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24.09.2021 | 05:55

BioNTech, Valneva, Defence Therapeutics: Impfstoff-Aktien geben Gas!

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Bildquelle: pixabay.com

Anleger von COVID-19-Impfstoffherstellern hatten in den vergangenen Wochen wenig Grund zur Freude. Die Platzhirsche Moderna und BioNTech sind spürbar von ihren Höchstkursen zurück gekommen. Die Aktie von Valneva ist am Montag eingebrochen. Allein Newcomer Defence Therapeutics hat sich auf hohem Niveau gehalten. Doch bei allen könnte die Ruhe bald vorbei sein und ein neuer Höhenflug beginnen. Denn die Menschen in weiteren Teilen der Welt sind weiterhin nicht geimpft. Zudem steht in den westlichen Ländern der Winter vor der Tür und damit steigende Corona-Quoten. Außerdem zeigt eine neue Studie das Risiko von Long-COVID – wie Gedächnis- und Konzentrationsschwäche – auch bei Kindern. Mit diesem Mix stehen Impfstoff-Aktien vor einem spannenden Herbst.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851 , DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , MODERNA INC. DL-_0001 | US60770K1079

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Inhaltsverzeichnis:


    Defence Therapeutics: Impstoff-Newcomer mit attraktiver Bewertung

    Die jüngsten Nachrichten zeigen, dass uns Corona noch lange beschäftigen wird. Dies sind gute Nachrichten für Defence Therapeutics. Ziel der Kanadier ist die Entwicklung von universellen Impfstoffen. Dafür haben sie ihre eigene Accum™-Technologie entwickelt. Auf dieser arbeitet Defence Therapeutics nicht nur an Impfstoffen gegen Krebs, sondern auch Infektionskrankheiten – zu diesen gehört COVID-19. Zum Entwicklungsstand beim "nicht-injizierbaren" COVID-Impfstoff der zweiten Generation, AccuVAC-IN002, zur intranasalen Verabreichung, hat das Unternehmen jetzt ein Update veröffentlicht. Dabei betonen die Forscher, dass mit dem Delta-Stamm infizierte Personen eine Viruslast in ihrer Nasenhöhle aufweisen, die im Vergleich mit der ursprünglichen Version des Coronavirus 1260-mal höher ist. Der letzte Punkt sei extrem wichtig, da die aktuellen Impfstrategien keinen Schutz vor dieser Übertragung des Virus über die Luft zu den Schleimhautarealen bieten, die den ersten Infektionsort bilden. Dies bedeutet, dass geimpfte Personen dennoch infiziert werden und möglicherweise lebensbedrohende Symptome entwickeln können. Genau da setzt der Impfstoff von Defence Therapeutics an.

    "Durch die neue AccuVAC-IN002-Formulierung von Defence sind wir in der Lage, sowohl IgA- als auch IgG-Antikörperreaktionen auf systemischer Ebene und an den Schleimhautarealen auszulösen. Dies hätte zur Folge, dass die Übertragung blockiert wird, und würde somit nicht nur die anfängliche Infektion stoppen, sondern auch eine fast 100-prozentige Blockade der Freisetzung der Viren (Shedding) gewährleisten", erklärte Herr Plouffe, CEO von Defence Therapeutics. "Zusätzlich kann unsere neue AccuVAC-IN002-Formulierung weiterentwickelt werden, um als "universeller" Impfstoff zu fungieren, der vier bis acht Stämme gleichzeitig bekämpfen kann, was einen wirksamen Schutz gegen alle bekannten Varianten und zukünftig auftretenden Stämme bieten würde", fügte er hinzu. Zudem lege die aktuelle Progression des SARS-COVID-Virus nahe, dass es sich zu einem neuen grippeähnlichen saisonalen Virus entwickeln wird. Entsprechend wäre eine Impfung alle sechs bis zwölf Monate nötig.

    Defence Therapeutics ist derzeit „nur“ mit rund 170 Mio. EUR bewertet. Dies scheint insbesondere mit Blick auf die 1,3 Mrd. EUR von Valneva attraktiv. Zwar ist Valneva in der Entwicklung schon weiter, doch ist die Plattform-Strategie von Defence Therapeutics erfolgreich, sollte sie eine ganze Reihe von Impfstoffen hervorbringen.

    Valneva: Vom Schock erholt?

    Stichwort Valneva. Die Aktie scheint sich vom Schock zum Wochenstart zu erholen. Am Montag hatte die überraschende Kündigung des Liefervertrags für den sich in der Entwicklung befindenden COVID-19-Impfstoff des Unternehmens durch die britische Regierung für einen Kursrutsch von zwischenzeitlich über 40% gesorgt. Der gekündigte Liefervertrag für den klassischen Totimpfstoff hatte immerhin ein Volumen von 1,4 Mrd. USD. Doch jetzt scheinen Anleger wieder Mut zu fassen und die Valneva-Aktie konnte in den letzten Handelstagen über 25% zulegen. Damit hat sie sich von der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie nach oben abgesetzt. Auch Analysten sind weiterhin optimistisch. Goldman Sachs empfiehlt die Valneva-Aktie mit einem Kursziel von 14,50 EUR zum Kauf. Auch die Analysten von Kepler Cheuvreux glauben an den Erfolg des Unternehmens. Sie nennen ein Kursziel von 24 EUR und empfehlen die Aktie ebenfalls zum Kauf. Ob die Aktie nachhaltig zulegen kann, wird von den Studienergebnissen abhängen.

    BioNTec: Konsolidierung vorbei?

    BioNTech-Aktionäre brauchten in den vergangenen Wochen Geduld. Der Höhenflug im August von rund 400 EUR liegt weit zurück und die Aktie konsolidiert – unter teilweise hohen Schwankungen – um die 300 EUR. Dabei stimmt das Umfeld. Gemeinsam mit dem Partner Pfizer arbeitet man an der Zulassung des Impfstoffs für Kinder. Wie beide mitteilten, haben die Probanden zwischen fünf und elf Jahren den Wirkstoff gut vertragen. Der Impfstoff rufe eine stabile Immunantwort hervor. Um die Zulassung zu beschleunigen, wurden die Ergebnisse bereits den zuständigen Behörden in den USA und Europa übermittelt. Eine Zulassung könnte also schon in wenigen Wochen erfolgen. Aus den USA gibt es weitere positive Nachrichten. US-Präsident Biden hat angekündigt, dass das Land 500 Mio. weitere Impfdosen an ärmere Länder spenden wird. Bestellt werden die Dosen bei BioNTech/Pfizer. Damit belaufen sich die Spendenzusagen der USA auf insgesamt 1,1 Mrd. Dosen.


    Mit dem Ende des Sommers könnten Impf-Aktien zu einem neuen Höhenflug ansetzen. Platzhirsch BioNTech ist ein Basis-Investment in dem Sektor. Defence Therapeutics ist zwar noch ein ganzes Stück von einer Zulassung entfernt, aber auch nicht weitestgehend unbekannt und attraktiv bewertet. Bei der mit immernoch 1,3 Mrd. EUR bewerten Valneva steigt und fällt der Kurs mit den anstehenden Studienergebnissen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Nach monatelangem Ausverkauf sind sie wieder da: Die Biotech-Werte! Ein starker Dreh an der NASDAQ spülte die verprügelten Aktien wieder schnell an die Spitze der Trefferlisten. Seitdem COVID nicht mehr im Rampenlicht steht, wenden sich die Unternehmen wieder ihren langfristigen Forschungsreihen zu. Diese waren in den letzten Jahren stark am Thema Krebs orientiert, nun gibt es sogar bahnbrechende News zur Metastasenbildung. BioNTech hat seit dem Oktobertief so schon wieder über 40% zugelegt, Morphosys hingegen verlor nochmal 40%, nachdem eine Alzheimer-Studie keine brauchbaren Ergebnisse lieferte. Es lohnt sich, den Sektor erneut ins Auge zu fassen.

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    Kommentar von Fabian Lorenz vom 24.11.2022 | 05:45

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    Kaum befindet sich das Coronavirus auf dem Rückzug, offenbaren sich die Schäden, die im Zuge der Pandemie Maßnahmen entstanden sind. Besonders junge Männer sind nach zweimaliger Impfung mit dem Pfizer- oder Moderna Impfstoff von Herzentzündungen betroffen. Grund genug für beide Konzerne, jetzt mit einer neuen Studie auf die Forschungsergebnisse einer kleiner kanadischen Studie zu reagieren, die genau dies zu Tage förderte. Die Zunahme an Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen birgt für das Unternehmen Cardiol Therapeutics hingegen eine große Chance, seinen Wirkstoff gegen Periokarditis erfolgreich weiterzuentwickeln. Bisher gibt es in den USA nur eine rein stationäre Behandlungsoption - und die liegt im fünstelligen USD-Bereich. Mit dem Wirkstoff von Cardiol könnte es kostengünstiger und effektiver gelingen, Herzbeutelentzündungen einzudämmen. Eine weitere Folge der Pandemie ist die Zunahme von Krebsfällen. Durch zu späte Diagnose und fehlenden Zugang zur Gesundheitsversorgung wird Krebs weltweit zum Gesundheitsproblem. Morphosys, diese Woche noch angeschlagen durch die enttäuschenden Ergebnisse der Alzheimer Studie, hat jedoch vielversprechende Medikamente in der Pipeline...

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