiter Cornerstone Capital Resources zu übernehmen.

Unseres Erachtens lohnt sich ein spekulativer Blick in die Kupferprojekte von SolGold, überdies werden 21,7 Mio. Unzen Gold und 92,2 Mio. Unzen Silber noch mitgeliefert. Die Investition passt vom Timing genau in die Rohstoffneubewertung, die sich seit März 2020 in den Marktpreisen niedergeschlagen hat. Der SolGold-Kurs der in London, Toronto und Frankfurt notierten Aktien hat sich seit März zwar verdoppelt, dennoch steht die starke operative Entwicklung von SolGold erst noch am Anfang.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 15.10.2020 | 05:50

General Electric, Varta, SolGold: Drei mal Kupfer ist Gold!

  • Kupfer

Nach Untersuchungen von IDTechEx (2020) wird die Einführung von elektrischen Traktionsmotoren in Straßenfahrzeugen in den nächsten 10 Jahren zu einem deutlichen Anstieg der Kupfernachfrage führen. Die von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Fahrmotoren in E-Fahrzeugen auf der Straße verwendet werden. Der Anstieg der Kupfernachfrage folgt der Entwicklung des globalen Automobilmarktes, auf dem reine batterieelektrische Autos voraussichtlich den größten Marktanteilsgewinn auf Kosten von Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen erzielen werden. Bis 2030 werden Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge einen Anteil von 19% des Gesamtmarktes ausmachen, der laut IDTechEx bis 2040 auf 72% steigen wird.

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