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27.10.2025 | 05:00

Goldrausch in Afrika – gute Gründe für die Elfenbeinküste: Endeavour Mining, B2Gold, Kobo Resources

  • Afrika
  • Gold
Bildquelle: KI

Von Zeit zu Zeit kann man in Wirtschaftsmagazinen über Investments in Afrika lesen. Immer wieder verweisen Autoren auf das dynamische Wachstum auf dem Kontinent. Vor allem der Rohstoffsektor ist stark. Doch wie sicher sind Investments in Ländern wie Mali, Ghana oder Simbabwe? Afrika-Kenner haben es schon immer gesagt: Jedes Land des Kontinents ist unterschiedlich. Wir zeigen, wo es in Afrika vielversprechende Bergbau-Projekte im Gold-Sektor gibt, ziehen Parallelen und skizzieren Chancen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099 , ENDEAVOUR MNG CORP.DL-_01 | KYG3040R1589

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Inhaltsverzeichnis:


    Afrika verbessert Bedingungen für Bergbau - Endeavour setzt auf Westafrika

    Afrika beherbergt riesige Rohstoffvorräte und wird für Investoren zunehmend attraktiv. Insbesondere Gold steht im Fokus: 2024 führte Ghana mit einer Produktionsmenge von 130 t den afrikanischen Markt an. Auf den Plätzen folgen Mali (67,7 t) und Simbabwe (49 t). Diese Fördermengen unterstreichen Afrikas Schlüsselrolle im globalen Goldmarkt. Viele Staaten entwickeln außerdem ihre Bergbaupolitik weiter. Ghana führte in diesem Jahr etwa ein staatliches Goldboard ein, um die lokale Wertschöpfung zu fördern. Zugleich gibt es auf dem Kontinent für Investoren auch Risiken: Im Zuge eines neuen, staatlich dominierten Bergbaugesetzes fiel Malis Goldproduktion 2024 um 23 %. Zuletzt kamen aus dem Land jedoch wieder positive Nachrichten.

    Stark vor allem in Westafrika ist Endeavour Mining. Das Unternehmen betreibt Minen in Burkina Faso sowie in der Elfenbeinküste und Senegal. Mit einer geförderten Menge von 647.000 Unzen Gold im ersten Halbjahr 2025 bei Kosten von etwa 1.281 USD je Unze ist Endeavour sehr effizient aufgestellt. Auch dank des anhaltend hohen Goldpreises erzielte Endeavour im ersten Halbjahr 2025 ein EBITDA von satten 1,14 Mrd. USD und generierte einen Cashflow von mehr als 500 Mio. USD. So aufgestellt konnte die Dividende im ersten Halbjahr ein Rekordniveau erreichen, zugleich setzte Endeavour auf Aktienrückkäufe. Auch in Zukunft will das Unternehmen seinem Geschäftsmodell treu bleiben und investiert deswegen massiv in Exploration. Allein im ersten Halbjahr nahm Endeavour dafür rund 50 Mio. USD in die Hand. Schwerpunkt ist das Assafou-Projekt in der Elfenbeinküste. Dort setzt Endeavour eine Machbarkeitsstudie sowie Bohrungen für eine Ressourcenschätzung um.

    B2Gold: Namibia hui, Mali pfui

    In einer anderen Region Afrikas unterwegs ist B2Gold. Das Unternehmen hat Projekte in Mali, Namibia, auf den Philippinen und in Kanada. Jedes Jahr fördert B2Gold rund 1 Mio. Unzen Gold und erzielt aufgrund der attraktiven Goldpreise satte Gewinne. Während das Flaggschiff-Projekt Otjikoto in Namibia der ganze Stolz des Unternehmens ist, sorgte das Projekt in Mali lange Zeit für schlechte Nachrichten. Anfang 2025 einigte sich B2Gold jedoch mit der Militärregierung Malis und setzte weitere Mittel zur Exploration im Fekola-Becken frei. Die Probleme waren für B2Gold zwar ärgerlich, doch profitiert das Unternehmen von seiner regionalen Diversifikation.

    Kobo Resources: Aussichtsreiche Projekte in Elfenbeinküste

    Einen anderen Weg geht das aufstrebende Gold-Unternehmen Kobo Resources. Die drei Hauptprojekte Kossou, Kotobi & Agnibilékrou sowie Yakassé sind allesamt in der Elfenbeinküste und damit in der Region, wo Endeavour Mining Minen betreibt und stark in die weitere Exploration investiert. Dieser Schwerpunkt hat auch gute Gründe: Die Elfenbeinküste gilt als ökonomischer Motor Westafrikas und wächst sowohl 2024 als auch 2025 um rund 6 %. Im Bereich der Korruptionsbekämpfung erreichte die Elfenbeinküste 2024 im Corruptions-Perceptions-Index einen historischen Bestwert. Im Oktober 2024 hob die Ratingagentur S&P ihr Rating für die Elfenbeinküste zudem auf BB mit stabilem Ausblick an. Dieses Upgrade reflektiert das starke Wirtschaftswachstum, die schrumpfenden Haushaltsdefizite durch höhere Kakaopreise sowie steigende Exporte im Bergbausektor. Von diesen Rahmenbedingungen will auch Kobo Resources profitieren.

    Das Flaggschiffprojekt Kossou liegt in einer vielversprechenden Goldzone und wurde seit 2023 umfassend exploriert. Unter anderem brachten Diamantbohrungen über 18.500 m hochgradige Abschnitte mit 3,43 g/t Gold über 8,3 m zutage. Später folgten die weiteren Projekte. Interessant ist unter anderem auch das Yakassé-Projekt. Dort haben frühere Untersuchungen von Newmont vielversprechende Goldanomalien festgestellt. Die weitere Exploration wird zeigen müssen, welches Potenzial die Projekte haben und ob das Team von Kobo sie heben kann. Die Eckdaten dafür sehen gut aus - das Management punktet mit Afrika-Erfahrung. Neben CEO Édouard Gosselin engagierte das Unternehmen den Geologie-Veteranen Clay Postlethwaite als technischen Berater. 2026 strebt Kobo eine Ressourcenschätzung an, um den Wert seiner Liegenschaften klarer nach außen darzustellen. Investoren hat das Unternehmen bereits überzeugt - erst in den vergangenen Monaten gelang es Kobo Resources, mittels Kapitalerhöhungen neue Mittel aufzunehmen.

    Kobo Resources als Nachzügler?

    Die Aktie von Kobo Resources lief im vergangenen Jahr mit einigen Ausschlägen überwiegend seitwärts - unterm Strich steht ein geringer Verlust von etwas mehr als 6 %. Damit kann die Aktie als potenzieller Nachzügler in der Gold-Rally gelten. Die Bewertung von rund 29 Mio. CAD ist zwar nicht sehr klein, spiegelt aber dennoch den spekulativen Charakter der Aktie wider. Sobald es Kobo gelingt, Investoren mit guten Bohrergebnissen eine Perspektive aufzuzeigen, dürfte auch die Aktie weiteren Zuspruch bekommen. Die Eckdaten in der Elfenbeinküste stimmen, mit Endeavour Mining ist zudem ein Bergbau-Gigant im Land tätig, der weiter investiert - auch hier liegen für Kobo Resources Chancen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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