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21.05.2019 | 07:44

Startup DIN-Norm - Hürde und Rechtfertigungsmechanismus

  • Startup
  • Zertifizierung
Bildquelle: pixabay.com

Im Zeitalter von niedrigen Zinsen und Betongold gehören Startup Engagements in gewissen Gesellschaftskreisen einfach dazu. Auch Städte, Gemeinden und Länder ziehen mit und stehen im Wettbewerb untereinander bei Ansiedlung von Neugründungen. Im Venture Capital Bereich gilt als Faustformel, dass eins von zehn Engagements die Ernte reinholt und die meisten Startups scheitern werden. Nun soll eine Zertifizierung mehr Transparenz in die Gründungsphase bringen.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Mario Hose

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Förderung mit Steuergeldern

Die Erfolgsaussichten von Startup Unternehmen sind historisch betrachtet ernüchternd, das ist aber kein deutsches, sondern ein internationales Merkmal. Nur jeder fünfte Erstgründer ist nachhaltig erfolgreich. Wesentlich besser steht es um Neugründungen von Unternehmern, die bereits erfolgreich waren, sogenannte Serial Entrepreneurs, denn hier steht die Wahrscheinlichkeit wiederholt erfolgreich zu sein bei rund einem Drittel. Die Förderung des Unternehmertums ist daher wichtig und schwierig zu gleich. Die gewissenhafte Verteilung von Steuergeldern im Wettkampf um neue Industrien und Arbeitsplätze in der Region für die Verantwortlichen eine Herausforderung.

Zertifizierung als Hürde

Die Einführung einer DIN-Norm für Gründer ist eine monetäre und zeitliche Hürde. Welche inhaltlichen Themen abgefragt und abgesichert werden können, das ist noch offen, aber wahrscheinlich zielt die freiwillige Zertifizierung darauf ab, durch Fleißarbeit und Gebühren mehr Daten und Vorleistung abfragen zu können, bevor Steuergelder fließen. Wer keine Lust auf DIN-Norm hat, darf wahrscheinlich zukünftig nicht mehr an gewissen staatlichen Förderprogrammen und Wettbewerben teilnehmen. Daher dürfte die DIN-Norm dem einen oder anderen Startup Unternehmer etwas weh tun, aber wenn das einem Kapitalsuchenden zu viel ist und diese Norm ein Hindernis darstellt, dann hat sie ihr Wirkung erfüllt. Unternehmertum heißt nämlich auch, dass man sich täglich mit Normen, Recht und Ordnung auseinandersetzen muss.

Profiteure einer DIN-Norm

Falls der Zertifizierungsprozess zu aufwendig ist, dann dürften Berater von dieser DIN-Norm profitieren. Die Entscheider über Fördertöpfe können durch ein Häkchen ein Stückchen Verantwortung für ihr Urteil ablegen, wenn sie gegenüber Dritten ein Beleg haben, das zertifiziert ist. Am Ende profitiert vielleicht auch der Unternehmer durch den Lernprozess Behördengänge zu meistern. Unterm Strich wird der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens sicherlich nicht von der Einführung einer DIN-Norm negativ beeinflusst sein.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Startup – Ein Startup ist eine Unternehmensgründung mit einem innovativen Geschäftsmodell.

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