Menü schließen




11.10.2023 | 06:10

Achtung Kurssprung! Tui, Plug Power und Defence Therapeutics Aktie mit News

  • Biotechnologie
  • Krebsforschung
  • Wasserstoff
  • Brennstoffzelle
  • Tourismus
  • Touristik
Bildquelle: Tui Group

Alarm bei Tui und der Deutschen Lufthansa. Beide Aktien stehen in dieser Woche unter dem Einfluss des Terroranschlags in Israel. Während der Ölpreis einen Sprung nach oben macht, ging es bei Luftfahrt- und Tourismusaktien nach unten. Dabei tendierte die Tui-Aktie zuvor bereits schwach. Daran konnte auch der Sprung in die Gewinnzone nichts ändern. Und was sagen Analysten? Dagegen glänzt Defence Therapeutics mit positiven News zu einer Krebs-Therapie. Daraufhin konnte die Biotech-Aktie gestern zulegen und bietet weitere Kurschancen. Die Aktie von Plug Power ist gestern um gute 7 % gestiegen. Was steckt dahinter?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Defence Therapeutics kämpft jetzt auch gegen Pankreaskrebs

    Der Grund für den gestrigen Kurssprung: Das von Defence Therapeutics entwickelte unkonjugierte Accum®-Molekül hilft gleich auf zwei Wegen bei der Krebsbekämpfung. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Experten begutachtete (‚Peer Review') Studie. Sie wurde mit dem Titel "Intratumoral administration of unconjugated Accum® impairs the growth of pre-established solid lymphoma tumors" in der renommierten Fachzeitschrift Cancer Science veröffentlicht. Aus Sicht von Defence Therapeutics sind die Wirkungen von Accum® hochinteressant und unerwartet, da die Einleitung des immunogenen Zelltods eine zusätzliche Immunkomponente einbringt, die einen "kalten" Tumor zu einem "heißen" mit erhöhter Infiltration von Immunzellen machen könnte.

    Der Studie zu Folge weist Accum® viele Vorteile gegenüber Molekülen auf, die durch Hochdurchsatz-Screening entdeckt werden. So werden Krebszellen gleich auf zwei Wegen bekämpft. Zum einen durch die direkte Auslösung des Zelltods verschiedener Krebszelllinien (T-Zell-Lymphom, Darmkrebs, Melanom und Brustkrebs). Zum anderen wirkt es auch indirekt, indem es das Immunsystem des Betroffenen „alarmiert“, um die Krebszellen zu bekämpfen. Aus Sicht von Defence Therapeutics liefert die Studie auch neue Forschungsansätze, bei denen wirkungsstärkere Accum®-Varianten als injizierbares Medikament gegen Krebs getestet werden könnten.

    Die Meldung zeigt, dass Defence Therapeutics über eine hoch spannende Pipeline verfügt. Hält die positive Kursreaktion in den kommenden Tagen an, könnte der seit Januar andauernde Abwärtstrend gebrochen werden und für Anleger bietet sich eine spannende Einstiegschance. Vom aktuellen Kursniveau bei 1,75 EUR bietet sich bis zum Erreichen des Hochs vom Januar eine Kurschance von fast 100 %.

    Tui: Nach Allzeittief der Rebound?

    Wenig Kurschancen sehen Analysten derzeit bei der Aktie von Tui. Nach den Quartalszahlen raten unter anderem UBS, Bernstein und Jefferies das Wertpapier des Tourismus-Konzerns zu halten. Barclays hat zumindest das Kursziel von 4,7 auf 6,9 GBP angehoben. Grund war auch eine Befragung von Verbrauchern mit positivem Ergebnis. Demnach seien Auslandsreisen in den kommenden zwölf Monaten weiterhin geplant. Dennoch bleiben die Analysten bei ihrer Einstufung "Underweight". Lediglich die Deutsche Bank rät derzeit beim Tourismus-Konzern zum Einstieg. Nach einem überraschend starken dritten Quartal seien auch die Perspektiven für das Schlussquartal positiv. Daher liegt ihr Kursziel bei 9,80 EUR.

    Tui hatte für das dritte Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet. So reisten im dritten Quartal 2023 5,5 Mio. Gäste mit Tui. Dies entsprach einem Anstieg um 9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit ihnen setzt der Touristikkonzern rund 5,3 Mrd. EUR um und damit 19 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT verbesserte sich im abgelaufenen Quartal deutlich um 196,5 Mio. EUR auf 169,4 Mio. EUR (Q3 2022: -27,0 Mio. EUR Verlust). Aufgrund der guten Buchungslage für das vierte Quartal wurde auch die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. So rechnet Tui mit einem deutlichen Anstieg des bereinigten EBIT. Dennoch steht die Aktie mit rund 5 EUR auf Allzeittief.

    Plug Power: Boden erreicht?

    Ein Lebenszeichen sendete gestern die Aktie von Plug Power. Nach dem Erreichen eines Mehrjahrestiefs am Vortag legte sie gestern um mehr als 7 % zu und erreichte fast die 7 USD. Zur Einordnung: Das Jahreshoch liegt bei 17,38 USD. Eine für den Kurssprung verantwortliche Unternehmensmeldung gab es nicht.

    Für Plug Power Aktionäre wird es spätestens am 9. November wieder spannend. Dann wird das Unternehmen über die Entwicklung im dritten Quartal berichten. Hoffentlich gibt es dann auch konkretes zur Finanzierung bis zum Erreichen des Break-even. In den vergangenen Monaten machten immer wieder Spekulationen über eine Kapitalerhöhung die Runde.

    News gab es zuletzt nur von einem Zulieferer von Plug Power. So berichtete Cell Impact von einem Auftrag durch Plug Power mit einem Volumen von 22 Mio. SEK. So wird Cell Impact Bipolarplatten und damit verbundene Produkte herstellen und im ersten Halbjahr 2024 an die US-Firma liefern. Eine Bipolarplatte besteht aus zwei Polen einer einzelnen Brennstoffzelle: der wasserstoffführenden Anodenplatte (der negative (-)-Pol) und der Kathodenplatte (der positive (+)-Pol) für die Zuführung der Reaktionsluft.


    Die gestrige Meldung sollte der Aktie von Defence Therapeutics neue Impulse geben. Sie zeigt, dass das Unternehmen eine attraktive Pipeline aufbaut. Damit ist die Aktie nicht nur für Aktionäre interessant, sondern macht das Unternehmen vielleicht auch zum Übernahmekandidaten? Bei Tui scheint die operative Entwicklung positiv zu sein. Aber die verunglückte Kapitalerhöhung aus dem Frühjahr scheint immer noch nicht verdaut zu sein. Der Kurs spricht eine klare Sprache und Analysten sind auch zurückhaltend. Zurückhaltung scheint auch bei Plug Power angebracht zu sein. Der Konzern muss endlich kommunizieren, ob eine Kapitalerhöhung kommt oder wie die Finanzierung bis zum Break-even sonst gesichert werden kann.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 22.10.2026 | 05:25

    BioNTech, Formycon, Biogen – Pharma-Milliarden werden neu verteilt

    • Biotechnologie

    Die Pharmaindustrie steht vor einer gewaltigen Neuordnung. Während milliardenschwere Blockbuster-Medikamente ihre Patentexklusivität verlieren, drängen günstigere Nachahmer-Präparate auf den Markt. Gleichzeitig investieren Biotechnologiekonzerne Milliarden in neue Krebsmedikamente und Therapien gegen bislang schwer behandelbare Erkrankungen. Für Anleger entsteht ein Spannungsfeld zwischen etablierten Umsatzbringern, neuen Wirkstoffen und einem wachsenden Kostendruck im Gesundheitswesen. Besonders interessant sind Unternehmen, die sich frühzeitig den Zugang zu lukrativen Medikamentenmärkten sichern. Denn schon ein kleiner Anteil am Umsatz eines globalen Blockbusters kann erhebliche wirtschaftliche Bedeutung besitzen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 21.10.2026 | 05:25

    Nel, dynaCERT, Daimler Truck – Wasserstoff, Strom und Diesel im Lkw sollen den Schwerlasttransport emissionsärmer machen

    • Nel ASA
    • dynaCERT
    • Daimler Truck
    • Wasserstoff
    • grüner Wasserstoff
    • Elektrolyseure
    • Dieselmotoren
    • HydraGEN
    • Kraftstoffeinsparung
    • Elektro-LKW
    • Wasserstoff-LKW
    • Nachrüstlösung
    • Dekarbonisierung

    Die Dekarbonisierung des Lastwagens läuft in verschiedenen Geschwindigkeiten. Daimler Truck hat im 3. Quartal 2026 insgesamt 91.260 Fahrzeuge abgesetzt, batterieelektrisch waren davon lediglich 1.207. Der Umstieg kommt also langsamer voran als der Absatz wächst. Für einen Wasserstoffantrieb braucht es zuerst eine günstige Wasserstofferzeugung. Daneben suchen Flottenbetreiber nach Wegen, vorhandene Dieselmotoren schon heute sauberer zu machen, um ihre Klimabilanz aufzubessern. Am Ende müssen Hersteller Fahrzeuge liefern, die im Alltag bestehen. Gelingt es, alles zusammenzubringen, könnte das dem Wasserstoff langfristig Beine machen. Wir sehen uns daher Nel, dynaCERT und Daimler Truck genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 14.10.2026 | 10:30

    Energie-Sicherheit in der EU – ein Hürdenlauf! Was machen Nel ASA, ITM Power, NU E Power und Plug Power?

    • Energiewende
    • Alternative Energien
    • Klimawandel
    • Solarstrom
    • Batteriespeicher
    • Wasserstoff

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power

    Angesichts rasant steigenden Strombedarfs durch die Elektrifizierung und den massiven Ausbau der KI-Rechenzentren steht die europäische Versorgungssicherheit vor einer historischen Zerreißprobe. Um den Kollaps der Stromnetze abzuwenden und den Übergang zu sauberer Energie unumkehrbar zu machen, greift Brüssel nun mit den verschärften Vorgaben der EU-Strommarktreform und der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) konsequent durch. Diese strengen Vorschriften fordern nicht nur spürbar beschleunigte Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte, sondern setzen auch verbindliche Quoten für den Einsatz von grünem Wasserstoff und flexiblen Energiespeichern in der Industrie. Doch der Weg zu einem krisenfesten Energiesystem erweist sich für Projektentwickler und Technologieanbieter jedoch als bürokratischer und finanzieller Hürdenlauf. Denn regulatorische Hürden, volatile Energiepreise und die Suche nach dringend benötigtem Investitionskapital belasten den Markt. In dieser Gemengelage gewinnen strategische Allianzen und innovative Finanzierungsmodelle rasant an Bedeutung. Unser aktueller Fokus beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze führender Akteure und zeigt auf, wie clevere Geschäftsmodelle den regulatorischen Hürdenlauf meistern, um die grüne Transformation der europäischen Industrie wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. Das Spannende daran: Anleger können dabei sein!

    Zum Kommentar