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06.11.2020 | 05:50

Infineon, dynaCERT, Nemetschek: Wo Innovationen Kurse machen

  • Innovationen
Bildquelle: pixabay.com

An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Wer auf die richtigen Werte setzt, kann rasante Renditen einfahren. Doch wie findet man heraus, welche Innovationen nun wirklich für steigende Kurse sorgen? Der deutsche Chip-Spezialist Infineon hat sich seit seinem Börsengang kurz vor der Jahrtausendwende zu einem wichtigen Unternehmen der Chipindustrie entwickelt. Erst vor einigen Monaten schloss Infineon einen wichtigen Zukauf ab und ergänzt das eigene Angebot so um Bereiche, die für das Internet der Dinge und andere Anwendungen rund um den neuen Mobilfunkstandard 5G wichtig sind.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA26780A1084 , DE0006231004 , DE0006452907

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Inhaltsverzeichnis:


    Infineon als Profiteur der Mobilitätswende

    An der Börse kam der Zukauf gut an: Die Aktie kletterte auf Sicht von einem Jahr um knapp 40% nach oben. Zuletzt gab das Unternehmen aus dem Großraum München eine vorsichtige Wachstumsprognose ab und hielt die Dividende stabil. Auch das kam bei Anlegern gut an und sorgte für neuerlich stabile Zuwächse des Aktienkurses. Als Risiko eines Investments in Infineon gilt die starke Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Immer mehr Chips stecken in den modernen Fahrzeugen. Schwächelt der Absatz, wirkt sich das auch auf die Zulieferer aus. Anders als bei klassischen Zulieferern hat Infineon mit seiner Qualität aber eine andere Position. Die Aktie kann sogar als Profiteur der Mobilitätswende gesehen werden, da Autos in Zukunft immer vernetzter sein werden. Da selbst der Komplett-Lockdown im März der Aktie nur wenig hat anhaben können, sind die Risiken bei Infineon überschaubar, das Unternehmen gut positioniert.

    dynaCERT macht Verbrennungsmotoren „grüner“

    Als Unternehmen, das sich rund um die Mobilitätswende positioniert hat, gilt auch dynaCERT. Die Kanadier haben einen Katalysator entwickelt, welcher CO2-Emissionen und Spritverbrauch deutlich senken kann. Zielgruppe von dynaCERT ist aber nicht die Automobilindustrie, sondern Fuhrparkbetreiber. Diese sollen dank dynaCERT bestehende Flotten nachrüsten und auf diese Weise „grüner“ machen. Dass dieser Weg Sinn machen kann, belegt auch der Verein der deutschen Ingenieure (VDI): Die Experten weisen aktuell darauf hin, dass ein zu klarer Fokus auf Elektromobilität die CO2-Ziele gefährden könnte, da Verbrennungsmotoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette heute noch immer schadstoffärmer seien.

    Gerade bei Kommunen entsteht ein Druck, Emissionen einzusparen. Statt alte Fahrzeuge zu ersetzen, können die negativen Folgen von Verbrennungsmotoren abgemildert werden. Ein Katalysator von dynaCERT kann innerhalb eines Jahres die Anschaffungskosten amortisieren und macht beispielsweise Busse oder andere schwere Maschinen umweltfreundlicher. In den vergangenen Monaten konnte das Unternehmen bereits einige Kommunen in Nordamerika von seinem Produkt überzeugen. Zuletzt baute dynaCERT sein Software-Angebot im Bereich Telematik weiter aus und fokussiert sich nun auch auf Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit und Lastmanagement.

    Nemetschek punktet mit Software für die Baubranche

    Dass Software ein gutes Geschäft sein kann, hat man bei Nemetschek bereits vor vielen Jahren erkannt. Das Haus richtet sich in erster Linie an Architekten und Vertreter der Baubranche. Neben CAD-Software, mit der sich Bauzeichnungen und Pläne umsetzen lassen, hat Nemetschek auch Software zur Planung und Ausführung von Bauprojekten im Angebot, beispielsweise wenn es darum geht, Angebote einzuholen.

    Dass es Sinn macht, einen Bereich vollumfänglich abzubilden, zeigen auch die Zahlen von Nemetschek. Das Unternehmen ließ einen kleinen Dämpfer im Zuge des ersten Lockdowns hinter sich und legte zuletzt solide Zahlen vor. Damit das Unternehmen auch weiter auf Wachstumskurs bleibt, hat Nemetschek zugekauft und sich auch im Bereich Medien ein Geschäftsfeld erschlossen. An der Börse freuen sich Anleger während des vergangenen Jahres über eine Rendite von knapp 27 Prozent. Insbesondere zuletzt ging es deutlich nach oben. Grund war eine Prognoseerhöhung.

    dynaCERT darf als Nachzügler gelten

    Ob Infineon, Nemetschek oder das kleinere Unternehmen dynaCERT – Innovationen zahlen sich für Anleger in aller Regel aus. Bei dynaCERT steht auf Sicht von einem Jahr zwar eine Nullrendite zu Buche, doch verkennt diese Perspektive, dass die Aktie vor der Pandemie bereits annähernd zweistellig im Plus war. Da sich an der Technologie des Unternehmens seitdem nichts geändert hat, darf der volatile Wert als Nachzügler gelten. Konservative Investoren sind aber auch mit Nemetschek und Infineon gut bedient – Innovationen machen schließlich Kurse.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.
    3. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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