Menü

Aktuelle Interviews

Humphrey Hale, CEO, Managing Geologist, Carnavale Resources Ltd.

Humphrey Hale
CEO, Managing Geologist | Carnavale Resources Ltd.
Level 2, Suite 9 389 Oxford Street, WA 6016 Mount Hawthorn (AUS)

info@carnavaleresources.com

Interview Carnavale Resources: Gute Karten für den langfristigen Erfolg


Bill Guy, Chairman, Theta Gold Mines Limited

Bill Guy
Chairman | Theta Gold Mines Limited
Level 35 (ServCorp), Intl Tower One 100 Barangaroo Ave, 2000 NSW Australia (AUS)

info@thetagoldmines.com

+61 2 8046 7584

Interview Theta Gold Mines: Dieses Team hat schon 20 Minen in Produktion gebracht


David Mason, Managing Director, CEO, NewPeak Metals Ltd.

David Mason
Managing Director, CEO | NewPeak Metals Ltd.
Level 27, 111 Eagle Street, QLD 4000 Brisbane (AU)

info@newpeak.com.au

+61 7 3303 0650

Interview NewPeak Metals: Viele Chancen auf den großen Erfolg


12.05.2021 | 05:10

Nel Asa, dynaCERT, Nikola – Wasserstoff: Der Ausverkauf droht!

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Wasserstoff war neben der Elektromobilität ohne Zweifel das Boom-Thema des Börsenjahres 2020. Getrieben von den globalen Bestrebungen einer Energiewende, verhalfen Anleger Branchengrößen wie Ballard Power, Fuel Cell oder Nel ASA zu irrsinnigen Bewertungen. Seit Ende Januar setzte jedoch eine schmerzhafte Korrektur ein, die sich in den vergangenen Tagen noch beschleunigte. Mehreren Titeln droht der Fall unter die langfristigen Aufwärtstrends. Folgt ein weiterer Ausverkauf oder kommt jetzt der Turnaround?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

Zum Interview

 

Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor


Wasserstoff- eine klare Zukunftsbranche

Aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie rutschte das Thema Energiewende etwas in den Hintergrund. Doch das Streben nach Klimaneutralität ist neben dem Virus eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. So gab US-Präsident Joe Biden das Ziel aus, dass die USA bis 2050 klimaneutral sein soll und subventioniert die erneuerbaren Energien mit Milliarden-Programmen. Die Bundesregierung will diese Vorgabe bereits 2045 erreichen. Das bedeutet, dass zu dem Zeitpunkt die Menge an klimaschädlichen Gasen, die in die Atmosphäre gelangen und zur Erderwärmung beitragen, nicht mehr steigen soll. Für den langfristigen Erfolg der Energiewende und für den Klimaschutz werden Alternativen zu fossilen Energieträgern gesucht. Wasserstoff wird hier als vielseitig einsetzbarer Energieträger eine Schlüsselrolle einnehmen. Klimafreundlich hergestellter Wasserstoff ermöglicht es, die CO2-Emissionen vor allem in Industrie und Verkehr dort deutlich zu verringern, wo Energieeffizienz und die direkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien nicht ausreichen.

Die günstige Alternative

Für einen Anteil von 40% aller Klimagas-Emissionen in Europa zeichnen „schwere Fahrzeuge“ verantwortlich. Aufgrund dessen fordert die Europäische Union nun drastische Senkungen für die nächsten Jahre. So müssen LKW-Bauer die CO²-Emissionen durchschnittlich um 15%, bis 2030 sogar um 30% senken, ansonsten drohen hohe Strafen. Für die betroffenen Fuhrparkunternehmer stellt sich hierbei die Existenzfrage. So ist der Aufbau einer neuen, klimafreundlichen Flotte für viele kaum zu stemmen.

Bereits seit 16 Jahren forscht dynaCERT am Patentrezept zur Emissionsreduzierung. Ein Roll-Out der Technologie würde einem Befreiungsschlag für die LKW-Branche bedeuten. Anstatt den kompletten Fuhrpark zu erneuern, ist es durch das patentierte Elektrolysesystem „HydraGEN“ auf Wasserstoff-Basis möglich, Kraftstoffverbrauch und Emissionen bei großen Diesel-Motoren um bis zu 20% zu reduzieren. Neben „HydraGEN“ hat dynaCERT eine intelligente Software entwickelt, mit der es möglich ist, die Kraftstoffeinsparungen aufzuzeichnen und zu analysieren. Außerdem können Fuhrparkmanager sowohl Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit als auch das Lastmanagement kontrollieren.

Aussichtsreiches Quartal bei dynaCERT

Obwohl es bereits jetzt technisch möglich wäre, die dynaCERT-Technologie in PKWs zu verbauen, fokussieren sich die Kanadier aktuell auf LKWs, Baumaschinen und Dieselgeneratoren. Im ersten Quartal des Jahres 2021 konnten Geräte für die globale Bergbauindustrie nach Brasilien, Russland, China und Peru ausgeliefert werden. Zudem vermeldete dynaCERT einen wachsenden Absatz in der Lkw- und Nutzfahrzeuge-Industrie in Nordamerika. Durch die Partnerschaft mit Karbonkleen hat dynaCERT 20 Einheiten des HG-1 Modells an nordamerikanischen Speditionskunden auf dem Festland verkauft. Ziel des Unternehmens ist der Roll-Out in den nächsten 2 Jahren. Im Januar wurde dynaCERT von Analysten des kanadischen Brokerhauses Haywood zum Top-Pick im Bereich Nachhaltigkeit gekürt. Das Kursziel setzten die Experten auf 2,20 CAD. Aktuell notiert dynaCert bei 0,42 CAD.

Wie geht es weiter bei Nel Asa?

Symptomatisch für die ganze Branche steht aktuell der Chart des norwegischen Wasserstoffspezialisten Nel Asa. Nach einer Verzehnfachung auf das Allzeithoch von 35,15 NOK innerhalb von 3 Jahren, folgte Mitte Januar eine heftige Korrektur, die sich in dieser Woche noch beschleunigt. Nun heißt es, die wichtige Unterstützung bei 16,50 NOK zu verteidigen. Ansonsten droht ein schneller Rücksetzer auf den seit Juli 2020 ausgebildeten Aufwärtstrend bei rund 12 EUR. Wir raten aktuell weiterhin von einem Investment ab.

Nikola: Es läuft in geordnete Bahnen

Dass der Spezialist für Wasserstoff-betriebene Elektro-LKWs seinen Verlust ausweitet und immer noch keine Umsätze einfährt, war im Hinblick auf die gelieferten Quartalszahlen klar. Vielmehr ging es bei Nikola um die Aussichten für die nächsten Monate. So wurde im ersten Quartal die Inbetriebnahme der ersten Charge von fünf Tre-BEVs und Validierungstests auf dem Testgelände in Ulm gestartet. Die zweite Charge von neun Beta Nikola Tre-BEVs soll demnächst fertiggestellt werden. Im zweiten Quartal plant Nikola mit dem Start der Probeproduktion von Elektro-LKWs der Joint-Venture-Fertigungsstätte mit Iveco.

Die Produktion von Kurz- und Langstrecken-Brennstoffzellenfahrzeugen ist frühestens im zweiten Halbjahr 2023 geplant. Das neue Management scheint eine Struktur in das frühere Chaos gebracht zu haben. Sollte die Produktion wirklich starten, wäre Nikola durchaus ein Vervielfachungskandidat. Allerdings steht dem weiterhin ein großes Risiko gegenüber. Der Wert ist nur für risikoreiche Anleger geeignet.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen
  2. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Stefan Feulner vom 17.06.2021 | 05:10

Deutsche Bank, Enapter, LPKF – Profitieren Sie von der grünen Zukunft!

  • Wasserstoff
  • Energie

Das Boom-Thema des letzten Jahres, Wasserstoff, hat an der Börse erste Rückschläge zu verkraften. Die Branchenführer wie Nel Asa, Plug Power oder Ballard korrigierten im ersten Börsenhalbjahr scharf. Zu hoch waren die Bewertungen der Unternehmen um die grüne Zukunftsbranche. Trotzdem kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Dekarbonisierung und die Erreichung der Klimaziele ohne grünen Wasserstoff nicht möglich sind. Die Politik hat die Zeichen erkannt und gab erst im vergangenen Monat mehr als 8 Mrd. EUR an Fördermitteln frei. Nutzen Sie die zweite Welle.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 17.06.2021 | 04:46

Nel ASA, PlugPower, Deutsche Rohstoff AG: Öl-Explosion oder Wasserstoff-Hype?

  • Rohstoffe
  • Wasserstoff
  • Öl

Preise für Brent gehen durch die Decke. Börsen verdauen ihr Covid-Trauma. Und China? Das 'Reich der Mitte' hortet Öl und andere Rohstoffe, um den anstehenden Boom befriedigen zu können. Viele Konsumenten weltweit warten auf die Auslieferung ihrer lange bestellten Produkte. Das Problem ist erkannt: Rohstoff- und Chipknappheit führen zu enormen Lieferverzögerungen rund um den Globus. Ereignisse, wie die Blockade des Suez-Kanals oder die restriktive Haltung der OPEC verschärften die Umstände. Scheinbar besteht ein Interesse daran, die Preise hochzuhalten. Die Federal Reserve schlug kürzlich jedenfalls schon mal Alarm: 5% Inflation in einem Monat. War das ein Warnschuss oder der anlaufende Trend?

Zum Kommentar

Kommentar von Stefan Feulner vom 16.06.2021 | 05:10

Nel Asa, Pure Extraction Corp., Ballard Power – Vorteil Wasserstoff!

  • Wasserstoff
  • Mobilität

Während die Börsenlieblinge des vergangenen Jahres, die Wasserstoffaktien, nach heftigen Kursverlusten im Frühjahr noch an ihrer charttechnischen Bodenbildung arbeiten, steht das Thema in der Politik mit Blick auf die Energiewende mitten im Zentrum. Laut Wirtschaftsministerium sei Wasserstoff das fehlende Puzzleteil, damit Klimaschutz in der Industrie wirklich gelingen könne und die Wirtschaft zugleich wettbewerbsfähig bleibe. Allein diese Woche gab der Bund für die Förderung von sechs Wasserstoffprojekten in Bayern 1 Mrd. EUR frei.

Zum Kommentar